Vom Gender Data Gap bis zur Menopause – Warum unser System Frauen ignoriert | Julia Neuen

Shownotes

Unser Gesundheitssystem und unsere moderne Arbeitswelt basieren historisch gesehen auf rein männlichen Standards. Doch wie navigieren Frauen durch Systeme, die sie in entscheidenden Lebensphasen oft systematisch benachteiligen oder "raushebeln"? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, sprechen Anne und Toan mit ihrer Gästin, Expertin und Aktivistin Julia über die massive und zunehmend anerkannte Relevanz von Frauengesundheit im demografischen Wandel. Die knackige Realität: Der Gender Research Gap sorgt dafür, dass nur 1 % der biomedizinischen Forschung in Felder fließt, die ausschließlich Frauen betreffen.

Ihr erfahrt, was das Management des „Female Life Cycle“ ausmacht und warum der weibliche Körper im Gegensatz zum männlichen einem kontinuierlichen Wandel unterliegt.

Zudem diskutieren sie in dieser Folge:

  • Die Tabuzone Wechseljahre: Warum sich der hormonelle Abfall für viele Frauen wie ein "Sturz von der Klippe" anfühlt und wie Symptome wie Brain Fog den Arbeitsalltag von zwei Dritteln der Betroffenen massiv beeinflussen.
  • Tech-Gadgets vs. Intuition: Brauchen wir noch mehr Tracker für Female Health? Oder ist es an der Zeit, dem „Team Gefühle“ beizutreten und wieder auf die eigene Intuition und Körperwahrnehmung zu hören, statt Warnsignale einfach mit Ibuprofen wegzudrücken?
  • Die stille Tragödie der modernen Frau: Warum Themen wie unerfüllter Kinderwunsch oder Fehlgeburten riesige Dunkelziffern bergen und wieso es ein strukturelles Problem ist, wenn Frauen weniger Kinder bekommen, weil es eben „nicht in den Karriere-Zeitplan passt“.

Und teilen bei all den ernsten Themen auch humorvolle Einblicke darüber, wer in der Runde eigentlich wo genau seine „Gefühle sitzen” hat.

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Toan's Think Thank, Venture Studio & Angel Collective: https://from-the-future.io

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Transkript anzeigen

00:00:00: Was siehst du denn im Tech-Bereich für female help, was man nutzen

00:00:03: kann?

00:00:03: Also es gibt natürlich tausend Produkte die auch in diese Herfrichtung abzielen.

00:00:08: Ich glaube es gibt glaube ich zwei Faktoren die neben diesen messbaren Daten noch wichtig sind dass wir unser Gefühl nicht verlieren.

00:00:17: Fast zwei Drittel der Frauen beschreiben auf jeden Fall, dass es ihren Arbeitsalltag beeinflusst.

00:00:20: Diese diversen Symptome die wir schon genannt haben und das ist ja schon

00:00:24: viel!

00:00:24: Wenn ich gucken will wie ich wirklich wettbewerbsfähig bleibe?

00:00:27: Wie ich mich wirklich am Markt positioniere so dass mein Laden langfristig erfolgreich läuft dann ist das Thema Frauengesundheit unumgänglich.

00:00:36: Wir sehen Studien die sagen, vierzig Prozent der Akademikerin hätten sich mehr Kinder gewünscht hat aber leider nicht in den Zeitplan gepasst.

00:00:42: Das doch scheiße.

00:00:43: Die eine ist Ärztin.

00:01:10: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Die Ärztin und der Nerd.

00:01:13: Ich bin die Ärzte!

00:01:14: Und ich bin der Nerd.

00:01:15: Und heute haben wir eine ganz, ganz wunderbare energievolle Gästein da die liebe Julia Neuen Die für das Thema Female Health und Vereinbarkeit aber ganz viele Themen auch in dem Bereich steht.

00:01:27: Ich habe auch eine Vorbereitung aus Gesprächen mit Julia einfach nochmal geschaut.

00:01:31: Es gibt ja ganz viele Daten zum Gender Research Gap Also dass Frauen unter Repräsentiert sind in Studien.

00:01:38: Das ist auch Nebenwirkungen höher weil einfach in Studien diese eher an Männern, also Medikamente zum Beispiel untersucht wurden.

00:01:46: Aber auch im Unternehmenskontext, dass Frauen auf dem Weg nach oben irgendwie ein Repräsentant verlieren all diese Dinge oder eben auch und das war so ein bisschen was ich dachte dieser Mental Load bei den Frauen da ist gerade in so mittelhohen Positionen, sondern Sandwich-Positionen die dann vielleicht aus der Mutterschaft zurückkommen, dass einfach da auch eine ganz große Herausforderung ist.

00:02:05: Ich finde da müssen wir ja schon hingucken.

00:02:06: Also Gender Research Gap is real Und auch das Gender Pay Gap, ich glaube, achtzehn Prozent ist es.

00:02:14: Auch weiterhin, ne?

00:02:15: Das ist natürlich wirklich einfach eine Zahl die da steht.

00:02:18: und trotzdem die Frage okay was können wir tun, was sollten wir tun worüber müssen wir sprechen?

00:02:24: und damit wir beide das nicht machen als so halbseitende Expertin im Thema würde ich sagen Wir starten direkt rein in die Sprechstunde!

00:02:37: Ja liebe Julia herzlich willkommen.

00:02:39: nochmal jetzt richtig Jetzt darfst du nicht nur mit nicken sondern auch mit reden.

00:02:43: Julia Neuen ist bei uns.

00:02:45: Sie ist Expertin für Female Health, für female Life Cycle Management wo sie uns gleich verraten wird was das eigentlich ist.

00:02:51: Ist politisch engagiert, ist natürlich mehrfach Mama, ist wirklich sehr visibel in Medien.

00:02:59: auch Social Media steht einfach für die ganzen Themen rund um Frauen Gesundheit, Female Health und ja wird uns gleich so ein bisschen verratet was sich eigentlich hinter ihren aktuellen Initiativen verrät.

00:03:11: Jetzt erstmal ganz ganz herzliches Willkommen!

00:03:13: Moin, ihr beiden.

00:03:14: Moin!

00:03:16: Ja liebe Julia wir kennen uns jetzt vor allem aus dem Kontext von der healthy Initiative wo wir so junge Unternehmen, Startups und Gesundheitsbereich ja anschauen dürfen, unterstützen dürfen und wo du natürlich genau richtig sitzt als Mehrfachunternehmerin auch in dem Kontext.

00:03:33: Und wir uns ja auch dieses Jahr sehr damit beschäftigt haben was Gründerinnen da eigentlich machen und ob da auch das Thema Frauengesundheit vertreten ist.

00:03:41: Vielleicht merkst Du uns noch ein paar Schritte mit zurücknehmen zu deinem Weg.

00:03:44: jetzt.

00:03:45: dein aktuelles Unternehmen heißt ja Peachis Was machst Du Da?

00:03:48: Und was hat Dich eigentlich dahingebracht?

00:03:51: Ja, das ist eine sehr interessante Frage.

00:03:54: Weil ich ja eigentlich von Haus aus was ganz anderes bin?

00:03:57: Ich bin ja eigentlich gelerntes Tior des und Tierpsychologin.

00:04:01: also man könnte meinen Was hat diese Frau jetzt mit Frauen Gesundheit und Vereinbarkeit zu tun?

00:04:07: aber wie es der Weg so will Es geht manchmal dann doch in andere Richtung Und ich bin sehr schnell.

00:04:13: Also wie ihr schon erfahren habt ich habe viel Kinder.

00:04:16: Das heißt also Das war nie unser Problem.

00:04:19: Ich habe aber damals schon ganz schnell beobachtet, das waren noch relativ früh zwei zwölf, zwei elf, zwei zehn wo du eben gesehen hast okay?

00:04:29: Das Thema Reproduktion steht sowieso nicht gerade gut um uns Deutsche wenn wir auf das Thema RepProduktion gucken.

00:04:35: Aber so ging mein Weg eigentlich los in das Thema Frauengesundheit und ich hab damals Aufgrund einer Freundin die quasi die es nicht geschafft hat so einfach schwanger zu werden sondern die tatsächlich über zwei eineinhalb Jahre gebraucht hat.

00:04:49: Die habe ich damals sehr eng begleitet und auf der Basis habe ich mein erstes Unternehmen gegründet, das heißt Storchgeflüster.

00:04:56: Es war der erste Online-Kursanbieter für Kinderwundschwangenschaft und Geburt.

00:05:00: Und zwar kurz vor Corona – dann kam Corona!

00:05:03: Ich kann nichts dafür, hab nix mit der Fledermaus zu tun aber auf jeden Fall war letztendlich toptiming.

00:05:09: Onlinekurse gingen durch die Decke und so ging es los dass ich immer mehr in das Thema Frauengesundheit gestartet bin Und dann ging es eigentlich immer mehr in Richtung BtoB, das ich eben gesehen habe.

00:05:20: Was hat das Thema Frauengesundheit für eine Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit?

00:05:25: Auf Karriere?

00:05:27: Auf Potenzialentfaltung von uns Frauen?

00:05:29: Weil du hast es eben richtig angesprochen!

00:05:31: Unser ganzes Gesundheitssystem basiert auf männlichen Faktoren.

00:05:36: historisch gesehen und wenn wir letztendlich in die Unternehmen gucken... haben wir Systeme geschaffen, die natürlich Frauen immer wieder raushäbeln.

00:05:46: Und das nicht nur in Phasen von Familienplanung sondern eben auch in verschiedenen Phasern und das war der Grund warum ich gesagt habe.

00:05:54: okay alles klar scheint noch niemand zu machen in Deutschland.

00:05:57: dann gründe ich jetzt Peaches ist sozusagen ein Startup was Unternehmen unterstützt dabei, wirklich frauen- und familienfreundlich zu werden.

00:06:08: Und zwar Datenbasiert!

00:06:09: Also eben nicht mehr wir reden nur ein bisschen soft drüber und nehmen uns alle an die Hände und tanzen ein bisschen im Kreis sondern wir machen das wirklich datenbasiert.

00:06:18: Wir bringen Strukturenprozesse in die Unternehmen.

00:06:20: wir arbeiten sehr viel nach skandinavischen Modellen.

00:06:23: also das sind so unsere Vorbilder dass man eben sagt bei denen funktioniert einiges wirklich viel viel besser.

00:06:30: Es werden wirklich Prozesse, Strukturen in Unternehmen geändert.

00:06:34: Damit wirklich Chancengleichheit herrscht und nicht immer nur darüber geredet wird.

00:06:39: Und darüber hinaus bringen wir das Thema Frauengesundheit in allen Lebensphasen ganz tief in die Personalpolitik.

00:06:46: Das führt dazu, dass man hier in jeder Lebensphase in diese potenziale Entfaltung kommt.

00:06:52: Wir sind sozusagen Beratung, Benefitsplattung ... Pack Benefits-Plattform und machen da natürlich aber auch super viele Vorträge, im Moment stehe ich quasi ständig auf irgendwelchen Bühnen.

00:07:03: Und darf halt einfach mal über unser Konzept erzählen weil dieses Konzept viel mehr Lifecycle Management das haben wir quasi erfunden oder ich habe es quasi erfundet weil du einfach was brauchst wo Unternehmen sich wirklich ich sage mal ganz stark an lang hangeln können.

00:07:17: Ja dass wäre auch meine Frage gewesen.

00:07:19: dieser Begriff der war mir neu.

00:07:20: der ist intuitiv der ist irgendwie sehr eingänglich aber bringt doch dieses etwas Datenbasierter mit, so ein bisschen was weniger Fluffy als wenn wir sagen wir müssen jetzt irgendwie über Frauen Gesundheit oder einzelne Symptome sprechen.

00:07:33: und wird das gut verstanden von Unternehmen der Begriff?

00:07:35: Oder musst du da schon viel erklären.

00:07:37: Was meine ich damit?

00:07:38: Warum braucht ihr das?

00:07:39: also?

00:07:40: Ich glaube, der Begriff ist eingängig.

00:07:43: Da darf ich mir auf die Schulter klopfen!

00:07:44: Aber trotzdem muss sich sehr viel Aufklärungsarbeit leisten.

00:07:48: Also nur als Beispiel war ja die erste, die überhaupt so ein Produkt auf den Markt gebracht hat.

00:07:55: Es ist ganz schön schwer, ein Produkt auf den Markt zu bringen was keiner nachfragt.

00:07:59: Also es ist ja natürlich einfacher wenn ich jetzt noch mal Fitness Benefits gemacht hätte da hätte jeder gewusst alles klar was macht die Frau?

00:08:05: aber irgendwas komplett Neues erstmal hier reinzubringen wo sich viele auch sperren weil wir natürlich auch viele männlich dominierte Führungs Etagen haben die sagen Entschuldigung was soll ich mich jetzt hier auch um die Wechseljahre kümmern?

00:08:16: also du hast erst einmal ganz viel Widerstand wenn du natürlich so neues auch sehr emotionales Produkt auf dem Markt schmeißt Und dann darüber hinaus siehst du eben jetzt, wir haben halt gesagt okay was braucht es in Unternehmen damit wirklich?

00:08:33: ich sage mal einem der Arsch auf Grundeis geht und die Menschen im Bewegung kommen.

00:08:38: Du brauchst Daten, du brauchst Zahlen, Fakten und Analysen.

00:08:42: das heißt das erste was wir machen wenn wir in so ein Unternehmen gehen?

00:08:45: Wir machen eine Analyse und sprechen sozusagen mit einem guten Schnitt der eigenen Belegschaft der Frauen aus allen Hierarchiestufen, aus allen Altersklassen.

00:08:54: Und können dann wirklich sehr klar sagen, hör mal zu so sieht es in deinem Laden aus und zwar über alle Lebensphasen hinweg Kultur wie werden die Arbeitszeitmodelle wirklich angenommen?

00:09:06: Wie schaut's aus im Thema Gesundheit?

00:09:08: Du kannst dann alles wirklich schwarz auf weiß und dann kannst du eben einen perfekten Maßnahmenplan machen.

00:09:13: und dann hast du auch nicht mehr dieses dass die Unternehmen hier eine Initiative machen mal da irgendwas machen und nichts funktioniert, und nichts passt zusammen.

00:09:20: Sondern du baust quasi eine eigene Female-Strategie auf Basis deiner eigenen

00:09:26: Belegschaft.".

00:09:26: Und das

00:09:26: wäre das Produkt?

00:09:28: Das ist ein Produkt von... Genau!

00:09:31: Das wäre nämlich auch meine Frage gewesen, wenn ich so Daten höre, dann geht es natürlich immer so uhuhu, total spannend also ob das jetzt so von, sagen wir mal Out-Side in Daten sind ja wie so keine WHO Erhebungen.

00:09:41: aber in dem Fall, wenn die sich richtig verstehen, dass eher so inside out Daten, das heißt ihr geht in das Unternehmen rein und macht im Prinzip so eine Amnamnese-Diagnose von der Belegschaft und den Mitarbeiterinnen, um dann daraus quasi Handlungsfelder abzuleiten.

00:09:57: Beides.

00:09:57: Also wir machen das und die Analyse hat tatsächlich, also wir packen noch zwei Sachen dazu.

00:10:03: Einmal Benchmarks von anderen Unternehmen denn es geht ja wirklich darum wie bleibe ich wettbewerbsfähig?

00:10:07: Und wenn mein Konkurrent schon XXY alles macht da muss ich zusehen dass sich langsam Gas gebe weil ansonsten gerade beispielsweise IT-Branche wo es wenig Frauen gibt dann kann ich davon ausgehen dass sie mir irgendwann auch meine weiblichen Talente wegholen wenn die dementsprechend schon weiter sind.

00:10:22: Das heißt wir packten noch Benchmark drauf und wir legen auch einen demografischen Wandel oben darauf.

00:10:26: Denn auch da müssen wir schauen, Frauen werden in Zukunft immer relevanter für den Arbeitsmarkt.

00:10:31: also müssen wir verstehen was Frauen oder überhaupt Familien brauchen um wirklich tatsächlich in ihre Leistung zu kommen und auch dementsprechend in den Karrieren voranzukommen.

00:10:43: das heißt dass alles zusammen ist sozusagen.

00:10:46: und die HR Daten.

00:10:47: Das heißt also alle HR Daten, die schon in so einem Unternehmen gesammelt worden sind beispielsweise Recruiting, beispielsweise Exit-Daten oder Beförderungsdaten all solche Themen nehmen wir mit und legen dann die Interviewergebnisse drauf.

00:11:00: und es total spannend weil oftmals kann man mit den Daten alleine gar nichts anfangen.

00:11:04: aber wenn man diese Interviews diese wirklich ich sage mal diese echten Anekdoten diese Echten vor allem sie sind ja wahnsinnig.

00:11:14: Das sind ja dann Gespräche zwischen, wie wenn wir beide jetzt schnacken würden und danach weiß ich alles über das Unternehmen.

00:11:19: Ich weiß wirklich alles!

00:11:20: Und wenn wir das auf die Daten drauflegen... entsteht da ein wirklich ... hat man halt ein völlig neues Ergebnis.

00:11:28: Und auf der Basis leiten wir die Maßnahmen ab und dann, da helfen wir natürlich den Unternehmen aber auch in der Umsetzung.

00:11:35: Das

00:11:35: hast du auch schon mal berichtet?

00:11:36: Dass da eine extreme Offenheit herrscht in den Interviews?

00:11:39: Man würde ja denken, das sind sehr stigmatisierte Themen.

00:11:41: Achtung!

00:11:42: Ich will mich nicht zu sehr öffnen... Aber du sagst schon wenn da so ein Setting ist, wenn man sagt ich komme von wirklich des Unternehmens holt euch dazu Dann sind die Frauen vor allem sehr offen zu den Themen, die sie umtreiben.

00:11:55: Das sind ja eigentlich diese qualitativen Faktoren, die man sonst nicht so mitkriegt – ich kenne das total von meinem Patient in der Psychosomatik wo Beispiel-Thema-Menopause auf einmal so mit aufpoppt und es im Unternehmenskontext natürlich gar keinen Raum gefunden hat und auch mit Scham besetzt ist!

00:12:10: Aber was ist eure Erfangen auf einer Gefühlebene?

00:12:12: Gibt's da wirklich einen Zugang?

00:12:14: Also das ist das Witzige….

00:12:16: Alle Unternehmen haben immer genau diese Sorge, dass sie sagen oh Gott wir können doch unsere eigenen Leute nicht so was fragen.

00:12:22: Ich kann sagen es wurde noch nie ein Interview abgebrochen.

00:12:26: ganz im Gegenteil melden sich eher noch zusätzlich Frauen die sagen können wir da noch mit reinrutschen?

00:12:32: die Frauen sind bei uns komplett anonym.

00:12:34: Das heißt danach wird das in Daten ausgewertet, niemand weiß ob da Susi Müller oder Lisa Adler war.

00:12:40: Also das bleibt bei uns, das bleibt beim Peaches, das Unternehmen kriegt nie mit wer was gesagt hat.

00:12:47: Deswegen brauchen wir natürlich aber auch immer eine Stichprobe, die dementsprechend groß genug ist und das ist wirklich der Punkt.

00:12:56: Wirklich die krassesten Themen auf dem Tisch, weil egal ob es jetzt Wechseljahre sind.

00:13:00: Ob's das Thema Familienplanung ist?

00:13:02: Ob's dass Thema Scheißführungskräfte sind?

00:13:04: Ob´s das Thema Kultur ist?

00:13:06: Also es kommt ja wirklich alles auf den Tisch.

00:13:08: gleichermaßen geht es nicht darum sozusagen nur drauf zu hauen sondern wir erleben eine extreme.

00:13:15: Also die sind wirklich unglaublich konstruktiv und sagen, hey nee man müsste einfach nur dieses Arbeitszeitmodell beispielsweise das müsste mein Sohn so gestalten dann würde da schon so viel helfen.

00:13:24: Die sind ja wahnsinnig.

00:13:26: wenn man mal wirklich die Leute sprechen lässt, die man vielleicht oft nicht sprechen lässt weil dazwischen noch hundert andere Hierarchien sind die meinen sie wissen es besser Dann bekommt man echt ganz andere Ergebnisse.

00:13:37: und dass ist sausspannend.

00:13:39: Und man muss ja sagen die Menschen möchten hier arbeiten.

00:13:41: Das ist ja auch das was in meiner Erfahrung ist.

00:13:42: wir arbeiten oft mit Unternehmen zusammen Und die Arbeitnehmenden wollen ja ihre Arbeit gut machen.

00:13:47: Es gibt oft einfach ein Faktor gesundheitlicher Art, Veränderungen im Leben zum Beispiel Menopause.

00:13:52: Die ist einfach erschweren und das finde ich immer so wichtig.

00:13:55: Das geht nicht darum eine Ausrede zu finden, zu sagen euch kann eigentlich nicht oder wir sind benachteiligt und es geht nicht.

00:14:01: Ich find' dass auch ne wichtige Haltung eher so zu enablen, so verstehe ich das bei euch auch.

00:14:06: Total!

00:14:06: Und vor allen Dingen müssen wir mal auf die Zahlen gucken.

00:14:08: Wir können ja mal vorne anfangen.

00:14:10: Und dann, wenn du wirklich sagst zum Beispiel jede dritte Frau hat eine Fehlgeburt.

00:14:15: Du hast mittlerweile Zahlen wie das jedes zehnte Paar ist ungewollt Kinderlos da geht schon los und das sind Dunkelziffern.

00:14:24: also du weißt es ja nun selber Das sind dunkelziffern.

00:14:28: und man weiß natürlich dass Wie viele junge Frauen ich bin auch Gastdozentin in einer In der Uni?

00:14:35: Wenn nicht die jungen Studenten haben jetzt schon Angst vor Kindern weil sie sagen wie soll das denn noch gehen.

00:14:40: Also die haben wirklich Schiss, dass sie ihr Leben lang sozusagen studiert haben jetzt natürlich Karriere machen wollen.

00:14:46: wie soll da jemals ein Kind reinpassen?

00:14:48: also diese Ängste die Frauen und ich meine wir kriegen von klein auf wird dir gesagt passt bloß auf das du nicht schwanger wirst.

00:14:54: ähm also bitte nicht schwänger werden erst die Schule machen erst Studium machen erst arbeiten gehen.

00:15:00: wenn du zufällig Juristin bist ja dann bis auf einmal vierdreißig.

00:15:05: Da muss aber ganz schnell schwanger werden.

00:15:07: Und ich meine reden wir doch mal Ab fünfundreißig geht die Fruchtbarkeit aber steil Richtung Keller und gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit für Fehlgeburten.

00:15:17: Also das heißt, dann haste ein Ja!

00:15:19: ungefähr Zeit, um deine Familienplanung zu vollenden.

00:15:22: Ich würde sagen das wird ein bisschen eng, wenn du dir zwei oder drei Kinder wünschst.

00:15:26: So und wenn wir auf... ich beispielsweise, ich meine es geht ja immer darum Zukunft, Innovationen, ich mein wenn wir gucken Deutschland wäre schön, wenn's noch ein bisschen da wäre so dafür brauchen wir ja ein bisschen Nachwuchs.

00:15:37: Wenn wir schauen unsere Reproduktionszahlen bei Frauen die beispielsweise Akademikerin sind liegt es ja gerade mal bei So.

00:15:47: Und wir sehen Studien, die sagen, vierzig Prozent der Akademikerin hätten sich mehr Kinder gewünscht hat aber leider nicht in den Zeitplan gepasst.

00:15:54: Das ist doch scheiße!

00:15:56: Also jetzt mal butter bei Fische.

00:15:58: das ist scheiße und deswegen haben wir gesagt ein bisschen mehr, wie gesagt in Skandinavien läuft der Hase anders.

00:16:04: Ich liebe das weil ich sehe eben da ist es eben wie du's eben auch angesprochen hast Thornton dass man mehr dieses in dieses Share-Bodell geht.

00:16:13: Dass man wirklich sagt gerade in, ich sag mal grade den Konzernen musst Du einfach sagen okay der dreißig Stunden, der dreizig Stunden da kannst Du nichts ne?

00:16:21: Die sind oftmals ja gerade in Konzern und Corporates ist man nicht so frei dann muss man schon eine gewisse stundenzahl noch vor Ort oder wo auch immer ableisten.

00:16:29: aber Es geht, der Trend geht dahin.

00:16:32: Dass man wirklich sagt, man muss sozusagen irgendwie zwei Achtzig-Achzig, zwei Fünfzig-Fünftig egal wie diese Modelle aussehen aber es muss davon wegkommen.

00:16:42: Stichwort Ehegattensplitting

00:16:44: etc.,

00:16:44: PP das sozusagen Frauen immer komplett rausgehen die ganze Zeit und Männer sozusagen weiterlaufen.

00:16:51: Ja ist kein Name, ist auch irgendwie prima dass so oft im sechzehn Uhr sind die Büros erstmal leer dann geht's um Kinderversorgung und dann kann man halt wird abends nochmal gearbeitet.

00:16:58: also eine Ganz andere Haltung dazu und Flexibilität.

00:17:02: Das ist halt schon Wahnsinn!

00:17:02: Ja, es ist

00:17:03: kein Fall sitzen.

00:17:04: Ist nicht wer da weiße?

00:17:08: Und das ist genau der Punkt.

00:17:09: Es geht nicht darum wer sozusagen die meiste Zeit vor Ort oder wo auch immer voll bringt ist nachher der beste oder am besten geeignet für den nächsten Führungsposition sondern es wird viel mehr auch nach Performance Kriterien bewertet.

00:17:23: Es geht nicht nur um Zeit, sondern wer hat vielleicht auch das hellste Köpfchen oder die emotionale Fähigkeit ein Team zu führen?

00:17:30: Auch das verändert sich ja gerade total wenn wir auf das Thema Führung gucken

00:17:37: und wenn du sagst viel mehr Life-Cycle.

00:17:38: Wir fangen vorne an sind aber doch schon bei Kinderwunschfee geburten etc.

00:17:43: eigentlich ist der Frauenkörper per se in einem kontinuierlichen Wandel betreffend, also auch ein Unternehmen so das Thema Periode beispielsweise.

00:17:51: Ist das auch was, was ihr seht?

00:17:55: Riesenthema!

00:17:56: Ich meine endometriose Zehnte, jede Zehntes.

00:17:59: Jede Frau durchläuft im Monat Frühling-Sommerherbstwinter.

00:18:04: So Männern nicht.

00:18:05: Entschuldigung an dieser Stelle.

00:18:07: Aber es ist natürlich so, dass bei Frauen ist so viel loophomonell und durch Stress, durch die Veränderung unserer Umwelt, durch den Konsumplastik, durch Ernährung – all solche Themen haben wir auch eine Veränderungen von unserem Körper.

00:18:26: und das macht was mit unserem Körper!

00:18:28: Das macht was mit unserer hormonellen Gesundheit, brauche ich dir alles nicht zu erzählen.

00:18:33: Aber das ist so wichtig, das zu verstehen und es macht ganz viel mit dem Zyklus, mit dem Thema Periode.

00:18:38: Und das hat eine enorme Auswirkung auf deine Leistungsfähigkeit!

00:18:42: Total.

00:18:43: also ich weiß als langjährige Führungskraft, ich bin ja sehr früh auch eine Direktorschung geworden mit siebenzwanzig und hatte sehr früher auch die Führungshaltung für fast zwanzig Leute und da waren natürlich auch viele Frauen dabei aber ich wusste dass alles gar nicht.

00:18:58: Also ich hatte diesen Informationsplan halt gar nicht, dass das im Prinzip in Anführungsstrichen auch hemmende limitierende Faktoren sein können.

00:19:05: Die ganz naturell die Performance der Leute, der Frauenhaus natürlich auch einschränkt.

00:19:10: und es ist ja so das komplizierte eigentlich.

00:19:12: du musst ja gewisse Dinge und das ist das Unfaire in den Zeitfenzern einfach denken.

00:19:16: Du hast eine Zeitfenste um ganz schnell zu studieren dann die ersten Karriere Schritte zu machen, dann hast du innerhalb dieses Zeitfenzers aber auch nur Zeitfenzer wo du hundert Prozent machen kannst Tage, wo es halt nur weniger geht.

00:19:30: So ja und für superviele junge ambitiative Führungskräfte die generell bei Männern eher von sich auf andere schließen das ist ja so unser Hauptproblem.

00:19:40: wenn du das dann nicht weißt dass das ein Faktor ist dann ist das ein Riesenproblem natürlich.

00:19:45: Und dazu kommt viele Frauen wissen ja auch nichts.

00:19:47: Du hast Indometriose erwähnt, das ist ja eine Erkrankung die sehr lange Jahre braucht oft bis sie überhaupt diagnostiziert bekommt.

00:19:53: und Frauen denken oft schmerzhafte Präjuden sind normal, dass ich zwei, drei Tage im Monat zur Nichts in der Lage bin.

00:20:00: Das ist irgendwie ... Ist bei mir eben so.

00:20:03: Ich finde, da steckt mit drin diese Aufklärung darüber den Frauen zu ermöglichen.

00:20:07: Wir hatten am Anfang über das Gender Research Gap gesprochen.

00:20:10: Ein Prozent der biomedizinischen Forschungen geht um Forsch- die nur Frauen betreffen, nur ein Prozent.

00:20:17: Die Endometriose ist ein super Beispiel dafür und es ist ein so relevantes Krankheitsbild.

00:20:22: und das sind alles Dinge, der sich finde ich toll, dass ihr darüber sprecht... das auch in den female life-cycle mit rein nimmt.

00:20:29: Deswegen gefällt mir dieses Bild so, weil wir Frauen einmal sind für einen generellen Zyklus und entlang des Lebens sind so viele Veränderungen des Körpers.

00:20:39: Ich meine nicht jede Frau möchte ein Kind bekommt ein Kind und trotzdem passiert ganz viel.

00:20:44: Und da wäre aus meiner Frage hast du das Gefühl es gibt noch so'n Underdog also irgendein Thema dass die allerdings nur auf dem Schirm haben?

00:20:51: oder weil wir reden hier sehr viel bei Menopause jetzt zum Beispiel gerade.

00:20:53: Ja,

00:20:54: wobei Wechseljahre ist schon eins der Top-Themen muss ich jetzt schon sagen also die Wechsel jahre und vor allen Dingen da auch wieder.

00:21:03: es gibt zwei Faktoren die glaube ich wahnsinnig wichtig sind.

00:21:06: einmal Man kommt nicht erst mit sechzig in die Wechseljahre, sondern tatsächlich geht es irgendwie mit Ende dreißig los.

00:21:13: Das heißt was sind das für Frauen?

00:21:15: Das sind die Frauen, die eigentlich mitten in ihrer Karriere sind.

00:21:18: Da kriegen die einen gerade noch die Kinder und die anderen rutschen schon in die wechseljahr auch da.

00:21:22: Lebensphasen sind natürlich sauwunterschiedlich, auch bei den Frauen dementsprechend total variabel.

00:21:27: Die einen noch in der Familienplanung, die nächsten ist schon wie gesagt in der Prämienpause.

00:21:32: Und dann geht's rund!

00:21:33: Nur mal als Beispiel war ja immer gesagt wird Ja Männer haben ja auch Wechsel-Jahre.

00:21:37: Pause.

00:21:38: Ja, aber jetzt... Und das ist wirklich auch... Das gehöre ich dann natürlich immer.

00:21:45: und dann sage ich immer ja okay also einmal bildlich gesehen bei den Frauen wenn sie in die Wechseljahre kommen ist es so als wenn du eine Frau die Klippe runter stürzt quasi dass geht wirklich hormonell auf und ab aber so richtig wie in der Achterbahn.

00:21:58: mal pendelt sich wieder ein mal nicht mal.

00:22:00: doch Dementsprechend auch die Symptomatik, die sich dazu...

00:22:03: Genau.

00:22:03: Du meinst den Apfel-Östroge im Pugel ist da rundlich?

00:22:05: Ist nicht so

00:22:06: plopp!

00:22:06: Sondern das geht mal runter und dann gibt es ein bisschen... Das ist dieses Erratische, wo erst mal sowieso ein Puzzle entsteht.

00:22:12: Genau.

00:22:12: Und diese Schwankungen machen dich eigentlich völlig wahnsinnig.

00:22:15: Wir reden von Gemütsschwankungen oder

00:22:17: körperlichen Symptomen.

00:22:18: Hitserwallung, Nachtschweiß.

00:22:21: Und vor

00:22:22: allen Dingen auch so was wie Gedächtnesthemen.

00:22:24: Also das Brainfog.

00:22:25: Also gerade angenommen du bist eine Superführungskraft Beispielsweise, ich habe auch vor einiger Zeit mir nach Vorständen gesprochen.

00:22:34: Die fünfmännliche oder sechsmännlichen Vorstandskollegen noch hat und die hat mir dann erzählt du, Julia, ich hatte da echt effizient ständig.

00:22:43: Die Sätze sind mir einfach entfallen und dann sitzt du da und dann denken die anderen was ist denn mit dir los?

00:22:50: Also und dann kannst du natürlich schlecht sagen, ich bin in meinen Wechseljahren, dann wird dir das dementsprechend als Schwäche ausgelegt.

00:22:56: Das heißt also... Du musst wirklich Versuchen das irgendwie zu kaschieren, was sauschwer ist.

00:23:01: Also dementsprechend die Symptomatik ist sehr unterschiedlich sowohl körperlich wie geistig.

00:23:06: aber wie du euch... Aber

00:23:07: kaschierens ja eigentlich immer die schlechteste Variante.

00:23:09: Richtig!

00:23:10: Weil dann also wie jetzt mein Beispiel als ich da nicht wusste dass meine jungen Mitarbeiterinnen aufgrund der Periode halt nicht die volle Performance geben müssen habe ich sie aber trotzdem so bewertet Wie eigentlich alle anderen auch, weil ich mir diese wichtige Puzzle-Information einfach fehlt.

00:23:25: Und das ist ja natürlich irre als jemand der in der Wirtschaft unterwegs ist und will so viel Informationen wie möglich haben um aus allen Gewerken das Optimale rauszuholen.

00:23:34: Wenn dann aber jemand sowas dann halt immer verschweigt oder verschleicht, entsteht noch ein komplett anderes Bild... Aber

00:23:40: du brauchst halt eine Anschlussfähigkeit oder Handlungsfähigkeit, weil es zu wissen was wirst du dann gemacht?

00:23:45: Bonuspunkte gegeben.

00:23:46: Du musst ja quasi ermöglichen, also das hätte ich nicht als eine gute Lösung gefunden sondern eher zu sagen okay was zu verstehen was braucht die Frau in dem Moment?

00:23:54: Was muss das Setting bereitstellen?

00:23:56: und ich glaube da ist es viel

00:23:58: viel einfacher.

00:23:59: Wenn du so eine Fußballmannschaft hast dann musst du dann sagen okay alles klar ich muss die Aufstellung ändern.

00:24:03: Ich brauche ein paar Leute die müssen Strategie ändern.

00:24:06: Du bist jetzt in der Abwehr.

00:24:07: Du kannst heute vielleicht nicht außen bahnen.

00:24:11: Manchmal braucht's auch um Medizinischunterstützung, hormonelle Unterstützung überhaupt diese Optionen rum aufzumachen.

00:24:17: Also einmal erst verstehen, das ist kein ... Brain Fog ist ein super Symptom für nicht im Arbeitskontext also Menopause ist ja so.

00:24:23: man sagt ja ungefähr so einen Drittel der Frauen haben heftigste Symptome ein Drittel so moderaten.

00:24:27: Ein Drittel kommen auch gut so durch ne?

00:24:29: Das ist ja nie once-haz fits all.

00:24:30: das heißt ja nicht alle Frauen betrifft das und Manche haben vielleicht mehr Glück als andere.

00:24:35: aber fast zwei Drittel von Frauen beschreiben auf jeden Fall dass es ihren Arbeitseiltag beeinflusst.

00:24:41: diese diversen Symptome, die wir schon genannt haben.

00:24:43: Und das ist ja schon viel!

00:24:46: Das ist ein Brett.

00:24:46: und vor allen Dingen...das krasse ist beispielsweise du hast ja auch körperliche Faktoren wie Gelenkschmerzen.

00:24:52: jetzt gucken wir auf große Retailer wo die Leute wirklich draußen ich sage mal auf der Fläche im Handel arbeiten müssen.

00:24:58: Ja dass sind auch ganz viele Frauen.

00:25:02: Es ist wirklich so, dass ganz viele von den Frauen irgendwann sagen die gehen dann zum Osteopathen.

00:25:07: Die gehen da zum Orthopäden der sagt dann sie haben nichts.

00:25:10: Gehen Sie wieder nach Hause?

00:25:11: Die Frau geht wieder nachhause?

00:25:12: Dann sagt sie

00:25:12: ich

00:25:12: kann aber nicht mehr.

00:25:14: Für mich ist das körperlich zu viel.

00:25:15: Das tut weh.

00:25:16: Dann reduziert man seine Arbeitszeit oder kündigt gar.

00:25:21: dabei hätte einem ganz einfach geholfen werden können und Das ist eben das, was wir machen mit Peaches.

00:25:27: Wir gehen in die Unternehmen und schaffen die Strukturen, dass Team die Aufstellung damit es funktioniert – damit Frauen eben in diesen jeweiligen Gesundheitsphasen oder dementsprechend auch Entwicklungs- oder Lebensphasen immer wieder in ihre Energie kommen, in ihre Leistung kommen und das eben unterstützt vom Arbeitgeber.

00:25:47: Das hat zwei Vorteile nämlich einmal kulturell, Es geht ja auch viel um Awareness schaffen, was du eben auch schon angesprochen hast.

00:25:55: Du musst viel Awareness schaffen, eben auch bei allen weil es geht eben darum wir sitzen alle in einem Boot und am Ende müssen wir gerade auch die männlichen Führungskräfte eben sagen hey okay alles klar die Zahlen zeigen wohl ziemlich deutlich dass das hier eine hohe Relevanz hat tatsächlich auch auf meinen Unternehmenserfolg.

00:26:14: Und wenn ich gucken will wie ich wirklich wettbewerbsfähig bleibe wie ich mich wirklich am Markt positioniere so dass mein Laden langfrist erfolgreich läuft, dann ist das Thema Frauengesundheit unumgänglich.

00:26:25: Absolut!

00:26:28: Du brauchst halt eine Verständnis für die Aufstellung aber du musst natürlich auch verstehen welche ich sage mal Trainingsmaßnahmen ne Infrastruktur du eigentlich schafft muss.

00:26:37: also wenn wir davon sprechen also fünftig-fünfzig in der Menschheit ja und fünfzig Prozent davon kann eigentlich nicht das volle Potenzial ausverhalten.

00:26:45: es ist natürlich also Produktivitäts Einbußungen, ne?

00:26:47: Wir reden ja hier dann auch einfach um ... für meine Männichkollegen.

00:26:51: Da geht's halt einfach um Kohle!

00:26:52: Die da noch einfach mit zerstört wird so... Aber du musst halt auch einfach verstehen was du auch anbieten kannst und was du halt eben auch machen kannst um eben dem entgegenzuwirken.

00:27:02: das finde ich ist insofern spannend.

00:27:04: was mich interessieren würde wie ihr darüber redet dass Leute die für ich das nicht wissen haken dran.

00:27:10: aber ich höre ein bisschen raus dass es teilweise die frauen auch nicht alle Wissen wir das Thema einfach, weil du magst muss selber Market Making machen.

00:27:18: Das Thema selber vorantreiben und auf das Radar zu machen.

00:27:21: Wo stehen wir da jetzt mal ganz naiv gefragt an Wissensstand?

00:27:25: Dass wir eigentlich individuelle Angebote bei female herrschen verstehen wir in Deutschland.

00:27:31: Soll ich dir das ehrlich verantworten oder die soll es

00:27:35: nicht diplomatisch?

00:27:37: Ich habe eine extra dumme Frage gestellt, die aus einer Rheime Unwissenheit.

00:27:41: Also ich möchte maximal aufgeschlaut werden.

00:27:43: Ja also ist etwas was Ne?

00:27:45: Also, Thorin du grüßt dir den siebzen Prozent jetzt nicht wissen oder ist das wirklich ... reden wir hier von der also...

00:27:50: Also ich würde sagen Wir sind bei fünf Prozent.

00:27:55: Okay!

00:27:55: Das ist ... Siegt mich für keinen schlechter als ich gedacht

00:27:58: hätte.

00:27:58: Würde ich sagen Ich würde sagen und zwar also...

00:28:01: Fünf Prozent was genau?

00:28:02: Also

00:28:04: dass die Unternehm' also Du hast

00:28:05: wirklich... Unternehmen

00:28:06: oder in...?

00:28:07: Also du hast.. Ich glaube es geht.

00:28:09: Es ist so viel Luft nach oben in den Unternehmen.

00:28:11: Ich weiß ja In welchen Unternehmen wir sind Und ich weiß auch sehr gut über Deutschland verteilt, wer was macht.

00:28:18: Es geht noch ganz viel nach oben weil gerade das Thema Female Health wird.

00:28:23: vielleicht wenn wir auf die Unternehmen gucken wird sicherlich teilweise beispielsweise Weltfrauentag ist bald wieder.

00:28:31: Dann kann ich euch sagen, läuft mein Telefon heiß.

00:28:34: Weil es dann darum geht Vorträge in den Unternehmen zu machen was super wichtig ist um Awareness überhaupt für das Thema zu schaffen.

00:28:39: aber würde es dir reichen wenn du in deinen Wechseljahren steckst und wir einmal im Jahr darüber reden?

00:28:45: Nee!

00:28:45: Du brauchst eine regelmäßige Unterstützung, du brauchst Zugänge zu guten Experten, du braucht vielleicht auch eine regelmäßig Begleitung.

00:28:52: Es gibt viele Dinge die sozusagen in anderen Feldern, beispielsweise Mental health.

00:28:58: Da haben wir in fast allen großen Firmen und in allen Mittelständen schon für eigentlich schon gute Angebote.

00:29:03: Wenn du aber in dem Bereich Female Health guckst dann hast du wenn du Glück hast einfach schon ich sag mal ein gutes Vortragsangebot was jährlich einmal ausgeheult wird Aber keine Unterstützung wo du sagst das ist strategisch Das wirkt sich wirklich auf die Potenzial.

00:29:22: Diese fünf Prozent beziehen sich jetzt auf Unternehmen.

00:29:25: Aber wenn ich sagen würde, wir machen jetzt mal wie viel Journalisten und Journalistinnen wissen das?

00:29:31: Wie viele Mitarbeiter und vor allem Mitarbeitenden

00:29:34: wissen das auch.

00:29:35: Also es gibt ja vorn bis eine Periode, wie gesagt Kinderwunsch.

00:29:40: Nehmen wir mal diese wirklich die vier wichtigen Mitarbeiter.

00:29:45: Da sind wir deutlich höher.

00:29:47: Also ich würde sagen, da sind wir sicherlich in so einem Bereich... vielleicht fünfzig Prozent, sechszig Prozent?

00:29:53: Vielleicht so?

00:29:55: Der Frauen oder alle Mitarbeiter?

00:29:57: Oh, bruh!

00:29:59: Ja nee also fünfzig percent würde ich den Herren jetzt nicht geben.

00:30:02: Also da würde ich eher auf die Frauen setzen und das sozusagen in der Gesamtheit sehen.

00:30:07: aber wenn du wieder die Herren alleine betrachtest was nicht biologisch ihr Thema ist, ist das natürlich auch schwierig.

00:30:14: Und

00:30:14: du hast eine Frage gekommt ja so daher war ich eben meinte viele Frauen verstehen die Symptome nicht?

00:30:18: Genau.

00:30:19: Eigentlich würde sagen achtzig neunzehnt Prozent der Frauen weiß dass es zum Beispiel eine Menopause gibt wenn du in den Moment reingerätst es ist ja ein fließender Prozess und dass du in dem Moment vielleicht nicht sofort verstehst oder alle Symptomen dann zusammenbringst.

00:30:31: das ist die Herausforderung.

00:30:33: Ich finde aber auch wir müssen mit der Formulierung aufpassen weil du meinest die können fünfzig Prozent kann ich ihr Potenzial entfalten finde ich eine schwierige Formulierung.

00:30:41: Ich sage meinem Patientin auch immer gerne, vielleicht muss sich was verändern?

00:30:45: What brought you here won't get your

00:30:46: there?".

00:30:46: Sie müssen vielleicht anders arbeiten oder ihre Tempo-Strukturen ändern.

00:30:52: Aber direkt zu sagen so ist es irgendwie... sie funktionieren nicht mehr so und das müssen die anderen jetzt wissen und sie ein bisschen schonen, finde ich, eine schwieriger Haltung.

00:31:00: Ich hab

00:31:04: das jetzt überspitzt, aber das ist immer wichtig.

00:31:06: Weil dann so, oh ja Sie haben die Wechseljahre, ich find es ist wichtig auch den Frauen Möglichkeiten an die Hand zu geben und was ihr macht, was viele Firmen drumherum machen wo ich mitkrieg das Thema Wächs total weil der Markt so groß ist.

00:31:19: Die Frauen sind die best ausgebildeten im Berufskontext.

00:31:23: Das hat ihre Familie gut auf dem Weg gebracht wenn sie eine haben oder sind privat gut aufgestellt Und das ist ja die Lebensphase, wo du dann nicht sagen willst okay jetzt werde ich irgendwo geparkt.

00:31:32: Ja und ich darf an dieser Stelle vielleicht auch spoilern wir haben eine Studie gemacht.

00:31:37: Also die ist noch nicht draußen aber ich spoiler jetzt an dieser stelle eine wichtige Zahl.

00:31:42: Das Thema ob Unternehmen wirklich, ob es wirklich funktioniert?

00:31:48: Und eben diese Frauenfreundlichkeit, Familienfreundheit.

00:31:50: Die hängt an zwei großen Fäden oder ob Frauen wirklich Karriere machen können.

00:31:54: Der eine Faden ist, wie das Mindset der männlichen Führungskräfte ist.

00:32:00: Weil halt Männer eben oftmals in diesen Führungspositionen sind.

00:32:03: Das heißt es ist wirklich wichtig tatsächlich Männer in dem Hände auch aufzuschlauen.

00:32:07: und B – Wie viel Angebote zum Thema Frauengesundheit gemacht werden?

00:32:13: Überraschungen!

00:32:13: Und da sind wir wieder bei den Unternehmen die noch lange nicht, weil an diesem Punkt sind dass sie diese Notwendigkeit sehen.

00:32:21: Weil Sie sagen was ist das denn jetzt hier für ein Chichi?

00:32:25: Ich weiß nicht Sportbenefit sind doch viel relevanter.

00:32:28: beispielsweise dabei würde ich jetzt sagen natürlich aus meiner Brille heraus.

00:32:35: dieses ganze thema female health wird so groß werden wenn in der nemen da jetzt nicht reingehen.

00:32:41: nur als beispiel was du gerade gesagt hast sieben und siebzig prozent der frauen in den wechseljahren brauchen drei jahre um die beschwerden richtig zuordnen zu können.

00:32:50: genau dass das meint ich also quasi awareness für zum einen die herausordnung des problemen dann aber auch ein wissen was lösungsdeke sein kann.

00:33:00: das ist ja auch.

00:33:01: nur kannst ja manchmal das problem verstehen aber wenn du im prinzip Nicht die Zeit hast, weil du halt noch herarbeitest mental load und so muss ja auch die zeit haben überhaupt zu recherchieren was.

00:33:12: es gibt eine angebote.

00:33:13: Und dann sind das auch manchmal finanzielle fragen zum beispiel ob du dir dann eben auch diese lösungsangebote dann auch privat leisten kannst.

00:33:20: von deinem netto gehalt oder gibt es da immer andere möglichkeiten bin ich als arbeitgeber natürlich auch in der pflicht zu sagen okay es gibt einfach sachen In der deutschen Steuerwirtschaft, ne?

00:33:29: Die machen halt in einer Art und Weise halt gar keinen Sinn.

00:33:32: Nämlich dass Leute das aus ihrem Netto gehalten hat bezahlen.

00:33:34: Und für dich als Betriebsausgabe halt super viel Sinn vor allem weil es ja noch die Produktivität wieder steigert.

00:33:38: Das sind da alles Sachen.

00:33:40: dafür brauchst du erstmal ein Verständnis.

00:33:41: Total!

00:33:43: Und das finde ich würde jetzt auch diese Chance nutzen bei vielen fünfzig Prozent unserer Podcast zu höre.

00:33:49: Ja?

00:33:50: Sind ja Männer... ...und die verstehen glaube ich das jetzt auf der Meta-Ebene.

00:33:54: aber was sind denn so fünf Handlungsfelder, Lösungsansätze.

00:33:57: Wenn du die anbieten könntest in dein Unternehmen integrieren könntest um dann auch aktiv zu sein eben nicht nur Shishi und wir sitzen in einem Kreis und werfen uns Bälle zu.

00:34:08: also was sind denn so?

00:34:09: kann ich?

00:34:09: Was ist so plastisch angepasst?

00:34:10: damit jetzt auch ihr für mich fifty Prozent?

00:34:17: Wir machen mal das Einfachste.

00:34:19: Das ist diese Benefits-Plattform, die wir geschaffen haben.

00:34:23: Wo du für alle Lebensphasen und Themen die perfekten Mediziner zugänglich machst.

00:34:33: Zum Beispiel, weil Männer möchten auch Zahlen hören ... Pro Mitarbeiter pro Jahr?

00:34:41: Hier ist er so!

00:34:45: Drei und fünfzehn Euro.

00:34:48: Ich mein, was ist denn das?

00:34:49: Das

00:34:49: meine ich ja.

00:34:49: Genau!

00:34:50: Das ist

00:34:50: doch nichts... Also ich mein, das würde ich gekauft oder zack hacken hinter.

00:34:54: Da habe ich schon mal einen Mega-Deal mitgemacht.

00:34:56: so dann müssen wir irgendwann mal auf das Thema Prozesse Strukturen gucken wie es beispielsweise in meinem Reboardingprozess.

00:35:03: wie viele Frauen verliere ich in der Elternzeit?

00:35:05: jede dritte Frau kündigt in der Elternzeit Wie scheiße isst denn

00:35:08: das?!

00:35:09: Ich meine da mache ich mir vorher hier super Gedanken über weibliche oder female Talents.

00:35:13: mach hier sonst was für Saltos vorher im Employer Branding super frauenfreundlich rüberkommen und super fancy hier die tollen Frauen einstellen.

00:35:21: Und dann verlieh ich sie alle wieder in der Elternzeit also spätestens zum Beispiel solche Prozesse, die müssen richtig sitzen da muss richtig Bindung sein in der Elternzeit.

00:35:30: nicht von wegen wir sehen uns in einem Jahr wieder machen Sie sich es nett Wir laden sie ab und zu mal zur Firmeveranstaltung ein sondern da muss Richtig Bindungen rein Da müssen Möglichkeit Hier

00:35:39: auf dem Server liegen.

00:35:39: alle Präsentationen vom Netzen ja genau

00:35:42: aber weiß da muss auch sowas rein und das sind so net.

00:35:45: das ist strategisch.

00:35:47: Das heißt du hast zum Beispiel einen perfekten Schwangerschafts-Reboardingprozess.

00:35:51: Dann müssen wir natürlich über das Thema funktionierende Teilzeitmodelle sprechen, ja?

00:35:57: Also sind das so Modelle die man dir anbietet und dann veränderst du in irgendeinem Teilzeit-Modell und hast den Mutti-Stempel auf der Stirn.

00:36:05: oder ist das wirklich ein funktionierendes Modell wo du nach wie vor nach Performance bewertet bist oder wirst du nicht mehr auf geile Projekte gestaft etc.

00:36:15: dann hast du natürlich auch wieder die Phase, wo du eben sagst Top-Job Sharing.

00:36:21: Also wie viele Leute sowohl Mann als auch Frau sagen denn später ey ich hab eigentlich ist mein Job richtig geil!

00:36:28: Aber ich kann keine achtzehn Stunden mehr die Woche arbeiten.

00:36:30: Das funktioniert einfach nicht mit Kindern, sonst bin ich bald auch Single und habe auch gar keine Familie mehr.

00:36:36: Und ich glaube auch im Thema Top-Job Sharing müssen wir viel besser sein wirklich diese Job Sharing Angebote zu entwickeln.

00:36:43: Es ist natürlich ein riesen kulturelles Thema.

00:36:45: also da wieder es muss an der Kultur gearbeitet werden.

00:36:49: dass du eben siehst beispielsweise in Skandinavien um vier ist mal kurz Ruhe in den Büros und das ist total in Ordnung!

00:36:57: Es ist in der Zeit in deutschen Büros so, wenn du als Frau sagst, du gehst um zwei dein Kind aus der Kita abholen.

00:37:02: Dann werden sicherlich ein paar Augenrollen.

00:37:05: Machst du das als Papa?

00:37:06: Standing ovation!

00:37:10: Ja,

00:37:10: sorry.

00:37:10: Was ist denn das für ein Scheiß?

00:37:12: Wo ich denke... Ich freue mich, wenn jeder Mann den Mut hat mittlerweile zu sagen, ich erzähle das aber es ist nicht richtig und das muss normal werden und da müssen wir hin.

00:37:25: Und jetzt haben wir gesagt, dass kann gut funktionieren.

00:37:27: Das war eine klare Antwort auf.

00:37:29: was können Führungskräfte, männliche Führungskräfte tun wissen.

00:37:32: Was sind so No-Gos oder Fails du erlebt hast?

00:37:35: also was sollte man auf keinen Fall machen?

00:37:38: das als Frauenthema lassen.

00:37:40: Also ich erlebe halt ganz viele Unternehmen, die sagen ja wir machen das nur in unserer Frauengruppe?

00:37:45: Ja dass ist ein guter Anfang um vielleicht Awareness zu schaffen und vielleicht den richtigen Stakeholder reinzuholen, die dann dementsprechend das auch an die Unternehmen tragen können.

00:37:52: aber Fakt ist es müssen alle Unternehmen oder alle Mitglieder oder Mitarbeiter im Unternehmen nachher dieses sagen ja klar wir sind Frauen- und Familienfreundliches Unternehmen.

00:38:03: Ich will auf Familie haben!

00:38:04: Ich habe auch eine Frau Zuhause sitzen die vielleicht nicht mehr in ihrer Karriere ist, wo ich sozusagen vorangegangen bin.

00:38:10: Und jetzt kommt sie nicht!

00:38:11: Ich meine wir kennen es doch alle und das...