ADHS bei Erwachsenen: Nur Hype oder unterschätztes Leiden? | Johanna Hofer von Lobenstein

Shownotes

Auf Plattformen wie TikTok erreicht das Thema ADHS mittlerweile Milliarden von Aufrufen. Doch handelt es sich dabei wirklich nur um eine „Mode-Diagnose“ oder steckt das Verstehen einer bisher unterdiagnostizierten Erkrankung dahinter? Um all diese Fragen und weitere Mythen aufzuklären, ist die Psychotherapeutin Johanna Hofer von Lobenstein zu Gast. Sie betreibt in Düsseldorf eine Praxis, die sich auf ADHS spezialisiert hat und kennt die alltäglichen Herausforderungen der Betroffenen.

In dieser Episode erfährst du:

  • Das Spektrum der Neurodivergenz: Was es eigentlich wirklich bedeutet, wenn das Gehirn „anders“ tickt und warum ADHS weit mehr ist als das veraltete Klischee vom “Zappelphilipp”.
  • Die gewaltige Dunkelziffer: Warum so viele Erwachsene ein Leben lang durchs Raster fallen und erst spät (oder nie) erfahren, was wirklich hinter ihrer inneren Unruhe steckt.
  • ADHS bei Frauen & der „Masking“-Effekt: Wieso die Diagnose gerade bei Frauen chronisch übersehen wird und mit welchen extrem kräftezehrenden Strategien diese ihre Symptome im Alltag tarnen.
  • Selbstdiagnose vs. Profi-Check: Wieso man TikTok-Videos und Online-Tests kritisch hinterfragen sollte und was der massive Engpass bei offiziellen Diagnostik-Terminen für Betroffene bedeutet.
  • Leidensdruck oder Superkraft? Wie sich Anzeichen von ADHS im Alltag anfühlen und ab welchem Punkt die Neurodivergenz im Job sogar zum Vorteil werden kann.

Aus dieser Folge:

Website Psychotherapie Hofer von Lobenstein: https://www.psychotherapie-hvl.de/

Werbung in eigener Sache: Am 22.09. launched Anne ihr Kartenset “Longevity für Frauen” - jetzt vorbestellen: https://riva-store.de/longevity-fuer-frauen/

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Die Ärztin & Der Nerd

Longevity Germany

From The Future

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Produziert von Podstars by OMR.

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Eine Brand FROM THE FUTURE

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich bin jemand, der sich für schnell, für Dinge begeistern lässt.

00:00:03: Der in manchen Dingen extrem fokussiert im Flow arbeiten kann aber gleichzeitig für andere Dinge überhaupt nicht interessiert.

00:00:10: was mir jetzt schon öfter mal gesagt worden ist du hast doch bestimmt ADHS.

00:00:13: Die meisten Menschen mit ADHS haben wirklich ein Thema mit Selbstwerten.

00:00:17: also die haben ganz früh schon die Erfahrung in der Kindheit gemacht ich bin anders ich funktioniere irgendwie anders.

00:00:23: ich fall auf vielleicht und ich bin zu viel zu laut.

00:00:28: Die allermeisten Patientinnen, die da sitzen, fangen aus Erleichterung an zu weinen.

00:00:32: Aber sie sagen, ich verstehe mich endlich besser.

00:00:35: Das sind Menschen, die haben ihr Leben lang ganz feste Annahmen über sich selber und dann zu wissen ... das ist keine Charakterschwäche oder so, die ich habe.

00:00:45: Sondern das nennt sich ADHS, das gehört zwar auch zu mir.

00:00:48: Es gibt ja viele Mythen um das Thema.

00:00:50: So ein bisschen ketzerisch, was mal gesagt wird.

00:00:53: ADHS nur eine Modi-Diagnose.

00:00:56: Willkommen bei

00:00:57: Die Ärztin

00:00:58: und der Nerd.

00:00:59: Powered

00:01:00: by Longevity Cities, der größten Langevity-Community mit monatlichen Real-Life-Events in über dreißig Städten von München bis New York.

00:01:08: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von die Ärzte und der nerd!

00:01:11: Ich bin die Ärztinn...

00:01:12: ...und ich bin der Nerd.

00:01:13: Und heute haben wir ein Thema, das habt ihr euch schon super häufig gewünscht.

00:01:17: Das haben wir uns schon lange gewünscht und ich hab auch noch ein bisschen ganz kurz nachgeguckt... ...das ist auch ein Thema das ziemlich trenntet!

00:01:24: Nämlich das Thema ADHS auf Englisch auch ADHD.

00:01:28: Auf TikTok gerade vierunddreißig Milliarden Aufrufe und auch in Deutschland fünfhundert Millionen Aufrufen.

00:01:33: also irgendwie scheint das Thema zu interessieren, auch auf Social Media Und wir sehen so Zahlen, dass das ja auch eine Erkrankung ist.

00:01:41: Die viele Menschen betrifft aber auch noch hohe Dunkelziffer hat.

00:01:44: also wenn wir so sagen es gibt irgendwie drei bisschen...

00:01:46: Oder die denken, dass sie getroffen sind?

00:01:48: Genau und das ist auch was, was wir heute mal auflösen wollen weil wenn wir sagen okay drei bis vier Prozent der Erwachsene betriffte dann kann es sein, dass wir die zahlen eigentlich... Ja, man liest so was wie fünfzig Prozent unterschätzen.

00:01:59: Wir sehen auch immer mehr Erkrankungen die diagnostiziert werden im hohen Erwachsenalter.

00:02:02: aber wie Touren schon angeteasert hat es ist oft ja eine Abgrenzung zu was ist wirklich krankheitswürdig?

00:02:08: Was ist nur Symptomlast?

00:02:09: Naja und da Touren und ich das nicht so gut auflösen können haben wir heute eine Gästin da!

00:02:13: Ich sage herzlich willkommen liebe Johanna.

00:02:16: Ja, schön.

00:02:17: Dass ich hier sein kann!

00:02:18: Johanna ist psychotherapeutische und hat eine ganz große Praxis im Herzen von Düsseldorf die eben auf ADS spezialisiert ist Und sie wird uns mal ein bisschen durchnehmen.

00:02:29: Was ist das überhaupt?

00:02:30: Wie erkennt man das, was sollte man aber auch wissen.

00:02:33: Ja vielleicht im Umfeld wie geht man damit um?

00:02:34: also wir werden da richtig ein Diebdive machen.

00:02:37: und bevor du da ja wirklich ausführlich berichtest was du in deiner eigenen Praxis machst und gelernt hast Toran warum interessiere ich dich das Thema eigentlich so sehr?

00:02:47: Ja, mich interessiert es natürlich aufgrund der Tatsache was du gerade gesagt hast.

00:02:51: Ich kriege auch eigentlich wöchentlich Content ausgespielt zum Menschen die Neurodivergent sind und die ADHS haben vor allem im Kontext von der AI-Revolution dass das die Einzigen sein werden die quasi diese AI Roboter überleben werden weil sie diese Fähigkeiten besitzen.

00:03:06: Und es begegnet mir natürlich auch viel im Alltag, jetzt gerade tatsächlich vor den siebzehn Minuten erst.

00:03:10: Als ich Frühstück war mit einem guten Freund, dem Philipp Bündel, dem das hier alles gehört und ich ihn erzählt habe ja heute nehmen wir das in das auf und rede über ADHS und er direkt so ahja super spannendes Thema.

00:03:20: viele Leute denken das ja dass die das haben.

00:03:22: also Ich hab das safe du auch ne?

00:03:23: Ist okay.

00:03:24: Eigendiagnose Ja und fremd.

00:03:26: Diagnose ist auf mich drauf wo ich aber dann kurz natürlich inne gehalten habe weil es kein Geheimnis ist dass das schon auch etwas ist was mir schon öfter mal gesagt worden ist, du hast doch bestimmt ADHS.

00:03:38: Und ich eigentlich der Felsenfest überzeugen muss ich nicht hab und ich hab auch schon natürlich ... Ey Leute jetzt gibt's zu viele Online-Tests die man dazu machen kann ja?

00:03:45: Und wirklich so mit richtigen Tricks.

00:03:46: Einmal einen Freetest kriegst du dann nach siebzehntausend E-Mails ne?

00:03:50: So eine Subscription für ein Ja oder so.

00:03:52: Da ist eigentlich auch eher die Diagnose das ich tendenziell eher nicht habe.

00:03:55: aber klar, ich bin jemand der sich schnell für Dinge begeistern lässt, ähm... Der in manchen Dingen extrem fokussiert im flow arbeiten kann aber sich gleichzeitig für andere dinge überhaupt interessiert.

00:04:06: also ich sage mal so notar verträge lesen.

00:04:10: Wirklich das ist wirklich eine andere sprache.

00:04:12: und gleichzeitig treffe auch mal leute die sagen sie haben auch der es sehr junge leute Klamm auch vielleicht meine Schwester, vielleicht nicht.

00:04:20: Wir wollen hier ja keine personenbezogenen Grenzen überschreiten doch du bist das.

00:04:25: Deiner Familie wo wir alles drüber fahren?

00:04:28: Dann auch immer dann so sagt, nee ich kann das ja nicht ab der ADHS und nicht zu.

00:04:31: Du hast ein eins Komma zwei Abi-Durchschnitt.

00:04:33: So!

00:04:34: Und jetzt würde die sagen, es hat doch damit nichts zu tun und vielleicht ist heute der Tag, wo all diese Sachen aufgeklärt werden Wenn der Wissenslücke rausgeht.

00:04:44: Ich hoffe nicht, sondern rein gehe vielleicht?

00:04:47: Aber nicht raus!

00:04:49: Wo wir die mal füllen.

00:04:50: Es gibt ganz viele Gespräche darüber.

00:04:53: Viele Menschen finden sich in vielen Aspekten wieder und deswegen auch wichtig, dass man systematisch anzuschauen.

00:05:00: Deswegen würde ich sagen, wir warten ja nicht länger.

00:05:02: Wir gehen direkt rein.

00:05:10: Hallo zusammen, hier ist Laura von Longevity CDs.

00:05:13: Wir sind eine wissenschaftsbasierte Longevity Community mit Chaptern in Deutschland, Österreich und der Schweiz um organisieren kostenlose Imperson-Events für alle die sich für Longevit interessieren.

00:05:24: wir stellen gerade das Lineup unserer nächsten Event zusammen und suchen dabei sowohl nach Spiekern als auch nach Locations.

00:05:31: wenn ihr aus Spieker Auftritte möchtet oder eine geeinete Location habt meldet euch gerne bei uns.

00:05:38: einfach auf Webseite gehen, doch findet ihr ein Formular über das ihr euch bei uns meldet den Künd.

00:05:45: Und jetzt zurück zu euch Anne und Thorn.

00:05:48: Sprechstunde!

00:05:54: Ja liebe noch Johanna du hast eine eigene Praxis die heißt auch Psychotherapie.

00:05:58: Hofer von Lobenstein ist seit wie vielen Jahren schon?

00:06:02: Wir sind jetzt zwei Jahren auf ... Genau.

00:06:04: Ja,

00:06:04: mitten in Düsseldorf und vielleicht noch ein bisschen Kontext dazu.

00:06:08: Wir kennen uns über eine gute gemeinsame Freundin, die auch Psychotherapeutin ist.

00:06:12: Und wie man dann so trifft, private Feiern redet.

00:06:15: Man doch etwas über Arbeit.

00:06:17: Ich wusste, dass du einen Schwerpunkt auf ADS hatte.

00:06:19: Hab mal Patientinnen zu Diagnostik, weil du da spezialisiert bist, mal zu dir geschickt.

00:06:23: Deswegen weiß ich, dass Du ne krasse Expertise hast.

00:06:26: Erzähl doch mal, wie kamst du dazu, diesen Schwerpunkte für dich zu entdecken?

00:06:31: Ja, also ich bin damit schon in meiner Ausbildung und Berührung gekommen.

00:06:35: Ich habe einen Teil meiner Ausbildungen in einer Praxis gemacht die auch darauf spezialisiert ist und hab da relativ schnell gemerkt dass mich das Thema irgendwie total reizt und begeistert hat sich dass ich da irgendwie schnell merke dass der viele Themen sind die mich irgendwie bewegen aber gleichzeitig auch gemerkt habe, dass da wirklich eine wahnsinnige Unterversorgung ist.

00:06:53: Das ist ja in der Psychotherapie sowieso der Fall an ganz vielen Stellen und das da einfach Behandlung fehlt.

00:07:00: Aber beim Thema ADHS und gerade ADHS Diagnostik ist da noch eine größere Unterversorgnung also, dass die Wartelisten bis zu zwei Jahren sind.

00:07:08: Dass es sehr wenige Praxen gibt, die das überhaupt anbieten.

00:07:12: Und ich hab auch gemkt, ein Frauenthema geworden ist, sodass das einfach ganz viele Frauen nachholen und beschäftigt.

00:07:21: Und genau all das glaube ich hat mich an dem Thema total begeistert.

00:07:25: Ich habe auch gemerkt dass viel in meinem Umfeld tatsächlich sich auch ADHS tummelt.

00:07:30: also das heißt scheinbar ziehe ich auch im privaten den Menschen an die ja die adhs haben Genau.

00:07:37: Und so kam das, dass ich dann in meine eigene Praxis gesagt hab, dem will ich nachgehen und diese Unterversorgung irgendwie begegnen und das anbieten bei

00:07:46: mir.

00:07:46: Was glaubst du, warum das gesellschaftlich gerade so sichtbar wird?

00:07:48: Also Social Media ist ja wirklich immer ein Abbild, was grad in der Gesellschaft die Leute auch umtreibt.

00:07:53: Ich glaube, dass es aus einem bisschen dieser Aspekt den Du gesagt hast, viele erkennen sich wirklich in sehr vielem Wider.

00:07:59: Ganz viele Aspekte davon ... Erlebt ja auch jeder.

00:08:02: Jeder vergisst mal was, jeder ist mal ein bisschen chaotisch oder unkonzentriert und wir neigen inzwischen alle dazu wirklich ständig im Handy zu sein um uns in Schwierigkeiten zu haben irgendwie lange auf eine Sache zu konzentrieren.

00:08:15: aber ich glaube der große Unterschied ist den du ja vielleicht auch gerade so ein bisschen schon angesprochen hast es nicht das Baste Wie gesagt, ein bisschen mal was vergessen.

00:08:26: Sondern das wieviel und wie viel Beeinträchtigung das bedeutet?

00:08:29: Also ich glaube da werden wir jetzt wahrscheinlich gleich nochmal drüber sprechen.

00:08:33: aber es ist erst mein Thema mit dem sich viele identifizieren können.

00:08:37: Aber würdest du auch sagen so die Dunkelziffer, die geschätztes Fünfzig bis Achtzig Prozent habe ich gelesen dass das schon so ein bisschen da auch realistisch ist im Erwachsenenalter vor allem

00:08:46: Das kann ich natürlich nicht genau sagen, weil bei mir ist natürlich absolut dabei.

00:08:50: Ich erlebe ja gerade nur das Thema.

00:08:53: Da hat wirklich wahnsinnig viele Patienten, die das jetzt nachholen.

00:08:56: Ich merke das auch in meiner eigenen Praxis.

00:08:58: also wir haben wie so Newsletter auf dem man sich schreiben kann und darüber da schicken wir dann eine E-Mail raus dass wir wieder Termine verfügbar haben und da sind wirklich inzwischen Tausende drauf in diesem Newsletter.

00:09:10: Und wenn wir eine E mail verschicken jetzt gibt es wieder termine Dann sind sie wirklich innerhalb von Sekunden vergeben.

00:09:15: beschäftigt wirklich wahnsinnig viele.

00:09:18: Ich glaube auch, dass die Dunkelziffer recht hoch ist.

00:09:20: Dass es sehr viel unterdiagnostiziert wurde.

00:09:23: Muss auch sagen, dass das von den Viertausenden bis zu den Zweiundzwanzig um das Dreifache gestiegen ist, also das Diagnosenvergebenzücken.

00:09:30: Aber was nicht heißt, dass jetzt mehr auftaucht?

00:09:32: Sondern dass es wahrscheinlich wahnsinnlich unterdignostiziert ist.

00:09:35: Ja und wie man das diagnostiziert nicht im Selbsttest, was natürlich viel so verleitet wird erst mal...

00:09:40: Was sicherlich auch ein Grund dafür ist, warum es zuviel Volumen dazu gibt weil Leute natürlich Indizien

00:09:45: sammeln, ne?

00:09:46: Indiziensammeln

00:09:47: die Möglichkeit haben.

00:09:48: Ich sage ja immer Technologie demokratisiert dir auch ein Stück weit.

00:09:51: also quasi vor musstest du jemanden kennen, der jemand gekannt hat und dann hast du einen Termin bekommen.

00:09:55: Zwei Jahre Warteschleife ist natürlich dann nicht in errennt zu dem was jemand isst, der eher ungeduldig ist.

00:10:01: das heißt Du hast da quasi die ganzen Free-Tests Und dann glaube ich weiß warum auch spannend es ist.

00:10:07: wir reden ja immer von Multikrisen.

00:10:09: Also bei vielen Leuten läuft's gerade auch nicht so perfekt, wie sie es vielleicht wünschen im Job.

00:10:14: Und dann vielleicht ... ich polisiere jetzt mal eine Ausrede zu haben oder einen Grund, woran das vielleicht liegen könnte.

00:10:21: Jetzt glaube ich auch noch als Heilendes nach Motto Ich kann da gar nichts für!

00:10:25: Das ist die Welt.

00:10:26: Aber wir kommen ja bestimmt gleich drauf an.

00:10:27: was ist denn eigentlich?

00:10:28: Genau.

00:10:30: Wir sollten einmal sprechen, was ist auch ne saubere Diagnose?

00:10:32: Was macht man da überhaupt?

00:10:33: Was erfordert das?

00:10:35: Doch bevor wir da jetzt schon wieder so reingehen in Zahlen und

00:10:38: Tests

00:10:39: Vielleicht ganz wichtig, wir haben jetzt schon den Begriff erwähnt.

00:10:42: Und in dem Kontext auch schon Neurodivergents ist schon gefallen?

00:10:44: Lasst doch mal der Reihe nachgucken!

00:10:46: Was bedeutet es, NeuroDivergent zu sein?

00:10:48: Genau also Neuro Divergens bedeutet erstmal das... Also übersetzt vielleicht ganz einfach, jedes Gehirn tickt anders.

00:10:55: Es gibt eine große Varianz an neurobiologischen Ausprägungen.

00:10:59: also so wie es auch eine Varianz gibt generell bei Menschen, wie wir aussehen was wir für Charaktereigenschaften haben gibt's das eben auch in der Neurobiologie.

00:11:08: und das bedeutet erstmal diese Vielfalt.

00:11:12: und neue Divergent zu sein bedeutet zum Beispiel ADHS zu haben Autismus sein oder so was wie Hochbegabung.

00:11:20: Oder Diskalkulier, das bedeutet dann dass man eben von den Neurotypen abweicht

00:11:25: und wir haben in dem Kontext immer diese Bezeichnung jemand ist auf dem Spektrum oder im Spektrom.

00:11:31: Wie hängt das zusammen mit dem Begriff?

00:11:33: Genau.

00:11:33: Bei der Neure, die wir gerne ... Zum Beispiel bei Autismus oder eben auch ADHS ist es so, dass das Spektrum Störungen sind.

00:11:39: Das heißt, das sieht nicht bei jedem gleich aus und dann kann eine große Vielfalt innerhalb der Störung sein wie sich die Symptome zeigen.

00:11:48: Manche Menschen sind leichter betroffen, manche sind schwerer betroffene, manchen zeigen genau diese Symptom.

00:11:54: die gar nicht oder für andere.

00:11:56: Es ist auch da in der Störung eine große

00:11:58: Varianz.".

00:11:59: Was so zeigt, wie schwer es das ist und zu gucken was es wirklich diagnosewürdig wo es der Leidensdruck auch?

00:12:05: Weil viele der Dinge oder Symptome, die wir angesprochen haben können ja auch ein totaler Skill sein sind ja auch einen totaler Schatz im Flow zu sein sich fokussieren und hyperfokus haben zu können.

00:12:14: Das ist in den Begriffen oft so drin, dass es oft sehr negativ konnotiert.

00:12:18: Es geht um Defizite, es geht um das Abweichen von der Norm Und das ist vielleicht auch wichtig dass wir auch heute ein bisschen besser verstehen.

00:12:26: Ja, selbst wenn man vielleicht mit einer Diagnose da sich auseinandersetzt, das ist ja auch eine Ressource irgendwie sein da.

00:12:32: Absolut!

00:12:32: Also ich glaube dafür ist es so wichtig, dass man das über sich weiß und damit arbeiten kann und dass man sich dann eben auch Hilfe suchen kann und das für sich auch einordnet.

00:12:42: Ich glaube es immer wichtig auf der einen Seite zu sagen, das kann mit wahnsinnigen Stärken hergehen und mit richtiger Behandlung kann hat man auch wirklich genau dahinschauen.

00:12:50: Es ist auch wichtig, es nicht zu romantisieren.

00:12:53: Ich glaub vor zwei Tagen hat Heidi Klum erzählt, sie hat ADHS und dann hab ich natürlich auch gedacht ... Sie hat gesagt das ist meine Superkraft, damit bin ich so erfolgreich.

00:13:05: Und da hab ich gedacht, fernhaft, wahrscheinlich ist das wirklich was, was ihr dient?

00:13:12: Basiflexibel, dann total offen für Menschen.

00:13:15: Spontan.

00:13:16: Aber sie hat natürlich auch ... Ich weiß nicht wie viele Assistenten die ihren Tag strukturieren?

00:13:22: Ja!

00:13:22: Ganz viel Tools zur Seite stellen damit sie überhaupt so sein kann, wie sie ist.

00:13:27: Deswegen das ist natürlich ja auch ein bisschen eine Frage von Privilegien und von Umwelt, ob was ist, was er eine Superkraft ist oder wirklich leidend

00:13:35: super wichtig.

00:13:36: Vielleicht würde mich auch total interessieren vielleicht am Ende, dass wir mal gucken, was kann man denn tun wenn das Team hat, um sein Leben zu managen.

00:13:42: Das ist auch total wichtig.

00:13:44: Einmal über sich zu wissen bin ich betroffen.

00:13:46: Ist es wirklich was?

00:13:47: Was so ein bisschen wie einen Puzzle sich zusammensetzt, wo ich immer dachte, ach, das ist so ... Ich finde mich da jetzt grad immer wieder und dann aber auch was kann ich tun oder wie kann ich mein Leben gestalten.

00:13:57: Okay also Neurodivergents!

00:13:59: Wirklich so ein bisschen Blumenstrauß, viel zugehört und ADS gehört dort runter.

00:14:04: Und jetzt erkläre gerne noch mal wirklich für ganz ... Nicht KollegInnen, sondern für unsere Zuhörerinnen, die das immer wieder so lesen, aber sich vielleicht dann auch gar nicht genau die Frage gestellt haben, was ist auch Diagnose-Kriterium?

00:14:16: Was muss da sein um diese Diagnosik zu vergehen?

00:14:21: Also ADHS ist erstmal ganz grundsätzlich eine neuroentwicklungsbedingte Störung bzw.

00:14:26: Variante, wir sagen Störung weil es wirklich eben auch zur Beeinträchtigung führt.

00:14:30: Schöner ist natürlich eine Variante zu sagen und die großen drei Bausteine von ADHS sind Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität und Impulsivität.

00:14:40: Und darunter fallen ganz unterschiedliche Symptome.

00:14:43: also Vor allem sind die Exekutiefunktionen beeinträchtigt.

00:14:46: Das bedeutet sowas wie Zeitmanagement, Sachen anfangen oder wieder aufhören, Impulse steuern ... Dinge priorisieren, Entscheidungen treffen.

00:14:56: Dass das schwerfällt.

00:14:58: Viele haben Schwierigkeiten mit Prokrastinationen oder auch dem Regulieren von Emotionen.

00:15:03: Also es ist wirklich ein ganz bunter Blumenstrauß der Symptome und die, wie gesagt sehr unterschiedlich aussehen können.

00:15:12: Wir kennen das ja oft, man denkt so in den ... hab ich nicht.

00:15:16: Torben aus der Nachbarklasse, der immer irgendwie gekommen ist und in der Schule so auffiel.

00:15:20: Jetzt reden wir grad auch viel über ADS im Erwachsenenalter.

00:15:23: Was passiert denn?

00:15:24: Warum kommen viele doch ganz gut durch die Jugend- und Kindheit oder sind die diagnostiziert und auf einmal im Erwachsenealter ein Thema?

00:15:32: Also du hast ja grade bei deinem Schwester gesagt, dass ihr das eine Abbieh hatte.

00:15:38: Das sagt gar nichts darüber aus, ob jemand ADS hat oder nicht!

00:15:42: vor mir wirklich Managerinnen sitzen, ÄrztInnen sitzen oder JuristInnen.

00:15:48: Ich habe aber auch Menschen die andere Berufe haben.

00:15:51: Also es geht durch die gesamte Gesellschaft durch also auch da sehr unterschiedlich.

00:16:01: Die Symptome, die wandeln sich wahnsinnig stark übers Leben.

00:16:05: Das ist auch bei Frauen und Männer meistens noch mal ein bisschen anders.

00:16:08: Aber die Symptomen können sich als Kind anders zeigen als im Erwachsenenalter.

00:16:12: Es kommen sehr viele, also die, die zu mir kommen ... Die haben die Diagnose im Regelfall im Kindesalter nicht.

00:16:19: Das gibt's auch aber das eben im Regelfall noch nicht.

00:16:23: Und genau, die Symtome verändern sich einfach wahnsinnlich.

00:16:26: Meistens kommen Menschen zu mir weil es ... Ich sag mal Veränderungen in den Lebensumständen gibt.

00:16:31: Zum Beispiel so was wie ich bin in der Uni und ich merke, ich kann nicht mit diesem freien System zurechtkommen oder ich muss eine Bachelorarbeit schreiben und ich bin jetzt schon seit Monaten dran und ich komme nicht klar, ich muss das jetzt irgendwie schaffen oder sowas wie Mutter werden und einfach Veränderung im Leben.

00:16:48: die noch mal dazu führen, dass diese Beeinträchtigung, die man eh hat.

00:16:51: Die man vielleicht auch schon viel kompensiert hat nicht mehr ausreichen.

00:16:56: Also diese Croping-Strategien, das die nicht mehr genügend sind um mit diesem Symptom umzugehen?

00:17:01: Einfach

00:17:01: weil die Anforderungen von außen auf einmal größer werden und ist ja so wirklich ein typischer Übergang.

00:17:06: Auf einmal eine Bringsschuld statt einer ... Man muss auf einmal so wirklich selber Leistung erbringen.

00:17:12: Man muss sich selber strukturieren.

00:17:14: Das ist ja super spannend.

00:17:15: Auch im Thema Mutterschaft finde ich total interessant.

00:17:18: was bei Frauen und Männern unterschiedlich ist.

00:17:21: Mich würde interessieren, mit welchem Selbstbild kommen die Leute?

00:17:25: Ich kann mich nicht konzentrieren.

00:17:28: oder was sind die Leidensgebenden Symptome, die auch vorangebracht werden?

00:17:33: Das finde ich noch mal ganz wichtig zu sagen.

00:17:35: Die Menschen, Ja, wenden viel Aufwand auf nur um auch zu kommen und die kommen wirklich auch alle mit Leinstruck.

00:17:42: Also man merkt wirklich dass die große Beeinträchtigung haben und dann natürlich auch auf eine Antwort hoffen.

00:17:49: das also ob das vielleicht was sein könnte was es auch etwas erklärt.

00:17:53: also für viele ist das wirklich diese Alltag Strukturierung also den also was kann ich schaffe es nicht, meinen Haushalt zu führen oder Routinen einzuhalten.

00:18:04: Oder im Job.

00:18:05: Ich merke immer wieder, dass ich nach einem Jahr gelangweilt bin und ständig ein bisschen Drop-Hopping betreibe.

00:18:11: Oder dass ich immer mal auch schlechteres Feedback auf der Arbeit bekomme.

00:18:15: Weil ich vielleicht Routineaufgaben irgendwie wirklich nicht erledigen kann oder abwesend wirke oder den Meeting impulsiv irgendwas sage, was man vielleicht nicht so sagen sollte.

00:18:25: Genau die ... Frauen, vor allem.

00:18:28: Also sicherlich ... Das ist generell das Thema bei ADHS aber bei Frauen ist das einfach noch ein größeres Thema.

00:18:34: Es ist das Thema Masking.

00:18:36: also das heißt es sind auch oft Frauen die sitzen vor mir.

00:18:38: die haben scheinbar ihr Leben wahnsinnig im Griff.

00:18:40: also man würde denken Die schaffen doch alles, auch das Umfeld denkt das häufig.

00:18:46: Aber die Kosten, die damit verbunden sind, dass alles aufrecht zu erhalten und das alles zu schaffen ... Die sind wahnsinnig hoch!

00:18:53: Also sie kommen wirklich mit großer Erschöpfung meistens Begleiterkrankungen, Depressionen, Anstörungen zum Beispiel um das alles to schaffen.

00:19:02: Das heißt dieses Masking oder ich hab auch Camouflaging gesagt man ist ja diese Strategien sind so dann wird man sich so ein People Pleasar total angepasst würde als extrem nett wagen.

00:19:11: Und die Erinnerung, wie sieht es da aus?

00:19:13: Im Inneren ist häufig eine wahnsinnig große innere Unruhe.

00:19:16: Auch ein großes inneres Chaos.

00:19:18: Das sind oft Menschen, die dann viel Aufwand betreiben, also Tausend To-Do-Listen haben sich tausende Terminerinnerungen setzen und die dann eher auch zu uns zum Beispiel zum Termin vierzig Minuten früh kommen.

00:19:29: Ja das ist natürlich nicht pünktlich um bloß nicht irgendwie negativ aufzufallen oder zu spät zu kommen.

00:19:36: Also das sind alles so.

00:19:37: Maßnahmen ... sprich.

00:19:41: Das merken wir auch, das nehmen wir mit auf.

00:19:44: und ob jemand wirklich anwesend ist oder ob jemand so gelernt hat zu nicken oder gelernt hat Anwesen zu wirken

00:19:51: ja.

00:19:51: Und es ist natürlich alles im Summe wahnsinnig anstrengend.

00:19:54: Warum ist Pippis pleasing ein Coke-Mechanismus dafür?

00:19:59: Wir fallen gerade sehr viele Leute ein also auch eher Frauen... Mittlerweile, wenn man vierzig ist.

00:20:07: Man erkennt ja dann gewisse Sachen schnell wie soziale Gefüge funktionieren und was jemand aufeinander eingeht und so.

00:20:15: Warum es piepelt, gibt es Stabilität oder ankommt das?

00:20:19: Die meisten Menschen mit ADHS haben wirklich ein Thema mit Selbstwert.

00:20:23: Also die haben ganz früh schon die Erfahrung in der... Kindheit gemacht, ich bin anders.

00:20:28: Ich funktioniere irgendwie anders, ich fall auf vielleicht und ich bin zu viel, zu laut, zu doll ...

00:20:36: Hat das Philipp früher auch?

00:20:38: Genau!

00:20:39: Das ist natürlich was bei Frauen gesellschaftlich mehr geächtet wird.

00:20:44: Also für einen Jungen vielleicht okay durch die Klasse zu rennen oder mal reinzurufen.

00:20:48: Aber für Mädchen ist das etwas, was natürlich viel abgelehnt wird.

00:20:51: Es wird von Mädchen mehr verlangt angepasst sein, höflich zu sein, brav zu sein.

00:20:56: Und das ist was, was Mädchen ganz früh oder Kinder einfach ganz früh merken.

00:21:00: Also soll ich nicht sein?

00:21:01: So darf ich nicht seien!

00:21:02: Ich muss anders sein.

00:21:04: und da kommt dann das People-Bleasing an her.

00:21:06: Um Abwertung zu entgehen, um irgendwie dazugehören... Das ist ja der Wunsch, den alle Menschen eigentlich haben.

00:21:14: Da habe ich dazu dann besonders angepasst zu sein.

00:21:18: Das heißt du würdest sagen die Frauen wenn wir jetzt mal beim Frauenthema bleiben Also die Unruhe oder das innere Feuer, was bei Jungs eher ausangiert werden darf.

00:21:27: Oder zumindest anders konnotiert ist.

00:21:29: Es richtet sich nach innen und die versuchen dann auch vielleicht ein bisschen ... Werden vielleicht verträumter wahrgenommen?

00:21:35: Ist das so eine Abschottung danach innen?

00:21:38: Es ist genau so eine abschottungen nach inne, es ist aber vor allem auch ne No- Unentspanntheit oder so ein bisschen auch eine Zwanghaftigkeit.

00:21:45: Also das ist was, was wir zum Beispiel uns auch anschauen in der Diagnostik und ganz viele Frauen da hoch auf diesen Skalen.

00:21:53: Dass die sehr unsicher sind oder zwanghaft sind.

00:21:57: Es auf Frauen dann wirklich sich hinlegen und mal wirklich entspannen wollen, aber das nicht möglich ist.

00:22:05: Weil so viel gegrübelt wird in einem Kopf, diese ganzen Listen durchgegangen werden der Mental Load wirklich wahnsinnig hoch ist und so eine Entspannung gar nicht eintreten kann.

00:22:17: Ich kenne es auch bei uns aus der Klinischen Praxis dass das oft so ist, dass wir Patientinnen haben die wegen einer wirklich festen Angststörung oder einer schweren Depression, vielleicht ein Burnout.

00:22:27: Oder auch Mischbild von allem kommen und wo das dann sozusagen in der Psychotherapie aufpoppt, dass da vielleicht noch was ist, weil es eigentlich auch nochmal ... wenn man sich anschauen könnte?

00:22:38: Es heißt jetzt nicht, dass die anderen in Erkrankungen gar nicht da sind, sondern wir fragen uns immer nach der Reihenfolge der Behandlung.

00:22:44: Das ist natürlich genau das Problem, wie du sagst, ne?

00:22:46: Die Diagnose-Stellung ist ja natürlich dann, dass das erst mal vorausgesetzt wird.

00:22:50: Und erlebst du denn auch, dass mehr Frauen sich vorstellen bei euch?

00:22:53: Bei uns in der Praxis ja.

00:22:55: Ich glaube das hängt vielleicht ein bisschen mit unserem Internet-Haufschatz zusammen.

00:22:58: Das ist ja eine rosane Homepage!

00:22:59: Genau genau.

00:23:00: also ich glaube, dass wir das so besonders ansprechen.

00:23:03: aber ich merke da schon insgesamt ... Also das ist ja auch so, dass es bei vielen Frauen wirklich noch mehr unterdiagnostiziert ist.

00:23:10: Die Männer die kommen... Da hab' ich dann doch auch schon mal häufiger das Thema zum Beispiel, dass sie das in der Kindheit schonmal hatten Aber jetzt immer wachsen Alter nochmal, dass nachdiagnonstiziert werden muss Was

00:23:20: ist nicht Voraussetzung in der Kindheit, schon eine Diagnose zu haben?

00:23:25: Die Diagnosen müssen noch nicht in der kindheit gestellt werden sein.

00:23:28: Aber wir müssen sicherstellen, dass diese Symptome wirklich über die gesamte Lebenszeitspanne vorhanden sind.

00:23:34: Und es ist bei Männern ... Das ist nur ne kurze Frage bei mir, ich treffe das Frauenthema gerade eigentlich mehr und ich debatt ganz viel.

00:23:40: auch jetzt verstehe wie ... das hyper dann im kontext eigentlich auch gesehen wird weil die immer fragen brauchst du noch was zu trinken hat noch et cetera und dass und dann schon das nachdenken ja komm wir machen verabredung unter siebzehn wochen verabregungsplan und sowas und da ist auf einmal eine hyper aktivität drin die ich jetzt erst quasi die schwere und deswegen bin ich das eigentlich viel spannender.

00:24:00: aber bei den männern würde mich jetzt eine sache interessieren.

00:24:03: Wo wir beim Zappelfillip sind, das ist ja nicht der Tor.

00:24:06: Ist ja immer der Zappel-Fillip.

00:24:08: Sind die dann noch so zapplich?

00:24:10: Mit ... mit vierzig, fünfundvierzig merkt man das noch quasi an deren Gessikus.

00:24:14: oder haben sie sich eigentlich auch mehr unter Kontrolle?

00:24:17: Das ist unterschiedlich.

00:24:18: Auch das ist ein Spektrum.

00:24:20: Wir haben schon Menschen vor uns.

00:24:21: jetzt, also das ist zum Beispiel auch einen Aspekt, dass wir uns wirklich den Menschen auf vor uns anschauen und dann auch so ein bisschen bewerten liegt motorische Unruhe zum Beispiel vor.

00:24:28: Und es ist jetzt nicht selten so, ne?

00:24:30: Also das is ... vielleicht etwas... Nicht mehr so ausgeprägt, weil das natürlich auch.

00:24:37: Ein Erwachsener weiß es nicht, dass man mit einem Gespräch aufsteht zum Beispiel ein Kind im Klassenraum würde.

00:24:44: Aber es wird schon viel auf dem Stuhl rumgerutscht oder an Kleidung rumgefummelt oder an Ringen

00:24:53: z.B.,

00:24:54: also es wird viel durch die Gegend geschaut ...

00:24:58: Ich finde immer an den Augen, wie lange hält jemand den Augengetag?

00:25:02: ist jemand präsent, quasi da und lässt sich wirklich auf das Gespräch

00:25:06: ein.

00:25:06: Und wartet nicht nur auf die nächste Lücke oder sowas im Gesprächsfaden.

00:25:11: Das fällt mir auf.

00:25:12: Ich hab jetzt auch echt ein paar Topmanager.

00:25:16: Die Stichwort Heidi Klumne und das hier meine Superpower, die dann auch sagen hey ich kann das und dass nicht aber dafür kann ich das und das ne?

00:25:23: Wo dann ich mal so eine Potente...

00:25:25: So

00:25:26: ich kann eigentlich siebzehn Sachen gleichzeitig machen.

00:25:29: halt Mentalität darüber kommt.

00:25:32: Da frage ich mich immer, okay ... Wo ist das passiert?

00:25:37: In Anführung trichend Zappelfillip.

00:25:39: Du bist voll der Opfer.

00:25:40: Ich treibe jetzt mal so ein bisschen zu Alphamellbehaviour.

00:25:46: Wann ist denn da dieser Switch eigentlich passiert?

00:25:48: Dass das wirklich als Superwaffe und ...

00:25:53: Also, ich glaube im Gespräch über Neurodivergents, dass es natürlich langer ein Thema war, was eher ... stigmatisiert war.

00:26:02: Ich glaube, viele haben mir jetzt nicht unbedingt von sich aus erzählt ich habe ADHS, dass das eher was war, was man so ein bisschen eher innerlich abgelehnt hat oder vielleicht als ordnerbar gegolten hat.

00:26:13: und da ist auch Social Media Fluch und Segen zugleich.

00:26:17: dann darf ich das so viele Menschen einfach drüber sprechen und das damit auch endstigmatisieren, also klarmachen.

00:26:24: Das ist wirklich ein unterschiedlicher Stärke, welchen Profil für einen Menschen bedeutet.

00:26:32: Und da sind eben aber auch diese Stärken dabei, dass man sich vielleicht dann mit diesen Dingen brüstet oder sich darüber definiert ... Also dass Männer das vielleicht besonders wollen machen, ist vielleicht auch keine Überraschung.

00:26:51: Genau und darauf wollte ich hinaus was sind denn dann so in anfingstrischen lobenswerte Stärken?

00:26:58: Wie man da, wenn du sagst Spektrum, ich stelle mir es eigentlich immer wie so ein Portfolio eigentlich vor oder so ein paar... Negativ-Performer hast, dafür hast du ein paar Outlierer die halt unfassbar gut performen.

00:27:11: Also es muss sich am Ende des Tages so hoffentlich die Waage halten.

00:27:14: aber was sind denn dann so zum Beispiel super Kräfte?

00:27:16: Die haben mit anher gehen!

00:27:17: Ja also ich glaube die kommen wirklich zusammen aus Individuum und auch Umwelt.

00:27:23: also das heißt innerhalb der ADHS.

00:27:28: Also kann das gut sein, dass man zum Beispiel besonders flexibel denkt.

00:27:31: Dass man so out of the box denkt und spontan ist, dass es offen für neu ist oder unter Druck wahnsinnig gut arbeiten kann.

00:27:40: Das

00:27:41: ist das was Männer immer gut finden?

00:27:42: Genau!

00:27:43: Dass das Thema Stress bedeutet, dass wir mehr Dopamin im Hirn haben und das heißt wirklich leistungsfähiger sind.

00:27:52: Und das ist bei ADIs ganz besonders, also das höre ich immer wieder.

00:27:56: zum Gehen nicht mehr und die aber in Werbeangenturen oder so was, diese Vorbereitung auf den Pitsch nachts bevor es losgeht.

00:28:03: Oder sodass sie da dann überperformen.

00:28:07: Das ist glaube ich ein Aspekt der dazu kommt genauer.

00:28:13: Aber die Umwelt muss natürlich auch stimmen.

00:28:16: Das muss ein Umfeld sein, in dem diese Stärken gewollt sind.

00:28:19: Wenn ich auf einer Behörde arbeite, wo Routine und immer das Gleiche gefragt ist ... Dann ist das keine Superkraft, sondern eher was, was einen hindert oder was zur Beeinträchtigung führt.

00:28:33: Jetzt haben wir schon so Richtung Diagnose, Stellung und so weiter gesprochen.

00:28:37: Lass uns doch mal durch den Flow gehen.

00:28:39: Jemand hat endlich einen Termin ergattert, sitzt bei dir ... Du hattest berichtet, man guckt ja auf jeden Fall in die Kindheit.

00:28:46: Das ist was ich auch kenne aus der Praxis, dass man immer Anamnese macht.

00:28:49: Auch Personen müssen vielleicht noch etwas dazu sagen.

00:28:52: Erklären's doch mal, wenn man jetzt vielleicht, man darf ja gerne diese Selbsttests machen, hat eine Idee, ein Leidensdruck.

00:28:57: Das hast du vorhin gestellt, das muss auf jedenfall irgendwas ... Störend auch empfunden werden.

00:29:02: Und dann sitzt man da und das macht ihr dann?

00:29:05: Genau, also das ist ein... Ja, also das ist multimodal.

00:29:10: Das bedeutet, dass wir viele Fragebögen einmal erheben.

00:29:13: Das sind standardisierte Fragebögen und das geht dann an die Betroffenen selber, das geht an das Umfeld.

00:29:19: Also, dass wer Fragen da auch Menschen, die die Person aus der Kindheit gut kennt, dann Personen, die den betroffenen Personen jetzt gut kennen?

00:29:29: Das heißt, die beurteilen das mit.

00:29:30: Wir schauen uns Grundschulzeugnisse zum Beispiel an oder Klinikberichte Videos bekommen von Patientinnen, die so ein bisschen zum Beispiel motorische Unruhe zeigen.

00:29:45: Genau und dann führen wir mehrere Gespräche in der wir natürlich erstmal ganz allgemein uns den Menschen anschauen.

00:29:50: also wie ist die aktuelle Lebenssituation?

00:29:53: Wir fragen biografische Aspekte ab.

00:29:56: Schulzeit gehen wir viel durch weil das eben eine wichtige Zeitspanne ist, die wir uns anschauen müssen genau.

00:30:02: und dann gibt es Standardisierte Interviews, die durchgeführt werden.

00:30:06: Wo es dann ganz viel um die Symptomatik geht.

00:30:10: Da gibt's inzwischen unterschiedliche ... gibt da auch so ein bisschen Entwicklung, dass die etwas offener werden.

00:30:16: Weil viele dieser Interviews oder diese Fragebögen auf wirklich dieses klassische Zappelfillip ADHS gehen.

00:30:24: Da gibt es jetzt eine bisschen leichte Entwicklung in der Forschung und in diesen Fragebürgen genau.

00:30:29: Und dann schauen wir uns das gesamte eben an und kommen zu einem Schluss.

00:30:35: Ja, teilen den Patienten das dann nicht.

00:30:37: Und wie lange dauert der Prozess ungefähr?

00:30:39: Das sind mehrere Sitzungen die die Patientinnen bei uns haben.

00:30:43: also das kann so das Minimum sind drei Sitzung.

00:30:47: Das kann manchmal dann etwas länger dauern wenn wir zum Beispiel Begleiterkrankungen noch mit anschauen sowas wie Trauma oder so dass wir uns ja das noch ein oder ausschließen können genau und in der Zwischenzeit werden diese Fragebögen noch eben mit ausgefüllt.

00:31:02: Und was würdest du so sagen?

00:31:03: Oder habt ihr auch Statistiken zu, wie viele der Menschen kommen mit einer eigenen Verdachtsdiagnose ... Diagnostik zählt ja bei euch.

00:31:10: Also das ist wirklich wahnsinnig hoch.

00:31:11: Ich hab da, also die Astrid-Neue Lobo Covid, die ist Psychiaterin und hat auch mehrere Bücher jetzt geschrieben ganz aktuelle auch zum Thema weibliche ADHS.

00:31:21: Die hat es auch mal über ihre Praxis gesagt ich habe keine eigene Statistik bei uns aber sie hatte meine ich zumindest mal wirklich von achtzig bis neunzig Prozent gesprochen Und ich würde so sagen in der Range befinden wir schon auch.

00:31:33: Das sind schon Menschen Ja, wirklich auch viel damit auseinandergesetzt haben.

00:31:38: Manchmal ist der ja so.

00:31:39: die Befürchtung, zumindest spür ich das aktuell, dass Leute kommen, die sagen ... Ich hab einen Tiktor gesehen und hab ADHS.

00:31:45: So verkürzt ist das nicht, manchmal ist das der Einstieg.

00:31:49: Aber das sind dann Menschen, die sich da diesen Hyperfokus haben und sich sämtliche Bücher durchlesen.

00:31:55: Und ganz viel dazu aneignen und verstehen wollen.

00:32:00: Dann eben bei uns auftauchen.

00:32:02: Wenn man ganz viel gelesen hat, sich selbst getestet hat und wiederfinden will, kann man ... und auch sozusagen eure Testbatterie austricksen.

00:32:08: Das glaube ich nicht, also die ... Wir haben in der Diagnostik auch ... Also das sind mehrere Psychotherapeuten, die dann zu dem Schluss kommen.

00:32:16: Es ist nicht nur eine Therapeutin, die diese Diagnastik macht.

00:32:22: Ich hoffe nicht!

00:32:24: Und wie geht's mit dem Thema Selbsttest um?

00:32:25: Wie guckst du da drauf?

00:32:26: Warum ist es schwierig?

00:32:28: Die sind auf wahnsinnig verkürzt und noch nicht wissenschaftlich muss man sagen.

00:32:31: So Selbsttests können... ganz hilfreich sein, um so ein bisschen vielleicht einen kleinen ersten Gefühl zu bekommen.

00:32:37: Könnte das sein?

00:32:38: Trifft es auch auf mich zu oder auch ein Gefühl einfach für Symptome zu haben die dazugehören?

00:32:43: aber das ist wie gesagt wirklich wahnsinnig verkürzt und ja

00:32:48: Ich dauere nicht mal zehn Minuten.

00:32:51: Manchmal gibt es auch nur fünf Fragen und wenn du alle mit Ja beantwortest, dann ...

00:32:54: Genau!

00:32:55: Und es ist wirklich eben wichtig, diese drei Bausteine sind schon immer da.

00:33:01: Es ist das einfach was, was sich über das gesamte Leben zieht.

00:33:05: Ist das etwas, was in unterschiedlichen Lebensbereichen da ist?

00:33:07: Also habe ich vielleicht einfach nur gerade eine Drop-Flaute und im Job bin ich unkonzentriert und generell hab ich sonst kein Thema damit und besteht Leidensdrucken.

00:33:15: Das ist natürlich innerhalb von einem ... Fragebogen mit zwanzig Fragen nicht

00:33:19: zu bilden.

00:33:20: Jetzt noch ein bisschen Werbung in eigener Sache!

00:33:23: Ihr wisst ja, healthy longevity ist für mich als Nerd richtiges Hobby eine Passion, für die ich brenne.

00:33:28: Beschäftigt mich schon lange mit den Themen und liebe es immer Neues zu lernen und zu lesen zu dem Thema.

00:33:35: Was mich aber immer wieder ärgert als Frau ist dass sich auf das Gefühl habe dieses Protokoll diese Routine passt nicht so ganz perfekt auf meinen Körper in meinem Alltag.

00:33:44: jetzt als Mama fällt mir das nochmal mehr auf.

00:33:46: Na ja, was also tun?

00:33:48: Wer mich ein bisschen kennt weiß ich mache Dinge dann gerne selber dich mir wünsche und aus dem Grund habe Ein Longevity-Kartenset überlegt.

00:33:57: Anstatt ein Buch, wo man wieder nicht schafft das zu Ende zu lesen habe ich sechzig Karten entwickelt entlang der sechs Lebensstilzäulen also Ernährung Bewegungsstress

00:34:05: Schlaf

00:34:06: soziale Beziehungen wir gehen mit Toxinen um

00:34:09: etc.,

00:34:10: die man ganz flexibel in den Alltag integrieren kann.

00:34:12: denn das ist auf jeden Fall meine Erfahrung meiner Meinung Gesundheit lässt sich nicht einfach erzwingen.

00:34:18: Man muss sie entdecken und kultivieren Und regelmäßige kleine Schritte wirken langfristig viel viel viel stärker.

00:34:23: Es ist ein super Geschenk an euch selbst oder eure Freundin, denn longevity beginnt jetzt damit für sich zu sorgen und sich auch besser zu fühlen.

00:34:31: Am zwanzigzehn neunten erscheint longevity-für-frauen beim Riva Verlag – ihr könnt es schon überall vorbestellen!

00:34:37: Alle Infos in den Show Notes stay healthy and nerdy.

00:34:41: Wie klammert man in so einem Testverfahren?

00:34:44: Also ich wusste gar nicht, dass es so aufwendig ist, dass man noch angehörig und sowas befragt.

00:34:47: Wie kammert man diese äußerlichen Faktoren ein?

00:34:50: Weil ich sage das immer so ... Als meine Eltern früher Computer benutzt haben, dann haben sie ja oft einen Schreibtisch gesetzt, der zwei Meter groß war, so schweres Holz und so.

00:34:59: Dann haben Sie den Computer angemacht.

00:35:01: Dann fuhr er drei Minuten hoch.

00:35:03: Und dann hat man das Windows-Zeichen gesehen.

00:35:06: Dann hat man den Browser geöffnet und so eine ganz andere Internetin ... als wären du jetzt eigentlich second screenmäßig, boom, alles auf Dopamin in drei Sekunden halt runter.

00:35:17: Also wie klammert ihr quasi diese äußerlichen Umspende aus?

00:35:20: Wir werden ja alle eigentlich gerascht.

00:35:23: also ist ja wirklich so, die Screens sind ja ein purees Gift.

00:35:28: Also das ist wieder so ein bisschen dieser Aspekt.

00:35:31: Es ist eigentlich gar nicht so wichtig, dass was?

00:35:33: Weil das ist so!

00:35:34: Wir alle Menschen sind ja konstant in diesen digitalen Geräten und sind mit einer ganz anderen Schnelligkeit und mit einer anderen digitalen Überforderung auch konfrontiert.

00:35:47: aber es ist wirklich die Frage von Wie viel?

00:35:51: Ist das eben was, was sich nur darauf begrenzt?

00:35:53: Oder ist es wirklich etwas, was ich durch mein Leben zieht.

00:35:56: Durch alle Lebensmittel, Beziehungen, mein privates Leben und meinen Job?

00:36:01: Und ist es etwas, das wirklich zu leiden führt?

00:36:04: Also ist das etwas, dass einfach Beeinträchtigung schafft?

00:36:07: Da muss ich doch nochmal reinfragen beim Thema Medien und Frauen.

00:36:10: wenn man sagt Grundschutzhäugnisse Das sind die Mädchen, der meistens sehr ... Also würdet ihr rund zum Beispiel auf hellhörig werden, wenn sie besonders perfektionistisch und sehr gut sind?

00:36:20: Oder was?

00:36:20: darauf guckt man da.

00:36:23: Das ist oft so, dass natürlich die Grundschulzeugnisse bei den Mädchen dann weniger auffällig sind.

00:36:29: Weil das einfach weniger aushält wenn ein Mädchen aus dem Fenster guckt und sonst aber ich sag mal still ist als der Junge, der vielleicht durchs Kassenzimmer rennt.

00:36:38: Also das ist immer ein Baustein.

00:36:40: wir gehen natürlich auch ins Gespräch und fragen auch was hast du denn gemacht um?

00:36:44: zum Beispiel dann eben nicht so aufgefallen.

00:36:48: Oder wer hat z.B.

00:36:48: die Schultasche gepackt?

00:36:49: Hat sie das vielleicht gar nicht selber gemacht, sondern die Mama oder der Papa in den Schulranzen vorher alles organisiert und dafür gesorgt, dass die Materialien alle dabei sind, dass kein Chaos

00:37:00: entsteht.".

00:37:01: Also das heißt, was waren eigentlich die Mechanismen?

00:37:03: Die da schon wichtig waren?

00:37:04: oder wir schauen uns auch auf die Biografie an.

00:37:08: Wie wichtig war das eben angepasst zu sein vielleicht auch schon in der Familie?

00:37:12: wurde ich vielleicht früh dafür abgelehnt eben zu laut viel zu sein oder war das etwas was okay waren und was er begrüßt wurde?

00:37:19: also das heißt dass und das schaffe natürlich einfach die Gespräche mit den Patienten

00:37:24: Dann habt ihr die Diagnose-Stellung, übermittelt ihr dann wahrscheinlich in Persona.

00:37:28: Und es ist dann so, dass du eher als erleichtert ... Ja,

00:37:33: ich bin ganz ... Was ist der Benefit?

00:37:35: Wenn man die Diagnose kommt, hört sich an, das System

00:37:37: austrickst.

00:37:37: Kannste

00:37:37: Therapie machen!

00:37:39: Also genau das, also ich ... Ich sag immer, dass ich das total nachvollziehen kann.

00:37:43: Dass man das als Erleichterung empfindet ... Also die allermeisten Patientinnen, die da sitzen, fangen wirklich aus, zu weinen.

00:37:51: Aber sie sagen, ich versteh mich endlich besser nicht?

00:37:55: Das sind Menschen, die haben ihr Leben lang diesen ganz festen Annahmen über sich selber.

00:38:00: Ich bin doof und faul.

00:38:02: Ich kann nicht wie die anderen.

00:38:04: Ich bleib unter meinem Potenzial, ich bin zu viel, zu laut.

00:38:08: Und dann zu wissen... Das ist keine Charakterschwäche oder so, die ich habe.

00:38:12: Sondern das nennt sich ADHS und das gehört zwar auch zu mir.

00:38:16: Aber dass es nicht weil ich nicht will sondern weil mit Dingen tatsächlich schwerer Fallen, das finde ich total nachvollziehbar, dass Menschen das als Erleichterung empfinden.

00:38:23: Ich kenne das auch total bei uns bei der Arbeit, dass einfach dieses Wissen über sich so sich erst mal selber verstehen, dass es auch einen Namen hat.

00:38:30: Und ich glaube gerade bei psychischen Dingen, die so wenig fassbar sind im Vergleich zu vielen Erkrankungen oft drum, okay das hat irgendwie ein Muster hin.

00:38:38: dass das vielleicht nicht über den anderen ist.

00:38:42: Und was ich auch so aus der Erfahrung kenne, dann kann man auch einen Plan schmieden.

00:38:45: Wie gehen wir damit an?

00:38:47: Das würde ich auch noch mal gerne von dir erfahren... Da sind wir ja in Deutschland vielleicht konservative als ein anderer Länder und was jetzt Medikation angeht aber es natürlich auch ein wichtiger Bestandteil.

00:38:55: D.h.,

00:38:55: ihr würdet das einmal besprechen und da geht's auch drum okay!

00:38:58: Wie geht es jetzt weiter?

00:38:59: Genau.

00:39:00: Wir besprechen natürlich auch, was sind Behandlungsmethoden und was kann jetzt als nächstes erfolgen.

00:39:05: Und das ist bei der ADHS immer ein Zusammenspiel aus mehreren Sachen.

00:39:10: Das ist in den Leitlinien so, dass nicht eine einzige Sache empfohlen wird, sondern eben dieses Zusammenziel.

00:39:15: Es ist vor allem Psycho-Education.

00:39:17: Also das ist genau das, was du gerade gesagt hast, dass sie sich selber besser verstehen, also wirklich verstehen ... Was ist eigentlich ADHS?

00:39:24: Woran merke ich das bei mir?

00:39:26: Das ist ja nichts, was jetzt zum Beispiel wie eine Depression plötzlich dazugekommen ist und ich erlebe mich als fremd.

00:39:31: Sondern die kennen sich eigentlich anders.

00:39:34: Man muss sich erstmal selber überhaupt so ein bisschen verstehen.

00:39:36: Was ist denn bei mir ADHS?

00:39:38: Und was passiert da auch im Gehirn vielleicht?

00:39:40: Woran merke ich das?

00:39:41: Wo kann ich das nutzen?

00:39:43: Wo fällt mir das schwer?

00:39:45: Und das Zweite ist eben die Psychotherapie.

00:39:48: Da ist es ganz wichtig, dass also ADHS tritt wirklich ganz selten allein auf und also die achtzig Prozent ungefähr der Menschen entwickeln auch Begleiterkrankungen als Folge da der adhs.

00:40:00: So was wie eben zum Beispiel Depressionen, Angsterkrankung.

00:40:02: Das ist natürlich wichtig, damit das auch mitbehandelt wird.

00:40:06: Und das Thema Selbstwert habe ich gerade angesprochen.

00:40:07: Ist natürlich auch gut in einer Psychotherapie aufgehoben.

00:40:11: Und der dritte Aspekt ist eben die Medikation.

00:40:13: Genau, und bei wie viel Prozent würdest du sagen, erfolgende Medikations?

00:40:16: Kannst du das abschätzen?

00:40:17: Also es ist auch da leider wieder... Da entsteht dann die nächste Lücke, man kann sagen, total schwierig für Patientinnen Psychiater zu finden, die das verschreiben, die auch die Zulassung haben weil die Medication fällt unter das Betäubungsmittelgesetz und die das anbieten muss man sagen also das heißt Ja, ist auch dann wieder so ein bisschen der nächste Leinsweg wenn man ehrlich ist bis man da wieder jemanden findet.

00:40:41: Aber die Empfehlung ist ganz klar eigentlich also dass die Medikation ist total wirksam.

00:40:47: Also die hat auch im Vergleich zu anderen Psychopharmakar ist sie sehr, sehr wirksam und hat überschaubare Nebenwirkungen.

00:40:55: Das wird schon empfohlen die Medizin noch auszuprobieren.

00:40:58: Es ist das zur Medikazon?

00:40:59: Ich weiß damals in meiner... Bip-Zeit mit den Business School Leuten.

00:41:05: Da wurde mit allerlei Medikation

00:41:07: experimentiert,

00:41:08: um noch tief von den Fokus zu haben damit man noch schnell zu gut mit Sex kommt.

00:41:15: Aber dann hatte ich wiederum einen Mitbewohner weil.

00:41:18: der hat dann auch Medikamente genommen.

00:41:20: Der war wirklich so Original Supple Philippe und hat die weirdeste Karriere hingelegt also wirklich sehr erfolgreich.

00:41:26: aber ich glaube er hat siebzehn Firmen oder sowas gemacht in sechszehn Jahren.

00:41:31: Aber was sind so?

00:41:33: die gängigen Sachen, die man zuhört sieht oder an denen man begegnet?

00:41:37: Also das wird eigentlich unterscheid in Stimulanzien und Nicht-Stimulanzen.

00:41:41: Stimulanzen ist das, was so die First Line Empfehlung ist.

00:41:44: Das sind eben die Dinge, die du dann auch wahrscheinlich kennst, also was wie Retaline oder Alvanse.

00:41:50: Genau das sind ... Also Retalin ist zum Beispiel Methylfinidad.

00:41:53: Das ist einfach das klassische Medikament oder eins der Klassischen.

00:41:57: da sind jetzt auch noch ganz andere Präparate auf dem Markt gekommen.

00:42:01: Und diese Nicht- Stimulenzien werden dann wenn die Stimulationen nicht funktionieren zum Beispiel Sucht vorliegt, werden dann eben die vergeben.

00:42:11: Und Stimulanzien hört sich ja eigentlich an, dass sie dann so stimuliert sind.

00:42:14: aber eigentlich sind die doch... Dann ruhiger, oder?

00:42:17: Genau.

00:42:17: Das ist ja so eine Paradoxewirkung.

00:42:19: Wir fragen in der Anamnese auch, ob die in ihrer Biografie schon mal am Filtamine konsumiert haben.

00:42:25: und da erzählen dann ganz viele ... Viele haben das schon ausprobiert.

00:42:30: Und viele berichten dann auch, dass es bei denen wirklich anders gewirkt hat.

00:42:33: Dass sie das zum Beispiel genutzt haben um zu Hause aufzuräumen nicht unbedingt als Partydroge genutst haben.

00:42:38: Oder Sie erzählern, dass ich's auf der Party zwar konsumierte aber, volle Unterhaltung führen konnten, was sie wirklich mal eine Stunde zuhören konnten und antworten konnten.

00:42:51: Dass sich als anders erlebt haben als die anderen, die für Termine konsumiert haben.

00:42:55: Also es wirkt anders.

00:42:58: Und wie erklärst du das eben schon gesagt bei der Psychoeducation auch zu verstehen, was im Gehirn funktioniert?

00:43:03: Wie erklärste das in Patientinensprache, was nutzt du da für Bilder oder für Erklärungen?

00:43:08: Es ist so dass ... das gewisse Gehirn Areale und vor allem eben auch die Verfügbarkeit.

00:43:15: Und die Signalübertragung von Neurotransmittern tatsächlich anders gestaltet ist, man hat früher immer gedacht, dass es v.a.

00:43:20: ein Dopaminmangel, aber inzwischen weiß man ... Also kann man das gar nicht mehr genau so sagen, sondern man weiß einfach, dass in gewissen Hirnnetzwerken also z.B.

00:43:29: im Belohnungssystem oder im Brieffrontalen Cortex da wo so logisches Ding muss Entscheidungen treffen, Impulse steuern, wo's darum geht, Die merken eben diese Verfügbarkeit und die Signalübertragung von Dopamin- und Nordrenalin wirklich anders abgebildet ist.

00:43:47: Und das können die Patienten dann einfach für sich auch so nachvollziehen, dass sie sehr gerne auf Dinge reagieren, die bei Freunden, Familie irgendwie eine andere Reaktion ist bei ihnen immer ein Muster, das sie so erkennen.

00:43:57: Dass sie immer ein bisschen anders reagieren.

00:43:59: Genau!

00:44:00: So dann eben auch die Wirkung von einer Medikation ... wo die auch häufig Menschen Angst haben, Medikamente zu nehmen.

00:44:06: Erlebst du das schon so, dass der erst mal ein Hemd ist?

00:44:09: Inzwischen hab ich das Gefühl ... hat sich das etwas entstigmatisiert.

00:44:12: Es haben immer noch viele Befürchtungen davor, wie ein Zombie zu sein oder abhängig zu werden.

00:44:19: Das gibt's schon immer noch da befürchtung.

00:44:22: Ich versuch, das in den Therapie zu ... Also, ich find das völlig in Ordnung, wenn man das nicht möchte und braucht.

00:44:29: Auch da spielt die Umwelt eine wahnsinnige Rolle.

00:44:32: Genau ob ... Ich weiß ich nicht zum Beispiel als Gärtnerin, aber ganz viel unterwegs bin.

00:44:38: Viel Bewegung habe, viel Abwechslung habe und mir das total mein Thema ist oder ob ich eben wie gesagt vielleicht in der Behördesitze eine Routineaufgabe machen muss.

00:44:48: Das spielt eine große Rolle!

00:44:50: Aber grundsätzlich gibt es immer ein bisschen diesen Vergleich zu einer Brille.

00:44:54: Es ist ja so, wenn ich eine Brille brauche ... Das kannst du vielleicht besser erklären, was da im Auge nicht richtig ist?

00:45:01: Aber die Brille gleicht nur die Sehspäche aus und das ist bei der ADS-Medikation auch so.

00:45:06: Die pusht ja nicht auf, dass er nicht derjenige, der das nimmt um irgendwie besser durch die Klasuren zu kommen sondern das gleicht einfach diese Abweichung im Gehirn.

00:45:18: Und diese Umverteilung von Dopamin und Nondrenalin aus.

00:45:23: Das heißt, dass ich dann Dinge schaffe, die ich sonst nicht schaffe.

00:45:27: Deswegen macht man eine Eindosierung erst sich begleitet.

00:45:30: Wo man am Anfang viele Kontrollen hat um zu merken das es wirklich ein Level hat, das förderlich einfach ist.

00:45:36: Du hast ja ganz oft jetzt schon Umweltumfeld usw.

00:45:39: erwähnt.

00:45:40: Das ist vielleicht auch ein Hebel wo ... Gucken kann, gucken sollte.

00:45:44: Muss man das gestaltet?

00:45:45: Das ist so zu sagen ... is friendly if.

00:45:48: Leitet ihr das mit an.

00:45:49: oder was ist deine Erfahrung?

00:45:50: Kannst du da vielleicht auch Leuten, die jetzt zugelöten haben, die wirklich ein starkes Gefühl haben, dass es was ist und Diagnose hat?

00:45:56: Was könntest du denen mitgeben?

00:45:58: Also, das ist ein ganz wichtiger Aspekt.

00:46:00: Und auf den schauen wir zum Beispiel auch in der Psychotherapie.

00:46:02: Das kann eine Medikation nicht alles aufheben, sondern das ist in einer Psychotherapie superaufgehoben um wirklich zu schauen wie gestalt ich denn mein Umfeld?

00:46:12: von wirklich auf einer Mikro-Ebene.

00:46:14: Zu Hause zum Beispiel zu schauen, wie schaffe ich das da besser zurechtzukommen?

00:46:18: So habe ich zum Beispiel im Eingang ein Schlüsselbrett wo immer so drei Haken meine Schlüssel hängen oder habe ich einen Ablagesystem, wo steht Briefe reintun, bearbeitete Briefer kann abgehüftet werden... so wirklich visuellen Reizen.

00:46:33: Also da eben auf so einer ganz kleinen Floor

00:46:35: anlacht?

00:46:36: Das hab ich gerade jetzt eingeführt für mich.

00:46:40: Oder sowas wie ... Ein Patient hatte mir zum Beispiel berichtet, viele springen zwischen Aufgaben, fangen das eine an und machen damit der nächste Sache weiter, dass er zum Kochen ist, obwohl er es gar nicht immer braucht aber immer ne Schürze anzieht weil wenn er dann in der nächsten Tätigkeit ist wird er einfach visuell daran erinnert.

00:46:56: ah ja!

00:46:57: Ich war ja grad beim Kochen.

00:46:58: also das heißt wirklich auf so ner Alltäglich eine Ebene und natürlich auch dann irgendwann auf so einer Makro-Ebene zu überlegen, wie ist denn mein Job zum Beispiel gestaltet?

00:47:08: Wie ist meine Alltag an sich gestaltet.

00:47:11: Macht mich das glücklich?

00:47:13: Ist das eher was, was förderlich ist vielleicht für diese Symptome?

00:47:17: oder ist es eher etwas, was ein bisschen konkurriert mit diesem

00:47:22: Symptom?

00:47:24: Ui!

00:47:25: Also ich muss gerade lachen... Ich bin vom Typ her jemand ... brauche für jede Aufgabe einen Raum.

00:47:33: Also gewisse Aufgaben muss sich über den Wanderweg gehen.

00:47:36: Man macht in der Sauna gewisse Aufgaben, das kann... Wenn ich nicht an diesem Platz oder sowas dann komme ich nicht in den Flow rein.

00:47:41: Für mich ist es quasi immer Flow-Optimierung gewesen und ich habe gerade dieses Briefkastensystem mit zwei unterschiedlichen Lachen eingeführt damit's halt schnell gemacht werden kann.

00:47:50: Und das ist jetzt auch kein Geheimnis für alle Leute, die mich kennen natürlich ein Großteil meines Lebens dass ich überhaupt von mir verdanke meine Assistenz, die uns ja auch beidet mit dabei unterstützt, liebe Janine Insofern bin ich gerade so beschwitzig, grad ein bisschen so.

00:48:03: Wolltest du

00:48:04: jetzt noch die Antwort am Ende der Folge, ob du jetzt doch ADS

00:48:06: ist?

00:48:06: Ich glaube eigentlich nach wie vor nicht, aber was mich fragt... Kannst

00:48:09: ihr mal vorbeikommen!

00:48:09: Ja.

00:48:11: Ich habe einmal so einen Test bei der Gears-Klinik gemacht, das ja auch so, ne?

00:48:13: Ein Partner von uns ist ... Da kam mir raus, da lacht Anne immer drüber, dass ich so wenig Alltagshintelligenz hab, weil ich halt gar kein Kotzeige dächtes, kein räumliches Denkvermögen und sowas,

00:48:23: ne?!

00:48:23: Weil ich halt diese Stützen halt quasi brauche um dann in anderen Bereichen performant zu sein wäre einfach nur, um diesen Blog da abzuschließen.

00:48:34: Ich find mich manchmal wieder und ich kann darüber auch lachen, weil ich hab halt genau diese persönliche Assistenz.

00:48:39: Und ich habe eine Frau, die geduldsam ist.

00:48:40: Deswegen kann ich drüber lachen!

00:48:41: Und ich hab genug Erfolge gehabt im Leben, um zumindest nicht defizitär zu fühlen... ...und bei anderen nutzen das als eben Superkraftmodewort.

00:48:52: Aber findest du, ist das ein... Wichtiger, binärer Faktor zu sagen so nur wenn du Leidensdruck hast und dich auch scheiße fühlst solltest du überhaupt damit hausieren weil alles andere ist dann vielleicht gar nicht.

00:49:06: Vielleicht den gegenüber die es wirklich haben ja disrespektierlich würde ich sagen das ist schon wichtig leidens druck zu haben aber ich habe ein Leidendruck.

00:49:14: Also es ist ein wichtiges Kriterium.

00:49:18: Das muss gegeben sein, damit wir die Diagnose vergeben können.

00:49:20: Leinstruck kann natürlich sehr subjektiv.

00:49:24: Da ist ja auch immer so eine Frage, was hast du alles in deinem Leben?

00:49:26: Was betreibst du alles um gut aufgestellt zu sein?

00:49:32: Ich glaube, was wichtig ist, wenn man so merkt... bin ich happy, ich bin mit mir fein und selbst wenn ich das hätte.

00:49:39: Ich würde jetzt gar nicht unbedingt zum Beispiel Medikation nehmen wollen oder in Behandlung gehen wollen weil so an sich geht es mir gut also mit Selbst wenn ich dass habe.

00:49:46: in meiner Umwelt in meinem Umfeld funktioniert das super dann kann das vielleicht in dem Fall Kann es gut sein, das im Hinterkopf zu behalten.

00:49:55: Weil was ist, was sich übers Leben total verändern kann in die Symptome?

00:50:00: Dass man sich das ein bisschen offen hält im Sinne von, wenn's mal eine Großveränderung gibt oder einen großen Wechsel gibt und ich merke da ... da dann die Beeinträchtigungen und merke da eben Leidensdruck, dass ich dann ja auch noch mal auf die Suche gehen kann oder mir das beantworten möchte.

00:50:15: Aber jetzt gerade geht es mir gut und ich brauche das für mich nicht.

00:50:19: Also auch da ist eine neue Diversität ein Spektrum.

00:50:22: Man kann sich auch vorstellen wenn das vielleicht der Spektum ist und hier ist ADHS, dass du dich vielleicht da befindest, also dass du eben nicht in diesen pathologischen Kriterien gerade drinsteckst sondern dass du da vielleicht eher zutendierst aber dass eben nicht gerade die Kriterien alle erfüllst.

00:50:39: Dann musst du das natürlich auch nicht für dich beantworten, aber wenn sich das irgendwann anders anfühlt oder Beeinträchtigungen da sind, kannst du es ja dann machen.

00:50:48: Schreib's mir!

00:50:49: Und kann man auf dem Spektrum nach links und rechts wandern?

00:50:53: Also ist es so ... Du bist da und ne?

00:50:59: Dann bist du da so oder so was?

00:51:00: Oder kann es sein, ich sag jetzt mal, dass ich bis zu meinem zwölften Lebensjahr eigentlich nicht, dass so stark war zwischen drei zehn und neunzehn sehr stark.

00:51:11: Dann habe ich aber in der Uni etwas gefunden was mir sehr gut getaucht hat.

00:51:14: dann war ich auch immer total gut und so.

00:51:16: Da war es wieder weniger und da bin ich in den Job gekommen.

00:51:19: der adhs-lawi mich wo fand ich ja immer glaube das ich das nicht bin aber kreative ja dann irgendwie gefördert hat uns kreativen Ein Spektrum gebaut einen Umfeld gebaut hat, wo wir einfach wirklich uns um nichts kümmern mussten.

00:51:34: Das ist auch bei Jungformat so gewesen eigentlicherweise.

00:51:36: Du wirst als Kreativer und der Strategie gewusst, da wird ja wirklich alles um dich herumgebaut damit du bloß nicht abgelenkt bist und nur genial sein kannst.

00:51:43: Und dann merkst es gar nicht mehr.

00:51:46: Dann kommst du vielleicht irgendwann ein Punkt oder sowas und im Kontext du merkst okay... Hier verändert sich wieder was und dann kannst du mehr auf den Spektrum wandern.

00:51:54: Geht das oder ist man immer so in einem Punkt?

00:51:55: Eigentlich

00:51:57: genauso, wie Du beschrieb.

00:51:58: Das kann genau so sein, dass sich die Symptome über die gesamte Lebensspanne wahnsinnig wandeln und das auch vom Umfeld abhängt ob sie gerade zur Beeinträchtigung führen oder nicht.

00:52:12: Das Konzept Schule zum Beispiel da kannst Du ja nicht frei wählen mache ich es jetzt oder nicht?

00:52:16: oder wie gestalte ich mir das jetzt?

00:52:20: ich weiß nicht, sechs, sieben Stunden am Tag dann da sitzen und dem Lehrer zuhör.

00:52:23: Nee, glaubt ihr das jetzt spannend erzählt oder nicht?

00:52:25: Dein Job kannst du vielleicht so gestalten also im besten Fall natürlich, dass es was ist, was besonders kreativ ist, auch da wahrscheinlich mit viel auch Positiven aber Druck verbundenes, was mit wenig irgendwie gleichen Aufgaben zu tun hat.

00:52:41: Und da können sich die Symptome total anders

00:52:44: zeigen.".

00:52:45: Da muss ich doch mal eine Richtdove fragen stellen, aber das darf ich hier im Podcast.

00:52:48: Erlaubnis

00:52:49: erteilt?

00:52:49: Was ist denn ... Okay wenn wir dann sagen okay die Auswahl des Umfelds hat einen maßgeblichen Beitrag wie sehr du das spürst fühlst und wie sehr da drunter leidest.

00:53:01: Würde dich jemand der eine Diagnose hat eher in deinem Umfeld geben wo Kreativität stark gefördert wird?

00:53:09: oder wäre es gesünder für mich wenn ich Zimmermann werde entspannt lerne, also fucking präsent zu sein.

00:53:17: Diese Sache halt machen oder Töpfern oder so was?

00:53:20: Also wirklich wo eben ganz wenig Ablenkung ist und viel ich banalysier jetzt mal so senden.

00:53:28: Was ist besser?

00:53:28: quasi diese Art von Medizin or let's go into the wild.

00:53:32: Das würde

00:53:33: ich dir super gerne beantworten aber das ist natürlich wahnsinnig individuell.

00:53:37: Die Menschen die vor mir sitzen also manche Sie ziehen genau so dieses im Moment sein oder vielleicht auch wirklich besonders viel Struktur haben.

00:53:45: Ich muss mich gar nicht... muss das gar nicht selber leisten, sage ich mal.

00:53:49: Sondern es ist jeder Tag sehr ähnlich und gleich.

00:53:52: Sieht es auch an, weil das eine große Schwierigkeit ist.

00:53:55: Das ist so individuell ... Dafür ist die Psychotherapie gut, dass man sich den individuellen Menschen anschaut.

00:54:03: Welche Strategien funktionieren bei dem?

00:54:05: Welches Umfeld ist für die Person besonders gut und richtig?

00:54:09: Aber das kann ich natürlich nicht so brauschal sagen.

00:54:11: Es hängt viel vom Interessensgebiet ab.

00:54:14: Also... Ja, auf was hat der Mensch wirklich Lust?

00:54:18: Wo empfindet er große Euphorie und Begeisterung.

00:54:20: Und das kann ja sehr unterschiedlich sein.

00:54:23: Also für manche sind es dann Zahlen oder so.

00:54:25: Oder eben weiß ich nicht die Holzbeschaffungen von einem Tisch.

00:54:31: Das kann sehr unterschiedlicher sein.

00:54:34: Ja, mega spannend auch.

00:54:36: Ich finde es ganz cool so ein bisschen nochmal, dass du deine Perspektive so reinbringst und ich glaube das kann man ja gar nicht in dieser Sitzung.

00:54:41: Das wäre jetzt das Learning.

00:54:42: wir haben gestanden!

00:54:43: Wir können nicht in den letzten fünfzehn Minuten verstanden haben

00:54:46: ob

00:54:46: eine Person auch jemand der die zuhört wirklich eine Diagnose würdig ist.

00:54:51: aber trotzdem natürlich sind diese Indizien noch mal dargestellt was wir jetzt nochmal machen wollten.

00:54:56: Es gibt ja so viele Mythen um das Thema, ne?

00:54:57: So'n bisschen ketzerisch das immer gesagt wird.

00:54:59: vielleicht hast du nochmal zwei drei Setzen so deine Expertenmeinungen dazu.

00:55:02: immer gibt's So eine Sache, die man ja wirklich immer hört, Trending-Topic.

00:55:07: Aber der ist das nur eine Modi-Diagnose!

00:55:10: Ja, also darüber haben wir auch schon so ein bisschen gesprochen.

00:55:13: Das ist quatsch, ne?

00:55:15: Also der ADS gibt es schon lange, das ist auch schon lange in unseren Fachbüchern drin.

00:55:20: Es ist eher ein Versagen unserer Fachgruppen, dass wir das solange übersehen und nicht richtig diagnostiziert haben.

00:55:27: Es sind bestimmt dank Social Media und medialer Aufmerksamkeit mehr jetzt im Thema aber das gab's schon immer.

00:55:36: ADS verwext sich, könnte man ja sagen.

00:55:37: Das ist ein Kinderthema und man wächst noch nicht mehr so präsent?

00:55:41: Auch da ist die Wissenschaft sich jetzt mehr einig, dass die Prävalenz, also wie oft ADS auftritt in allen Altersgruppen, sich gar nicht mehr groß verändert.

00:55:51: Also das heißt durch alle Alterskruppen hinweg ist es ungefähr die gleiche Präivalenz.

00:55:55: Die Symptome verändern sich.

00:55:57: dann haben wir gerade dabei gesprochen und das kann natürlich anders wirken, sich anders lagern aber das verwächst sich in der Realität nicht.

00:56:05: Und wir haben schon viel über Umfeld und Beziehung gesprochen.

00:56:08: Würdest du sagen, er ist ein Beziehungskiller?

00:56:12: Nee, das würde ich nicht sagen.

00:56:14: Also ... nee, das würd ich nichts sagen.

00:56:17: Sondern?

00:56:19: Das kann Einfluss nehmen auf Beziehungen, das kann natürlich zu Unutführen.

00:56:25: Wenn dann der eine Partner immer den ganzen Haushalt schmeißen muss, weil der andere das natürlich schwer findet.

00:56:31: Das kann aber auch eine wahnsinnig große Bereicherung sein und ich erlebe das immer wieder, dass es auch ein bisschen anzieht.

00:56:38: Dass Menschen mit ADS oft auch Partner haben die auch auf dem Spektrum sind.

00:56:42: Voll!

00:56:44: Ich denke nur an unsere Retreats.

00:56:47: Ich glaube ja nicht, die Möten sind ...

00:56:48: Liebes Pärchen aus Unre-Treat.

00:56:50: Ihr wisst ... Ihr wist

00:56:51: von dem, wer spricht's?

00:56:53: Liebe Grüße gehen raus, ihr Leben!

00:56:56: Die da sind zwei Spektren in einem

00:57:00: Exzernachse

00:57:01: geworden.

00:57:02: Warum klappt das dann gut?

00:57:04: Weil der ein großes Verständnis ist für einen anderen.

00:57:07: Weil man als Beispiel irgendwie in der Unterhaltung ist ein leichter Feld über ... zehn Themen gleichzeitig zu springen und zu reden.

00:57:16: Und da schnell zu sein, in dem Tun oder auch zum Beispiel in Bezug auf Interessen oder so, dass es völlig normal ist, von sich aus ein Hobbys auszuprobieren, sich die Sachen immer neu zu holen dann doch nicht zu machen.

00:57:26: Also das ist ja gleich gesetzlich gern, wo wahrscheinlich viel Verständnis für den anderen ist.

00:57:34: Und apropos Verständnissen?

00:57:35: Ein Mythos, den man ja immer lange gehört hat ... Wir haben schon bisschen aufgelöst.

00:57:38: trotzdem noch mal ganz konkret.

00:57:40: ADS haben ja nur Jungs!

00:57:42: Ja, das ist eigentlich genau so.

00:57:44: Aber haben wir auch schon gesprochen ... Das ist nicht so.

00:57:47: Auch da sehen wir, dass die Frauen wirklich wahnsinnig lange unterdiagnostiziert waren.

00:57:53: Also das heißt, da kommen jetzt ganz viele Frauen nach und die Forschung verändert sich auch total, dass sie fragebügender immer besser werden.

00:58:01: Man muss sagen, dass diese fragebügende auch wirklich diesem Gender-Healthgap unterliegen.

00:58:07: Dass die natürlich viel eben auf dieses ganz klassische männliche ADHS geschaut haben.

00:58:12: Und das ist aber was, was ich gerade ... viel verändert.

00:58:16: Du hast ja schon berichtet, es gibt viele Bücher aus Studie neu zu eben auch Frauen und ADHS.

00:58:20: noch mal ganz wichtig um halt da nicht immer wieder so falsch rauszuselektieren wie wenn man dieses Klassik in den klassischen Zappelfillips vor Augen hat.

00:58:29: Und wir hatten jetzt schon gesagt okay das kann auch eine Stärke sein im Filmbelang.

00:58:32: du hast gesagt okay aber nicht romatisieren sondern ist auch ein leines Druck da.

00:58:36: Nichtsdestotrotz was erlebst du bei dem Personen auch als extreme Ressourcen?

00:58:42: Ja, das ist oft... Also ich empfinde es im Gespräch schon so.

00:58:45: Das sind oft sehr bunte Biografienmenschen die bereit sind auch Risiken einzugehen, die offen sind Neues auszuprobieren, die wirklich auch gut sind im Improvisieren.

00:58:59: Das dann auch oft zum Beispiel die, die dann erzählt haben Ich habe nicht einmal in der Schule gelernt aber wenn der Lehrer mich dran genommen hat, ich wusste immer genau was sie sagen soll.

00:59:07: Da ist oft Ja, einfach eine große Begeisterungsfähigkeit ist es ja auch.

00:59:11: Man kann jetzt irgendwie sagen warum probiert jemand zu viele Hobbys aus und lässt das dann wieder sein?

00:59:15: Aber es kann ja auch nur eine tolle Qualität sein wenn jemand einfach offen ist und neue Sachen ausprobiert.

00:59:23: Und das wird so sagen weil das ein bisschen ein Business Podcast ist.

00:59:27: was würdest du sagen wenn ich jetzt quasi als Führungskraft ... spüre da haben welche ja und in meiner alten firma die ich hatte da waren vier fünf kandidaten drin waren meine fresse die so nicht dass du nicht groß und die wussten das auch selber.

00:59:44: Wie setzt man die am besten ein?

00:59:46: Also wie schafft man ein gutes Umfeld damit, wie ihre Stärken stärken können ohne halt über ihr Schwächen zu stolpern.

00:59:52: Ja also im besten Fall passiert das wirklich auf einer ganz individuellen Ebene, dass man dann im Gespräch ganz mit der Person schaut, wie funktioniert die Person am besten.

01:00:02: Was braucht sie um das möglichst als stärken zu nutzen?

01:00:06: Also sind das zum Beispiel so was wie flexibler Arbeitszeiten und viele Arbeiten nachts

01:00:10: z.B.,

01:00:10: weil da ist mehr Ruhe da.

01:00:14: mehr eben in diesen Hyperfokus kommen kann, brauche ich eher die Anwesenheit anderer Menschen um nicht in das Prokrastinieren zu kommen.

01:00:21: Also manche brauchen das zum Beispiel lernen lieber in der BIP oder mit anderen damit man eben das Gefühl hat man kann sich selber nicht so austricksen sag' ich mal.

01:00:29: Oder brauche Ich eben doch vor allem das Homeoffice wo besonders viel Ruhe ist, wo besonders wenig Reize da sind, baue ich vielleicht ein neues Canceling Kopfhörer die mir den Arbeitsalltag erleichtern.

01:00:41: also wirklich... viele Deadlines, muss mein Arbeitgeber mir oft sagen okay das muss wirklich bis dann gemacht werden weil damit können viele alle sehr gut arbeiten.

01:00:52: Es gibt vielleicht Routine Aufgaben die ausgelagert werden können die bei der Person einfach nicht gut aufgehoben sind weil das was ist was dann oft liegen bleibt.

01:01:01: wo kann ich vielleicht die Personen besonders einsetzen um Neue Ideen zu haben unkonventionelle Ideen, zu haben oder mal eben wie gesagt so außerhalb des normalen zu denken.

01:01:13: Ja also solche Sachen sollte das kann man natürlich auch da nicht pauschal sagen aber am besten sollte es natürlich in dem Gespräch stattfinden um zu schauen dass man das nutzt.

01:01:22: ja das deckt sich auf jeden Fall somit auch den strategien die ich dann angewendet habe.

01:01:27: Deadlines gesetzt und die Projekte durften nicht so lange gehen, weil das war nur ein drei Wochen Projekt gemacht.

01:01:31: Das war die erste Woche, dachtest du mal eine Fresse, wenn das das Tempo so bleibt dann geil ja.

01:01:36: aber dann war schon ab elftalf oder sowas war es eigentlich schon so vergessen.

01:01:40: und da die projekte kompakt und schmal halten schnell tatsächlich auch einen guten Rhythmus aus ein bisschen Anwesenheit um auch die energie weiß ich noch.

01:01:48: Leute die gerne Energie austrahlen gerne Energie auffangen aber tatsächlich am meisten delivered haben diese leute in der nacht Ja.

01:01:56: Das ist halt wirklich so, ne?

01:01:57: Dann hast du dann um, weiß ich nicht ... zwei Uhr, vierzehn oder sowas die Slack-Nachricht bekommen.

01:02:04: Dass sie's halt gemacht haben und weiß dann okay zwischen zwanzig Uhr und jetzt war glaub ich der Full Flow Time.

01:02:11: Und das glaube ich total wichtig für viele Leute weil du kannst es tatsächlich, wenn du die Rahmenbedingungen dafür schaffst, kannst du wirklich auch Kraft abschöpfen, die heftig ist.

01:02:22: Und was ja ... Wir reden immer viel über die Longevity-Säulen.

01:02:29: Gibt es auch Interventionen in Form von Ernährung, Schlafroutinen?

01:02:33: Was spielt das für eine Rolle?

01:02:35: Also, man muss sagen, das ist, finde ich auch ein ganz wichtiger Aspekt.

01:02:38: Es ist wirklich so, dass ADHS koaliert mit einer geringeren Lebenserwartung.

01:02:42: Bei Frauen sind es acht Jahre, bei Männern sieben Jahre.

01:02:46: Das ist noch mal eine große Studie von zweitensam zu fünfundzwanzig gezeigt.

01:02:49: Das is natürlich keine direkte Koalition.

01:02:51: Dass jetzt ADHS an sich bedingt.

01:02:53: Aber wegen Begleiterkrankungen, Angststörungen, Depressionen ... Verkehrsunfällen, Sucht und Abhängigkeit ist das eben so, da's ne geringere Lebenserwartung ist.

01:03:03: Und dafür... erstens total wichtig, das über sich zu wissen und dann eben auch in Behandlung zu gehen.

01:03:09: Und genau auf diese Sachen zu schauen, dass man dem natürlich entgegen wirkt.

01:03:14: Also ich glaube da kann man natürlich nicht so ganz pauschalisieren aber spielt Bewegung eine große Rolle gerade beim Thema Hyperaktivität.

01:03:26: Das ist was, was auch tatsächlich auch Studien zeigen.

01:03:28: Dass das wirklich positive Effekte auf die Symptomatik hat.

01:03:33: Klar, Schlaf ist ein Riesenthema bei ADHS in der ganz viele große Schwierigkeiten mit, dass man da möglichst gute Routinen für sich findet.

01:03:44: Genau.

01:03:46: Und du hast ja auch noch nicht ... Therapeutisch so beschrieben und es sind ja oft langfristige große Dinge, aber du hast auch ein paar Tools dabei.

01:03:55: Wann kommen die denn so ins Spiel?

01:03:56: Also was ist das genau, dass man den Leuten auch teilweise geben kann zum Tomebener?

01:04:00: Also das kann ganz unterschiedliches sein.

01:04:03: Das können z.B.

01:04:06: Tipps sein wie ich meine Emotionen besser reguliere oder z. B. eben wirklich etwas ganz Praktisches ein neues kennstehen Kopfhörer oder so was, ne?

01:04:16: Oder zum Beispiel wie steuere ich Impulse.

01:04:18: Also wenn ich etwas gefragt werde ... Was Wichtiges gefragt wird, zähle ich dann vielleicht erst mal zehn oder sag grundsätzlich immer, da muss ich nochmal kurz drüber nachdenken, damit ich nicht spontan sofort Dinge zusage oder was dazu sage.

01:04:31: Das sind ganz ... Ja, also ganz hands-on Tipps, sag ich mal.

01:04:37: Oder eben sowas etwa wie Fidgets, also kleine ... Tools, sage ich mal mit denen man die Aufmerksamkeit besser halten kann.

01:04:46: Mit den

01:04:46: Ringe oder was ist das zum Beispiel?

01:04:47: Genau, also ich habe ein paar dabei.

01:04:49: Ja, zeig mal gerne.

01:04:49: Kannst du mir

01:04:51: zeigen?

01:04:52: Genau da gibt es ganz unterschiedliche Sachen.

01:04:53: Da haben auch Menschen große Präferenzen, was da gut ist.

01:04:57: aber das kann z.B.

01:04:59: so etwas sein wie... solche kleinen Bellen, die man ja auch ganz gut ... Das ist was, das gar nicht so sichtbar ist.

01:05:04: Dass man gut immer dabei haben kann oder so Fidget Cubes, wo dann an jeder Seite irgendwas anderes machen kann.

01:05:11: und wenn man irgendwie zum Beispiel weiß ich habe jetzt ein Meeting, das wirklich Ewigkeiten dauert und es wird für mich wahr oder vielleicht auch online lochen und das wird total langweilig und ich hab da Schwierigkeiten aufzupassen, dann kann man sowas z.B.

01:05:23: ganz gut haben, wo man eben ... Ja, wo man ein bisschen Befriedigung empfindet.

01:05:28: Wenn man da dran rumdrückt oder so ein bisschen diese typische Luftpolster-, Folie-Anhänger bekommen ... Die Patienten bei uns, wenn die Diagnose bekommen, bekommen sie auch alles.

01:05:41: Das ist so ein ... Genau, also sowas kann ganz kleiner Tipp sein um eben zum Beispiel die Aufmerksamkeit besser halten können mit der Unruhe oder so.

01:05:50: Kleiner Tipp da was auch innen ist und das auch optisch wiederkommt sind diese buddhistischen Ketten wo so welche hin dran sind.

01:05:55: Da haben wir immer so ... Hast du dich eigentlich getriggert gefühlt dass ich während unseres Venture Capital Workshops da den ganzen Block voll gemalt hab?

01:06:03: Nö, ich habe ja auch selber rumgekratzt.

01:06:05: Ja, aber meinst das schön aus!

01:06:07: Natürlich ist der Tor uns schöner aus, wir schicken noch ein Foto.

01:06:11: Nö so!

01:06:12: Aber das hilft auf jeden Fall während des mal man malen darf.

01:06:14: Ich bin früher ultra getriggert bei anderen Leuten wenn die im Meeting angefangen haben halt so einen Block voll zu malen und mittlerweile... Das ist

01:06:20: total apäutisch.

01:06:21: immer die Schulter gucken was die teilweise in der Saison mit schreiben

01:06:23: kann.

01:06:24: Manchmal ganz gemeldet und nicht kein ansickes Wort.

01:06:27: also

01:06:28: ein Trigger Auch da so zu verstehen, das hat ... Das ist ja auch an Schulen ein ganz großes Thema.

01:06:34: Dass Kinder so was total abtrainiert werden sollen und still dann da sitzen oder eben nicht malen.

01:06:40: Aber zu verstehen steigert er die Aufmerksamkeit.

01:06:42: Genau!

01:06:42: Das hilft in dem Moment wirklich längerfristig auf mein Gesamtbleib, genau.

01:06:48: Und dass das eben nicht zu verstehen als die Person, die hergegabockt.

01:06:51: Die malt er jetzt rum und hört mir gar nichts zu.

01:06:53: Das ist, glaub ich, ein wichtiger Aspekt.

01:06:57: Wenn es irgendwie geht im Zuhause, wenn man irgendwas nicht auswendig lernen muss oder so.

01:07:02: Dass man dabei sich bewegt zum Beispiel.

01:07:06: Ja, mega viele Tipps!

01:07:07: Also wir haben, glaube ich, einen ganz schönen guten Überblick bekommen.

01:07:09: Richtig viel verstanden.

01:07:10: also ADS ist real.

01:07:13: Frauen dürfen nochmal besonders schauen ob da wirklich vielleicht was ist, was sie lange nicht als Muster bei sich verstanden haben.

01:07:20: und genau du hast sowohl die Kriterien als auch die Therapie super beschrieben.

01:07:24: Ich glaub ganz wichtig eben auch noch mal zu verstehen, man kann dann ganz viel machen und es kann eher eine Erleichterung sein.

01:07:30: Es soll keine Stigmatisierung sein!

01:07:32: Und ich fand auch noch ein ganz krass diesen Gesundheitsaspekt, das ist wirklich mit unserer Lebenserwartung korreliert.

01:07:37: Das heißt da auch wirklich nochmal bereitzuschauen okay ja welche Anforderungen meinem Leben da sind was für einen Umfeldbrauch richten adersfreundliches Leben zu gestalten richtig spannend?

01:07:46: Was würdest du abschließen sagen wir Leute jetzt zum ersten Mal gedacht haben bei der Folge irgendwie nur so ein bisschen wie Toran immer auch das jetzt begleitet hat Da finde ich mich wieder, was wäre ein guter Next Step?

01:07:57: Wenn man so eine Idee jetzt entwickelt.

01:07:59: Also sich schon mal ernst nehmen ist glaube ich ein wichtiger Aspekt weil das was ist... viele Menschen so ein bisschen abtrainiert vom haben.

01:08:07: Und ich glaube, in unserer Zeit ist es total wichtig über seine eigene Gesundheit Bescheid zu wissen.

01:08:14: Also jetzt gar nicht nur auf psychische Gesundheit bezogen aber sich selber da wirklich ernst zu nehmen in den Symptomen und sich dann wenn man merkt das ist schon was was viel auf mich zutrifft.

01:08:25: Es gibt auch gute Literatur Websites wo man da mal ein bisschen reinschnuppern kann Ja, da dran zu bleiben.

01:08:33: Also den Weg dann auch ruhig zu gehen.

01:08:35: Und allerletzte Frage ganz persönlich an dich was machst du für deine mentale Gesundheit?

01:08:41: Hast du da so einen Tipp, den du mitgeben kannst?

01:08:46: Ich würd sagen mein Hund.

01:08:49: Ich glaube der ist für mich ein kleiner Achtsamkeits-Anker.

01:08:52: also der begleitet mich auch in meine Praxis und er erinnert mich wirklich ganz oft daran im Hirn jetzt zu sein.

01:09:01: der fördert mal Bewegung.

01:09:02: Du musst einfach mit ihm gehen, dreimal am Tag bin ich mit dem spazieren aber es gibt ganz oft Momente am Tag wo ich wirklich so im Moment bin weil ich dann welche das streichere ich denn mit ihm bin und ja dann eben nicht mehr die Greife oder so sondern Da wird ihm eine schöne Zeit ab.

01:09:24: Ich denke an meinen Tochter, weil wir haben viel dieses Jahr auch sehr klein und ich mit ihr unterwegs bin und sie guckt aber so viel beim Spazieren im Land und macht immer so ein Geräusch von so ganz toll wenn sie so Blätter zum Beispiel sieht.

01:09:35: Und das wäre so, da hab'n musste ich gerade dann denken, weil das genauso meins ist wo ich versuche auch das nochmal so wahrzunehmen.

01:09:41: Es wird immer so missbraucht als ein Problem.

01:09:45: Aber ich dachte mal, sie genießt es richtig dick und das ist natürlich total schön was man von gehen hat mit den Tieren.

01:09:50: Genau!

01:09:51: Das ist ja so simpel.

01:09:52: Eine Achsamkeit wird ja manchmal wahnsinnig intellectualisiert aber das ist am Ende Achsamkeiten also wirklich in dem Moment einfach nur den Hund umarmen Wärme zu genießen oder so.

01:10:04: Also, das einfach für einen kurzen Moment hier und jetzt zu sein ... Das bringt mir ja ganz gut täglich bei ... Schön!

01:10:12: Aber wo über dich grade sprechen?

01:10:13: eine ganz blöde banale Frage, aber ich stelle sie trotzdem mal vielleicht fragen, ob ich es andere ... Können ADHSler-ADHSler therapieren?

01:10:21: Klar natürlich.

01:10:22: Hast du ADHS?

01:10:23: Ich hab also... Ich weiß nicht, ob wir ADHS haben.

01:10:27: Ich denke nicht.

01:10:29: Aber unsere gemeinsame Freundin.

01:10:30: Ja

01:10:32: Da denke ich

01:10:32: auch.

01:10:32: Ja, das ist so.

01:10:39: Das geht super!

01:10:40: Also das ist gar kein Problem.

01:10:44: Ich glaube sogar manchmal besser.

01:10:51: Hast du noch einen Heck der Woche mit dem Furchtunterschlage, dass du auch noch ... Wir haben schon unsere Kinder und Hunde Emotionen geteilt.

01:10:59: Warst du noch irgendwas was du teilen willst?

01:11:01: Grundsätzlich Kinder sind natürlich ein unfassbares Tool um präsent zu sein.

01:11:05: Ich hab das ja schon mal in einer anderen Folge gesagt.

01:11:08: Manchmal genieße einfach die Gesichtszüge meiner Kinder anzugucken und quasi mit den Augen, die Gesichtzüge so abgehen.

01:11:13: Also erst in Kindern, die nahe mich natürlich erfreut ist das Subjektiv.

01:11:17: wie kann man es als Vater von zwei Töchter nicht finden?

01:11:20: Natürlich hübsche Kinder sind so!

01:11:22: Und ansonsten klar ich habe viele Tools, die alle in die Routine gehen.

01:11:27: meine Sachen sind immer vorgepackt.

01:11:29: keine Zeit verschwenden wenn ich reise.

01:11:31: T-Shirts Hose vorgepackte saubere Arbeitsplatz, jede Aufgabe hat seinen Ort und ich merke sofort.

01:11:37: Ich bin emotional unreguliert wenn ich mit dem Laptop am Küchentisch sitze als wenn ich mir im Eimäck oben im Büro halt sitzen ist halt direkt so andere Energien.

01:11:45: also schafft euch eure Ruhephasen.

01:11:48: was Achtsamkeit angeht haben wir beide gerade geschickt bekommen.

01:11:50: ich benutze seit vier Tagen finde es eigentlich ganz cool.

01:11:52: Düfte mega gut für Leute, die so ein bisschen wirbelig im Kopf sind.

01:11:58: So einen Duft erholt dich einmal kurz ins Hier und Jetzt.

01:12:00: ne?

01:12:01: Wir haben so eine... Das

01:12:01: ist einer von morgens, einer verabend.

01:12:03: Genau!

01:12:03: Einer vom Morgens von Erne schaut an euch eine unbezahlte Werbung ASU.

01:12:08: Ja genau!

01:12:08: Die haben

01:12:09: es einfach geschickt als Test.

01:12:11: Richtig

01:12:12: cool und dann einfach wie so ein kleiner Stick wo man früher vielleicht geraucht hätte oder sowas einmal dran zu riechen.

01:12:18: Meine Kinder haben so Öl was sie sich auf den Händchen machen dran riechende Duft Super.

01:12:26: Ja, nutze ja auf jeden

01:12:28: Fall die

01:12:28: kleinen Rolle auch, die man auf dem Unterarm macht.

01:12:30: Genau.

01:12:31: Man kann eine Tasche dabei haben für Flugabend.

01:12:33: Angst gibt es welche mit Ingwer-Zitronengeruch.

01:12:35: Ja spannend Geruch als sie sind noch cool.

01:12:38: Johanna vielen Dank war so spannend.

01:12:40: Danke dass du da warst und wir sagen wie immer ihr Lieben stay healthy.

01:12:44: Stay nerdy.

01:12:45: Dieser Podcast dient ausschließlich der allgemeinen Informationsvermittlung.

01:12:48: Die Inhalte ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung Diagnose oder Behandlung und stellen keine Therapie- oder Handlungsempfehlungen dar.

01:12:55: Sie spiegeln den aktuellen Wissensstand zum Zeitpunkt der Aufnahme wieder, es werden keine Heilversprechen gegeben!

01:13:00: Bitte wendet euch bei gesundheitlichen Fragen oder beschwerden immer an eure behandelnde Ärztin.