Von Swipe zu Burnout: Was Social-Media mit deiner Gesundheit macht mit Elisabeth Koblitz

Shownotes

Heute müssen sich alle mal an die eigene Nase fassen. Es geht um die heißeste Währung unserer Zeit: Aufmerksamkeit. Durch Social Media ist Time Confetti an der Tagesordnung. Hoch konditionierte und ins letzte Detail ausgefeilte Algorithmen bestimmen unseren Fokus - und damit auch die Inhalte, Weltbilder und Ideale, die wir in unser Leben lassen.

Doch was tut uns gut und was ist vielleicht viel, viel schädlicher als wir uns eingestehen wollen? Endlose Reels und Stressoren werden immer unberechenbarer, denn dass unser News-Feed in unserer Kontrolle liegt, ist wirklich nur eine Illusion.

In dieser Folge ist die Newsfluencerin, Journalistin und Expertin für Mediennutzung Elisabeth Koblitz zu Gast. Über hunderttausend Menschen folgen ihr auf den Sozialen Medien und ihr Buch über Social-Media Nutzung für Kinder wurde zum absoluten Bestseller!

Anne und Toan diskutieren mit ihr die Frage: Sind digitale Toxine schlimmer als Drogen? Was sind die Folgen ständiger Überstimulation unserer Dopaminrezeptoren? Was ist so gefährlich an Dopaminhopping? Was ist kinetische Aufmerksamkeit - und wieso hat sich diese in den letzten 20 Jahren halbiert?

Natürlich widmen wir uns auch möglichen Lösungen: Wie können und sollten wir mit digitalen Toxinen umgehen, um unsere mentale und körperliche Gesundheit zu schützen - und unsere Zeit und Aufmerksamkeit aktiv zu managen?

Wie ihr uns kennt, gibt es einige neue “Boss-Moves”, Hacks und Cheatcodes, die wir nutzen können, um über unsere Konzentration, Zeit und Inputs in unserer Welt zu bestimmen.

Elisabeth auf Instagram

Das Buch von Elisabeth findet ihr hier

Den neuen "Dopamine Reset Guide" von New Zapiens findet ihr hier: https://newzapiens.com/tools/dopamine-reset-guide

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Toan's Think Thank, Venture Studio & Angel Collective: https://from-the-future.io

Produziert von Podstars by OMR. Powered by Longevity Germany Eine Brand FROM THE FUTURE

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Transkript anzeigen

00:00:00: Die eine ist Ärztin, Harvard-Absolventin und Unternehmerin.

00:00:04: Sie glaubt an Gesundheit durch Alltag, Achtsamkeit und ein gutes Leben im Gleichgewicht.

00:00:09: Der andere gilt als Supernerd und Wunderkind.

00:00:14: Er glaubt on Gadgets, Daten, Innovationen und dass Technologie der Schlüssel zur Langlebigkeit isst.

00:00:20: Gemeinsam suchen sie nach Antworten!

00:00:28: Willkommen bei – die ÄrztInn und der Nerd.

00:00:34: Powered by Years, Europas modernster Longevity Clinic und Performiola.

00:00:39: Den ärztlich formulierten hyperpersonalisiertesten Premium Supplements.

00:00:44: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Die Ärztin und der Nerd!

00:00:48: Ich bin die ÄrztIn

00:00:49: und ich bin der Nerd Und heute sprechen wir über ein ziemlich spannendes teilweise vielleicht auch ein bisschen gruseliges Thema.

00:00:56: Ja Wir werden über etwas sprechen wovon ich sage jetzt mal die meisten Leute wissen dass es nicht hundert Prozent gesund sein kann Aber trotzdem machen wir es.

00:01:07: Und es ist etwas, wovon ich zu meinem Fall davon sprechen muss, dass ich dieser Sache relativ viel zu verdanken habe was man eine Karriere angeht.

00:01:15: Also das hat gelost und heißt ja viele heiße und ich spreche nicht von Kokain also bald ist jemand gerade irgendwie denkt, sondern wir sprechen über Social Media und Smartphones.

00:01:25: Und wir haben dafür heute eine ganz tolle Gästin am Start, nämlich die liebe Lisa Bettkoplitz, die ich wützigerweise aus der Kita kenne.

00:01:35: Shout out an Hamburg und Kita.

00:01:39: sagen wir ja nicht was es ist.

00:01:41: Unsere Kinder waren da nicht wie beide?

00:01:43: Stimmt!

00:01:44: Genau unsere Kinder waren gehalten.

00:01:46: Und dieser Bett ist nicht nur eine Newsferencerin, dass wir nachher auf jeden Fall besprechen, was das eigentlich ist.

00:01:52: Ja?

00:01:52: Sondern auch seit einigen Monaten konstant auf der Spiegel-Bestsellerliste mit einem ganz tollen Buch, wo wir aber auch besprechen werden nämlich alle haben einen Smartphone in Anführungssprüchen eigentlich um Kinder geht und deren Nutzung mit Zooschminna, wo ich aber beim Lesen ganz oft gemerkt habe, ah ja, ich fühle mich hier auch ertappt, was eigentlich hier passiert!

00:02:16: Genau, also herzlich willkommen.

00:02:18: Dankeschön, dass du da bist!

00:02:19: Danke für die Einladung.

00:02:20: Und bevor wir ganz viel über dich erfahren und dich mit Fragen löchern, frage ich erst mal ganz kurz in unserem ...

00:02:28: Pulscheck

00:02:34: Du bereitest dich ja immer besonders vor mit deinen Selbsexperimenten auf unsere Folgen?

00:02:38: Was hast du denn für die heutige Folge erlebt oder nicht erlebt, erfahren?

00:02:42: was gibt's Neues?

00:02:44: Also das Experiment für diese Woche war ja relativ einfach.

00:02:46: Ich habe quasi einfach Social Media-Abszenenz gemacht.

00:02:51: Okay, gut hast du recht!

00:02:53: Ich hatte mir eigentlich vorgenommen fünf Tage keinen Socials zu benutzen und es wurde nach am Ende nur drei Tage... Hab ich es

00:02:58: aber nicht gemerkt die Woche?

00:03:00: ...ich hab nichts gepostet.

00:03:01: Aber

00:03:01: WhatsApp?!

00:03:03: Ok wenn wir so präzise direkt... starten wollen in dem Podcast, ja?

00:03:07: Dann die gängigen Social-Media-Posting-Kanäle der Selbstdarstellung.

00:03:13: Wenn du so möchtest.

00:03:13: Ja also ich habe diese auch kein Instagram benutzt und keinen LinkedIn benutzt.

00:03:17: Und hab dann tatsächlich anhand wie ihr wisst... Ich hab ja zwei Variables mal getested was das eigentlich mit meiner Gesundheit macht.

00:03:27: Seit vielen Wochen weißt du ja, ich bin ja nur am Reisen gerade eigentlich bei WUB nur gelbe Werte gehabt und dann habe ich es nicht geschafft wieder in den grünen Bereich zu bekommen.

00:03:34: Jetzt hab' ich drei Tage keinen Social gemacht und wissen dass sich fast alle Variabeln gleichgelassen haben, aber so gleicher Sport die gleichen Supplements und Co.

00:03:43: schaut dort an Performular-Werbung habe ich sich geschafft die letzten zwei Tage wieder auf Grün zu kommen Und mein Stresslevel war niedriger.

00:03:52: Ich bin jetzt bei neunsechzig einmal Grünen gewesen, heute achtundsiebzig Prozent was insofern aber krass ist weil mein Schlaf die letzten Tage eher schlecht war und wer auch einer Veranstaltung waren wo ich als introvertierte ja auch teilweise ein bisschen leide wenn es sehr laut wird.

00:04:07: Wo ich gedacht hätte dieser Tag geht auf jeden Fall voll den Bach runter und ich war trotzdem grün.

00:04:13: Meine Hypothese Das ist gar nicht so der Instagram-Real-TikTok-Content, der mich in Anführungsstrichen krank macht.

00:04:21: Sondern... Also was heißt Hypothese?

00:04:24: Ich weiß es eigentlich, ne?

00:04:26: Mir hat's gut getan nix zu posten!

00:04:28: Weil ich halt schon ein kleines Äffchen bin, dass wenn ich poste, dann nehme ich mir vor, nichts zu gucken wie performant das ist.

00:04:36: Aber ich gucke dann trotzdem.

00:04:37: Nimmst du dir vor

00:04:38: wirklich?!

00:04:39: Ja, eigentlich schon,

00:04:40: ne!?

00:04:40: Also ich hab' mir eigentlich mal vorgenommen, dass ich sage Wichtiger ist, dass die Botschaft raustrage als wie die Resoniert.

00:04:47: Weil ich eigentlich einen Plan hab was ich sagen will.

00:04:49: Aber ich guck dann dort zum Aufviews und Impressions und so.

00:04:52: Und das ist eher so, dass ich auch mehrmals die Stunde gucke.

00:04:56: Absolut irre ist ja!

00:04:59: Mein Gefühl ist, du kriegst dir auch Likes.

00:05:04: Dass das irgendwie für mich nicht gut tut...

00:05:06: Ich denke, das ist nicht nur dein Gefühl.

00:05:08: Da gibt es ja auch irgendwie eine Korrelation zu.

00:05:09: Wir wissen ja, dass Social Media vor allem chronische Social-Media Nutzung was auslöst, was wir eigentlich von Substanz gebundenen Süchten kennen.

00:05:16: also wo's auch um das Zusammenspiel von Dopamin geht?

00:05:18: Was macht das mit unserem Cortisol und unserem Belohnungssystem?

00:05:22: Und da ist vielleicht auch etwas, wo wir ein bisschen darüber sprechen können, was passiert da auch wirklich neurobiologisch.

00:05:27: aber diese Korrelations oder diesen Vergleich gibt es.

00:05:30: Das ist wie in der Sucht!

00:05:31: Und eigentlich brauchen wir eine Balance auch in unserem vegetativen Erbensystem zwischen diesen Cortisolreizen.

00:05:37: Das kann durch Social Media ständig aus der Balance gebracht werden.

00:05:41: So ganz witzig, ich habe letztes so ein Meme noch gesehen.

00:05:43: das ist eigentlich Telefon, hier liegen ja schon wieder welche... Die Wunde entwickelt, damit wir Leute, die weiterwechselnd erreichen können und uns connecten können.

00:05:50: Und jetzt ist eher so das Bild Wir sitzen alle hier und haben unser Handy an der Hand.

00:05:54: Also dieses Nebeneinander existieren Das machen wir in den nächsten Stunden nicht!

00:05:59: Deswegen würde ich sagen statt mir doch direkt mal rein.

00:06:01: und unsere

00:06:03: Sprechstunden.

00:06:08: Ich glaube, dass es jetzt ein guter Moment um

00:06:12: dich

00:06:12: ja auch zu dem Thema zu fragen.

00:06:15: Wir merken, es ist ein Spannungsfeld aus verschiedenen Sachen.

00:06:18: Wir merkt auch direkt wie sehr das einen emotionalisiert.

00:06:21: und wie gesagt du bist heute da und für dich zumindest wie ich dich wahrgenommen habe.

00:06:28: Ich wusste ja dass du in der Kita bist und ich wusste, dass du ein bisschen Fame auch bist, aber ich

00:06:32: hab

00:06:33: mich eher auf Social Media gesehen hat es wahrscheinlich ja auch maßgeblich geprägt, wo du heute bist und was du halt machst und was deine Themen auch bestimmen.

00:06:43: Möchtest du vielleicht einmal ganz kurz dich forschen und so ein bisschen deinen Werdegang erzählen?

00:06:47: Und welche Rolle Social dabei auch gespielt hat?

00:06:50: Gerne ja!

00:06:51: Also Social hat wirklich eine große Rolle auch in meinem Leben gespielt.

00:06:54: also erst mal wo ich herkomme.

00:06:56: Ich bin wirklich klassisch ausgebildete multimedial ausgebilde Journalistin Und habe auch ganz klassisch im Journalismus angefangen.

00:07:04: Also wirklich Lokaljournalismus, hab dann acht Jahre in den USA gelebt dort als Freelance Producerin und freie Journalistin gearbeitet unter anderem fürs ZDF.

00:07:15: Das war so vor gut zehn Jahren.

00:07:18: Als ich dann auch gemerkt habe Ja das Social Media immer größer wurde und ich hatte mich damals ehrlicherweise als Privatperson dort angemeldet auch drei Kinder, die sind alle in den USA geboren und zwei fünfzehn frisch gebackene Mutter wollte ich einfach mal gucken was machen eigentlich deutschen Mamas so.

00:07:38: Und da habe ich mich auf Instagram angemeldet und schnell gemerkt Wow, A. Hier sind ganz schön viele Leute

00:07:45: B

00:07:46: alles wunderschön hier.

00:07:47: also damals war ja Instagram noch eine totale Inspirationsplattform keine Informationsplatform also überhaupt nicht politisch kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.

00:07:55: da sieht man auch wie schnell sich diese digitale Welt wandelt und hab dann aber auch so als Journalistin gedacht Ja okay hier verbringen sehr viele Menschen sehr viel Zeit Und das ist irgendwie so eine schöne Bubble.

00:08:08: Ich hab gedacht, eigentlich wär's auch ganz gut dieser schönen Welt mal ein bisschen mehr Realität einzuhauen und hab tatsächlich damals angefangen unter wunderschön... Damals waren es wirklich nur einfache Instagram-Kacheln wo man irgendwie das Avocado-Post, Toast gepostet hat oder Interior und dann habe ich Fotos gemacht und darunter aber politische Inhalte geteilt.

00:08:32: also das ist heute im Politischen Washington passiert Und ich hatte damals noch eine kleine Community, also wir sind hauptsächlich auch Mütter gefolgt und die haben gesagt, boah danke!

00:08:40: Ich hätte das alles gar nicht mitbekommen.

00:08:42: Ich gucke keine Nachrichten mehr.

00:08:44: Da habe ich schnell gemerkt okay da ist ein Markt.

00:08:46: Wir versuchen die ganze Zeit die jüngere Generation zu erreichen im klassischen Journalismus So können wir die erreichen.

00:08:54: und so habe ich halt angefangen das auf meinem Kanal aufzubauen und mich tatsächlich selbstständig gemacht jetzt Als Newsfluencerin, also ich fasse News kompakt auf Instagram zusammen.

00:09:04: Aber mittlerweile ist das nur ein kleiner Teil.

00:09:05: Ich sag immer, Instagram ist mittlerweile meine digitale Visitenkarte weil ich mittlerweile eine eigene News App hab für interessierte Frauen mit wenig Zeit und ja, interessiere mich aber auch für dieses Thema sehr.

00:09:19: Social Media im Allgemeinen war natürlich in den vergangenen Jahren sehr viel damit zu tun hatte beruflich Also es ist ein Werkzeug für mich.

00:09:27: tatsächlich

00:09:28: Gab's den Begriff Newsfluencer eigentlich schon vor dir?

00:09:31: Nee, tatsächlich nicht.

00:09:33: Das muss man einmal hier kurz festhalten und das sind ja Props an dich weil das ganze Thema also Inhalte auch super komplizierte Inhalten muss ich ehrlich sagen du hast ja nicht irgendwo in den USA gelebt also jetzt nicht irgendwie Malibu Beach oder so dann war es ja in Washington selber auch zu.

00:09:50: wirklich auch ich sage mal turbulenten Seiten die du mitbekommen hast Da hast du ja Informationen, ich sag jetzt mal auch mit normaler Alltagssprache

00:10:02: rausgebracht.

00:10:02: Genau.

00:10:02: Also das fand ich zum Beispiel immer gut weil es irgendwie snackable war um zu konsumieren.

00:10:08: Gleichzeitig aber so ein Tiefgang hatte um das halt zu verstehen, aber eben im Instagram.

00:10:11: Ich kannte das bis dahin gar nicht.

00:10:13: Dankeschön!

00:10:14: Ja also tatsächlich hab' ich mein... Beruf selbst kreiert.

00:10:18: Also ich habe mir heutzutage, kann man sich das gar nicht vorstellen aber auch damals gar nicht gedacht dass ich mich mal damit selbstständig machen kann mit Social Media und ich wurde ehrlicherweise auch von vielen Kolleginnen und Kollegen belächelt so nach Motto ist ja schön was du da auf Instagram machst.

00:10:32: Aber das war damals irgendwie auch sehr unattraktiv und viele sag ich mal ältere Kolleginnen und Kollegen haben darin gar nicht so die Chance gesehen, wo ich auch sage man schade wenn wir da mal irgendwie ein paar Jahre früher irgendwie reingegangen.

00:10:48: Aber genau ich habe dann immer so versucht zu erklären was ich mache und hab dann gesagt ja im Prinzip bin ich Influencerin nur halt für News das aber nicht bedeutet dass sich irgendwie eine politische also dass ich meine Community beeinflussen möchte sondern mir geht es eher darum sozusagen Die Gesellschaft und vor allen Dingen Frauen, weil es ist einfach so.

00:11:09: Viele Frauen haben Jobs, haben Kinder zu fliegende Angehörige und haben keine Zeit sich zu informieren.

00:11:16: Und ich möchte sie im Prinzip befähigen, denen die Information zu geben um eben mitreden zu können.

00:11:21: wir leben in einer immer komplexer werdenden Welt und dass man da irgendwie fundierte Informationen hat um eben auch eigene Entscheidungen zu treffen

00:11:29: Super spannend und auch finde ich eine super Zielgruppe, total spannend das zu hören wie sich das entwickelt hat.

00:11:36: Ich habe mich gefragt du hast ja das ist schon das Stichwort Werkzeug verwendet?

00:11:39: Und wir haben hier so ein bisschen schon jetzt gerade was Böses Social Media angeteasert im Pulscheck und ich hab auch so ein eher versuchend differenziertes Bild zu haben weil uns benutzen ist es einen Raum der Verbindung.

00:11:50: Social Media ist irgendwie etwas wo wir vielleicht schneller in Informationen kommen.

00:11:55: gleichzeitig natürlich kann's auch ein Stressor sein.

00:11:59: eigentlich in meinem Empfinden der Mehrwert von News, dass die aktuell und schnell sind.

00:12:04: Und dadurch vielleicht auch eher viele sind.

00:12:07: Das ist immer zack, zack!

00:12:09: Wie balanciierst du das?

00:12:10: Also das Pekt Stress und Überforderungen aber trotzdem Aktualität.

00:12:16: wie machst Du das?

00:12:16: Du musst ja immer schnell sein.

00:12:19: Also man muss auch dazu sagen, ich teile das total weil ich finde dass die Welt sich in den letzten zehn Jahren also wenn ich vergleiche wie ich angefangen habe komplett verändert hat.

00:12:29: Also da müssen wir nicht drüber reden.

00:12:31: es gibt eine Gleichzeitigkeit von Krieg und Krisen.

00:12:34: das gab's vor zehn Jahren nicht.

00:12:36: gleichzeitig ist eben auch die digitale Welt viel schneller geworden uns somit eben auch der Art und Weise wie wir uns informieren Und ich merke das selber auch an meinem Informationsverhalten.

00:12:48: Ich muss mich ja auch immer

00:12:49: informieren.".

00:12:50: wie das sich bei mir verändert hat und ich auch mittlerweile viel Überforderung spüre.

00:12:58: Und das ist auch ganz klar, im Prinzip die Kriege in der Ukraine oder im Gaza streifen, die werden quasi live übertragen ja?

00:13:06: Das erlebe ich als Journalistin – ich berichte auch über diese Kriege!

00:13:10: Dann werden wir aufgrund des Algorithmus solche Inhalte eben auch an meine Timeline gespült Inhalte, die mich in den Schlaf verfolgen von sterbenden Kindern und leidenden Müttern.

00:13:20: Und dafür ist unser Gehirn – das weißt du besser als ich – einfach nicht gemacht.

00:13:26: dieses ständige Scrolling Und das ist auch immer so etwas, was ich auch immer wieder mit meiner Community bespreche.

00:13:33: Es geht im Prinzip darum einen gesunden Nachrichtenkonsum zu entwickeln und das bedeutet eben auch beispielsweise wenn ich merke Boah!

00:13:41: Ich bin wie so ein Nachrichtenjunkie weil ich die ganze Zeit die aktuelle Entwicklung verfolgen muss aber es tut mir nicht gut weil permanent Informationen auf mich einprasseln dass sich mein Schritt zurück gehe und überlege okay in welchen Momenten am Tag habe ich eigentlich die Kapazität dafür, mich zu informieren.

00:13:59: Welche Quellen tun mir denn gut?

00:14:01: Welche sind eher effekteischend und irgendwie auf Clickbaiting aus?

00:14:06: Und sich da auch wirklich genau wie beim

00:14:09: Allgemeinen

00:14:09: ins gesamten Social Media-Konsum auch beim Nachrichtenkonsum wirklich lieber hinzusetzen das zeitlich zu limitieren und sagen okay jetzt hab' ich die Kapacitäten um mich zu

00:14:21: Informieren.".

00:14:24: Abnutzung, Abstumpfung.

00:14:25: Das finde ich immer so ganz erschreckend.

00:14:27: Man hat diese Dopaminhopping und da kommt noch was und da geht etwas rein.

00:14:30: Und irgendwie ist es ja logisch, dass der Körper irgendwann die Rezeptoren herabreguliert wird.

00:14:36: Kriegen wir immer mehr Reize?

00:14:37: Und um überhaupt noch einen Kick zu kriegen muss die Dosis dann hochgehen.

00:14:42: Und diese Abstumpfun auch zu merken... Also im Vergleich zu so Aktivitäten wie Lesen war's ja eigentlich uns total gut Natur!

00:14:48: Die konkurrieren jetzt erstmal mit sowas Schnelligen, was so ganz heftig ist.

00:14:51: Ich find das schon auch fasziniert und beunruhigend, wie das wirklich genau so eine Sucht dann ist.

00:14:58: Dass man aus der Entzugssymptome haben kann.

00:14:59: also weiß ich nicht ob du es so erlebt hast jetzt in deinem kleinen Pause aber man hat ja schon erstmal so ne Tendenz und so ne Neugede und vielleicht so eine Unruhe wenn man sagt okay meine Droge sag' ich mal überspitzt so schmieder dann gehe ich jetzt mal auf kalten Entzug.

00:15:14: Das ist sehr körperlich!

00:15:15: Sucht finde ich total spannend.

00:15:17: Ich kenn Leute von früher die haben immer sich aus Praktikabilität und so Häbe zum Gewohnheit, wenn die an die Frischluft gegangen sind haben sich eine Zigarette angezündet.

00:15:28: Ohne dass sie Bock hatten überhaupt zu rauchen.

00:15:30: Ich habe sowem raus, warum?

00:15:31: Ja, aber man nicht macht das halt.

00:15:33: Und ich hab diesen Move, der sich einfach zum Smartphone greife und ne App öffnet.

00:15:37: Ich will gar nichts nachgucken.

00:15:39: Sondern ich mach es einfach!

00:15:41: Das ist immer ein

00:15:43: Flex, Reflex geworden.

00:15:45: Also wir machen uns darüber gar keine Gedanken und auch deswegen war es mir so wichtig dieses Buch zu schreiben weil ich auch einfach mal wissen wollte okay was ist so'n Gefühl?

00:15:54: Und gibt's da auch wissenschaftliche Erkenntnisse dazu?

00:16:00: dass es mittlerweile einige Untersuchungen gibt, die eben auch sagen das zum Beispiel bei Menschen, die stark jetzt nicht eine Sucht entwickelt haben aber trotzdem stark abhängig sind von Social Media und Smartphone.

00:16:13: Die Stress ist eher wenn sie beispielsweise ihr Telefon gar nichts zur Hand haben oder gar nicht eben so unterbewusst mal checken können.

00:16:20: Und da muss man auch mal irgendwie in die selbst kritische Reflexion gehen und sagen also mir fallen Momente Ich hab meinen Konsum jetzt auch so ein bisschen gewandelt in den letzten Monaten.

00:16:30: Aber ich weiß noch, ich hatte eine Zeit ... Das hat mich gestresst wenn ich zum Beispiel einen Wocheneinkauf machen wollte und ich habe aus Versehen mein Handy vergessen.

00:16:37: Ja.

00:16:38: Hatte man ja immer im Gefühl irgendwie was fehlt?

00:16:41: Was man so abhängig davon wird aber auch so ... Ich finde es sparen diese körperliche Komponente weil das kennen wir wirklich von Süchten dass wir mit Unruhe reagieren Mit Nervosität und dass es wirklich so ein Dauerstress macht.

00:16:52: ne Cortisol anstiegt darüber und auch mit der Konzentration eine so eine Fragmentierung.

00:16:59: Absolut,

00:17:00: also auch ein wichtiger Punkt.

00:17:01: Also Konzentrationsfähigkeit wo wir alle im Gefühl haben Wir sind weniger konzentriert, kürzer konzentrierend Und auch da gibt es wirklich Eindeutige Studien.

00:17:13: Ich weiß nicht, ob ihr diesen Vergleich schon mal gehört habt, dass unsere Aufmerksamkeit spannekürzer ist als die eines goldfisch?

00:17:21: Also habe ich mich auch gefragt tatsächlich... ich kann alle beruhigen.

00:17:25: also es hieß irgendwie der Mensch hat acht Sekunden, der Goldfisch neun Sekunden.

00:17:29: und das ist eine Studie aus dem Jahr zu fünfzehn von Microsoft und die wurde mittlerweile widerlegt weil sie fehlerhaft erstellt wurde.

00:17:36: unnatürlich

00:17:37: bereuen sich

00:17:37: des menschliche Gehirn mit einem Fischvergleichen mit dem eines Fisches.

00:17:41: Aber es ist tatsächlich so, dass unsere Aufmerksamkeitsspanne mehr als halbiert wurde in den letzten nicht mal zwanzig Jahren.

00:17:50: Also, im Jahr zwei Tausend Sechs lag der Wert glaube ich bei zweieinhalb Minuten dann Zwei-Tausend Zwölf, als es ja schon Smartphones gab, fünfundsebzig Minuten.

00:17:58: und seit Zwei tausend sechzehn liegt er wertkonstant bei siebenundvierzig Sekunden.

00:18:04: Und jetzt kann man sich ja fragen ach ok Konstant hört sich ja gut an, dann verschlechtert sich das auch nicht.

00:18:11: Und tatsächlich liegt es daran dass wir uns mittlerweile auch daran gewöhnt haben permanent zwischen Geräte zwischen Anwendungen zwischen Apps hin und her zu switchen.

00:18:21: Das verursacht aber eben das was du angesprochen hast ein erhöhtes Stress Level die ganze Zeit weil wir mental permanent herausgefordert sind.

00:18:30: kinetische Aufmerksamkeit wird das in der Wissenschaft genannt und deswegen ist das eben total schädlich für uns.

00:18:36: Das

00:18:37: kann ich total bestätigen sowohl von meinem persönlichen Empfinden erleben, weil ich so denke wie ich im Studium, wie ich da sitzen konnte und aufnehmen konnte und zuhören konnte und dass das einfach viel viel herausfordernder ist.

00:18:48: Und du hast zwei Studien nebenbei gebracht?

00:18:50: Ja!

00:18:50: Ich habe lange studiert, stimmt und scheinbar vielleicht hat es auch damals nicht einfach keinen Bock mehr haben.

00:18:56: aber ich hab auch das Gefühl man kannst wieder ein bisschen... zurückerlernen vielleicht auch.

00:19:00: Das ist ja vielleicht was, wo wir noch mal über Strategien sprechen.

00:19:03: Ein Begriff den ich in dem Kontext total liebe... wie heißt denn?

00:19:06: Und es gibt so eine tolle Harvard-Professorin Amy, die diesen Time-Confettibegriff geframed hat oder postuliert hat.

00:19:15: Dass uns oft, wir haben so ne halbe Stunde und denken, da können wir das und dass machen.

00:19:18: Dann ist die halbe Stunden vorbei und wir wissen gar nicht, was wir gemacht haben weil wir haben hier kurz geguckt, da geklickt, da kam.

00:19:23: was zeigt das so.

00:19:26: Alles fragmentiert so ein bisschen, aber wir haben gar kein Produktivitätsgefühl und Wissen kann nicht mehr unsere Zeit hingehen.

00:19:32: Eigentlich haben wir ja eine Zeit wo wir alle denken, Zeit ist unser kostbares Gut, alle haben Zeitmangel.

00:19:39: Und das ist so ein Widerspruch ne?

00:19:41: Weil irgendwie wir kennen es all auf einmal sind wir im Handy so vertieft und die Zeit ist vorbei gegangen

00:19:47: oder man möchte eben nur mal kurz was nachgucken.

00:19:49: So geht's mir oft in Recherzen und dann lande ich Automatisch unterbewusst auf Instagram und guckt mir benanglose Wienz an.

00:19:57: Da

00:19:57: hätte ich eine Frage an euch beide, ne?

00:20:00: Wie ist es eigentlich ... Wenn ja nachher noch stärk über Algorithmen sprechen wie is das?

00:20:04: was macht das mit Stress- und Emotionengefühl wenn du swipes und du siehst einmal Krieg Leid und Prügelei Und dann Katzenvideos und dann cute Mama Videos und so was?

00:20:14: Also die emotionale Achterbart und die Färbung ist ja innerhalb Sieben, vierzig Sekunden können das ja fünf verschiedene Emotionen sein.

00:20:25: Ist das gesundheitlich okay Arne?

00:20:28: Schön dass du wieder mehr eine rhetorische Frage stellst!

00:20:32: Ich versuche mir das schon allein immer mit so einem Bild vorzustellen morgens wenn ich als allererstes an mein Handy greifen würde und auf Social Media geht es allererstes.

00:20:40: Dann ist das, als lasse ich Leute in mein Schlafzimmer irgendwo hin, wo ich gar nicht weiß wer reinkommt.

00:20:44: Das ist ja sozusagen was passiert, weil ich das nur kontrollieren kann.

00:20:48: Und das passiert natürlich wie du's beschrieben hast total viel ne?

00:20:52: Weil ich weiß ja gar nicht was mein Feed mir zeigt oder was mir jemand schickt.

00:20:56: Natürlich ist es ein Dauerstress für den Körper, wir sehen dass die Cortisol-Level hochgehen aber wir sehen auch diese Herabregulationen so eine Abstumpfung von den Dopamirrezeptoren, weil es auch ein Schutzmechanismus ist.

00:21:08: eine krasse Überforderung, wenn man sich vorstellt wie viel wir überhaupt mitkriegen.

00:21:12: Und vom Patientinnen kenn ich es oft dass die wirklich durch Medien verschiedenster Art extremen Angstzustände kommen.

00:21:18: das ist ne Überforderungsgrad ist und deswegen bin ich aber auch so finde ich dieses Begriff Werkzeug gut dass wir überlegen wie können wir es denn smart nutzen?

00:21:26: weil wir drei hier würde ich sagen würden jetzt nicht sagen okay gar kein Social Media mehr kein Handy mehr.

00:21:31: das ist die Lösung.

00:21:33: so funktioniert unser welt auch nicht mehr.

00:21:35: Wie können wir denn anders damit umgehen, was brauchen wir?

00:21:39: Und vielleicht hast du auch natürlich Erfahrung dazu.

00:21:44: Sowohl persönlich als auch aus deinem Buch, das würde mich total interessieren.

00:21:47: Was kann man empfehlen?

00:21:48: Also genau ich finde erstmal diese Erkenntnis ist total wichtig und hat mir auch geholfen da so ein bisschen Abstand rein zu bekommen zu sagen es ist ein Werkzeug also Social Media ist ein Werkszeug Smartphone ist ein werkzeug Und es geht um den Umgang wie wir damit umgehen können.

00:22:03: ähnlich wie einen Feuer oder ein Messer Kann total nützlich sein kann aber auch eine Waffe werden.

00:22:12: Das Spannende ist eben und dann sind wir ja vielleicht auch so ein bisschen bei diesen Dark Patterns, also bei den dunklen Mechanismen die im Hintergrund laufen.

00:22:20: Aber ich finde es total hilfreich sich das einmal bewusst zu machen wenn wir dann später auf die Strategien kommen dass man darauf nicht mehr so einfach hereinfällt.

00:22:27: Wir dürfen nicht vergessen diese ganzen und ich meine jetzt vor allen Dingen Social Media Apps Die uns ja wirklich auch süchtig machen.

00:22:35: Sie machen uns süchtigt weil es genau darum geht Plattform hier reichen, die wollen unsere Zeit.

00:22:43: Das ist ihre stärkste Währung.

00:22:44: Die Währungen heißt nicht Dollar und nicht Euro sondern sie wollen unsere zeit.

00:22:49: denn das bedeutet wissen wir alle mit Datensammlung dann können Sie Werbung schalten, Personalisierte Rewerbungen und so.

00:22:57: Bösewerber!

00:23:00: Man muss es einfach wissen ja?

00:23:04: Wie machen Sie das?

00:23:05: Das sind ganz viele Mechanismen, die im Hintergrund laufen.

00:23:08: Die sich den allermeisten gar nicht bewusst sind.

00:23:12: Also zum Beispiel diese Tatsache dass du kein Ende im Feed hast.

00:23:18: Ja also du scrollst und scroll zwischen nach oben links und rechts immer was Neues.

00:23:22: dann auch die Tatsachen dass Du hast es gerade angesprochen wie unterschiedlich die Inhalte sind.

00:23:28: Nicht jeder Inhalt den Du siehst Passt zu dir oder gefällt dir, aber wenn dann irgendwie das dritte Video genau zu deinen Interessen passt.

00:23:36: Das führt wiederum dazu dass es einen erhöhten Dopaminausstoß im Hirn gibt und dein Hirn will weitermachen.

00:23:43: du willst das nochmal fühlen ja?

00:23:46: Dann die Tatsache dass Videos automatisch abspielen.

00:23:50: Das heißt uns wird die Entscheidung genommen ob wir das video überhaupt sehen wollen.

00:23:54: Dass

00:23:54: der Killer Move läuft

00:23:56: einfach.

00:23:56: Ja

00:23:57: Es gibt Auch da kein Ende, wie bei einem Film.

00:24:00: Du setzt dich hin, guckst einen Film, irgendwann gibt es ein Ende.

00:24:03: hier ein Video nach dem anderen läuft und läuft.

00:24:06: Jemand geht einfach und haut dir eine Spritze rein?

00:24:08: Ja!

00:24:09: Du kannst nichts machen ne?

00:24:09: Du kannst nicht machen und du kannst auch nichts machen dass sich dein Feet immer weiter personalisiert.

00:24:15: das finde ich zum Beispiel auch als Mutter total wichtig zu wissen denn selbst wenn du dieselben Apps irgendwann verwendest wie deine Kinder Weißt du gar nicht, welche Inhalte deinem Kind angezeigt werden?

00:24:26: Weil das natürlich ganz andere Algorithmus ist als deiner.

00:24:30: Deswegen kannst du es eigentlich gar nicht beurteilen ob das was dein Kind da jetzt sieht potenziell schädlich oder gefährlich für deinen Kind ist.

00:24:38: ja auch das finde ich total spannend zu wissen.

00:24:40: dann diese Push Notifications dieses ständige Ping ping ping Da ist der Mensch einfach für gemacht, dass wir natürlich nachsehen wollen.

00:24:49: Okay was ist jetzt passiert?

00:24:50: Er hat einen Freund geschrieben oder auf einer Web, auf einer Plattform irgendein Video... online gegangen, wir sind soziale Wesen.

00:24:58: Wir wollen Informationen sammeln und auch hier werden wir eben

00:25:02: manipuliert.".

00:25:03: Und dass man das einfach weiß um eben auch zu überlegen beispielsweise ich als Journalistin kann sagen okay ich muss eigentlich immer so schnell wie möglich informiert sein.

00:25:11: mittlerweile habe ich aber alle Push Notifications abgestellt weil ich gemerkt hab dass mich das unterbewusst immer stresst unterbewust immer aus meinem Workflow rausreißt und das einfach nicht gut ist für mich.

00:25:23: Ja, da kann ich mich anschließen.

00:25:24: Ich hatte das auch mal in der Zeit lang ... Ich hatte viel mehr Tracker früher unter anderem an der Apple Watch und ganz am Anfang hat ich pushnötig für Kekchen auf meinem Unterarm wirklich so.

00:25:34: Und als ich erst mal ausgestellt hab, habe ich erst einmal so eine Ruhe reinkommt.

00:25:38: Jetzt hab ich immer nichts stören Modus, weil ich möchte entscheiden ... Sogar wer mich anruft, aber ich möchte einfach entscheiden wann Informationen reinkommen können.

00:25:47: Also ich kann dann nicht mehr raus aus diesem Modus.

00:25:49: Weil ich das so liebe diese Ruhe da drin auch trotzdem mich nicht das Gefühl verpasst war, ne?

00:25:56: Weil wir können ja immer noch proaktiv uns entscheiden ist zu nutzen.

00:25:59: Genau und sich auch... Das habe ich zum Beispiel während meiner Buchschreibephase angefangen.

00:26:04: WhatsApp!

00:26:05: Ihr habt ja gerade über WhatsApp gesprochen da kann man sich ja auch drüber streiten ob das eine Social Media Plattform ist.

00:26:10: Kann

00:26:11: man sich darüber streiten, ja?

00:26:12: Kann man es durchstreiten machen wir ja gerne.

00:26:14: Ich würde sagen Ja.

00:26:15: Danke.

00:26:16: Ähm,

00:26:17: dass wir nicht abgesprochen

00:26:18: haben.

00:26:18: Aber meine Stimme jetzt... Zweifach, also unentschieden.

00:26:21: Aber Toren war offline die Woche!

00:26:26: Auch hier wieder... Auch das ist wieder so ein Suchtfaktor, weil wir ... Ich hab's vorhin schon gesagt.

00:26:33: Wir sind soziale Wesen.

00:26:35: Wenn du die Lesebestätigung drin hast, dann ist da alles plötzlich dringlich.

00:26:40: Man denkt oh mein Gott ich muss ihr jetzt noch antworten, sonst denkt sie vielleicht dass ich sauer bin oder dass ich mich nicht für Sie interessiere und dass man sich davon fragt.

00:26:47: So blauen

00:26:48: Häkchen ne?

00:26:49: Die habe ich ausgestellt!

00:26:51: Ja also das sind einfach kleine Tricks und ich entscheide jetzt... Ich hab morgens immer eine Stunde wo ich meine WhatsApp beantworte Mittlerweile irgendwie am späten Nachmittag nochmal und das wissen mittlerweile auch die Leute, mit denen ich häufig kommuniziere.

00:27:05: Dass man sich von dieser permanenten Verfügbarkeit, dieser permanente Dringlichkeit alles muss jetzt sofort passieren heutzutage davon mal wieder so ein bisschen befreit.

00:27:14: Da muss ich einmal kurz meinen Vater loben.

00:27:16: der hat den Oberboss-Move, von dem habe ich auch gelernt, Anne weiß auch... dass sich daraus bei mir Patterns entwickelt haben, die sie nicht so gut findet.

00:27:25: Aber mein Vater hat immer egal was passiert eine Out of Office Reply drin.

00:27:31: Er hat immer ne Abwesenheit Notiz drin und da steht nicht mal Hallo Danke für ihre E-Mail, der ist ja so hallo.

00:27:36: e-mails werden einmal am Tag um die zwölf Uhr gelesen.

00:27:38: Richtig gut!

00:27:39: Und das ist... Die hatte jeden Tag drin und so.

00:27:42: Das heißt die Leute wissen ganz genau es gibt keine Availability?

00:27:45: Ja.

00:27:45: Und er entscheidet darüber wann er antwortet.

00:27:49: Er liest ja alle an einem Stück um siebzehn Uhr.

00:27:52: Er liess auch mal zwischendurch E-Mails, aber es geht ganz oft einfach um Expectation Management.

00:27:57: Ganz klar zu sagen und die Grenzen halt einzuziehen.

00:28:00: Und das habe ich natürlich irgendwann auch von ihm angucken gesehen.

00:28:02: Ich hab so ein bisschen die Tendenz nie e-Mail zu lesen.

00:28:06: Ich habe vielleicht Geschäftspartnerinnen, denen das nicht immer gut gefällt... Aber das hilft mir total!

00:28:13: Ich fühle mich gar nicht mehr verpflichtet überhaupt zu antworten bei manchen Sachen.

00:28:16: Wissend aber, dass eigentlich die sozialen Erwartungshaltung uns gegeneinander eigentlich in eine andere Richtung gehen.

00:28:24: Und diese blauen Häkchen, da weiß ich noch früher, das war immer so ein Thema gar nicht so sehr im Sinne von die anderen Personen.

00:28:34: was denkt ihr über mich?

00:28:35: Sondern wenn mir geht es darum hat die Person meine Nachricht schon gelesen.

00:28:39: also ich will eigentlich eher diese Konfirmation halt haben dass ist schon crazy aber

00:28:42: davon muss sich dann auch befreien.

00:28:43: das ist eigentlich ganz

00:28:44: gut.

00:28:45: ja ich bin an ich arbeite Ja krass, auf jeden Fall.

00:28:51: Was alles so in einem halt passiert und ich finde wir haben ja schon oft über das ganze Wort Sucht gesprochen.

00:28:59: Vielleicht nur einmal ganz kurz damit wir es einmal haben wollt ihr vielleicht einmal kurz erklären was eigentlich Dopamin ist?

00:29:06: Genau also haben wir oft mit rumgeworfen hier gerade auch schon ein bisschen Dopaminehopping gemacht.

00:29:11: Ja, Dopamin kennen wir so im Volksmund als das Glückshormon.

00:29:14: Es ist Neurotransmitter an Signalbootenstoffen in unserem Gehirn.

00:29:18: Eigentlich ist es aber nicht das Glückshormon sondern eher für die Motivation den Antrieb zuständig und das ist was, was wir natürlich in vielen Lebensbereichen kennen.

00:29:26: Das auch nicht per se ein schlechtes Hormon, das brauchen wir ja.

00:29:28: Das ist schön im Alltag irgendwie Antriebe und Motivations zu haben.

00:29:32: Schwierig ist wenn mir wirklich immer wieder diese wie wir's heute schon mit vielen Beispiel hatten Reize so setzen, dass dann andere Werte wie zum Beispiel in der Natur sein irgendwelche Aktivitäten machen dadurch einfach sich ja runter regulieren.

00:29:48: Und ich weiß nicht, ob du noch was ergänzen willst.

00:29:51: Ob du ein gutes Bild hast, wie du immer einen Dopamin beschreibst?

00:29:53: Weil das natürlich wahrscheinlich ein Kernthema ist.

00:29:55: Nee

00:29:55: aber genau das ist es eben.

00:29:57: und das Problem ist ja dass man je mehr man online ist und je mehr Man diesen Dopaminkick bekommt desto schwieriger fällt es einem im realen Leben in der realen Welt dieses Glück sage Ich jetzt mal zu finden weil immer größere Reize braucht.

00:30:15: Und damit spielen ja auch die Plattform im Prinzip, dass du eben Stunden um Stunden online bist und dann dir plötzlich das normale Leben fahrt erscheint.

00:30:26: Das finde ich auch total schlimm.

00:30:28: Ich war in Suchtkliniken, die vor allem Jugendliche behandeln ... Social Media Nutzungsstörung heißt das haben.

00:30:38: Und die müssen eben auch erst mal, also die gehen dann auf kalten Entzug den wird dann das Handy weggenommen weil sie erstmal wieder dieses dieses Glück im Alltag finden müssen und Das finde ich halt auch total spannend.

00:30:52: und zu dieser social media sucht möchte ich ja auch nochmal was sagen denn man denkt Ja oh mein Gott wir sind irgendwie alle süchtig.

00:30:59: Ich habe mich jetzt natürlich vor allen Dingen mit Kindern und Jugendlichen befasst.

00:31:02: es ist dass es da einen Anstieg gibt.

00:31:05: Also, eins Komma drei Millionen Kinder und Jugendliche haben ein extrem ungesundes Verhalten.

00:31:11: Sie sind noch nicht süchtig aber die Kinder- und Jugendpsychiater haben gesagt, dass sie schon einen Anstick auch an zu behandelnden Fällen haben.

00:31:19: Spannend daran finde ich aber also besonders gefährdet sind die vulnerablen.

00:31:23: Also man kann jetzt nicht sagen jemand hat eine Social Media Nutzungsstörung oder eine Sucht sondern es gibt immer auch noch andere Risikofaktoren.

00:31:34: Das Spannende daran ist aber, und da können wir alle im Laufe unseres Lebens in solchen Situationen kommen das es uns mental nicht gut geht aus welchen Gründen auch immer.

00:31:43: was passiert dann?

00:31:44: man zieht sich zurück aus dem realen Leben Man verbringt mehr Zeit online.

00:31:48: Da gibt es auch einige Studien drüber dass denjenigen denen es nicht gutgeht dass die mehr zeit online verbringen Und dann bedingt sich das irgendwann wechselseitig.

00:31:56: also zum Beispiel ich habe einen konkreten Fall in dieser Klinik wurde eben dagegen behandelt.

00:32:03: Dem ging es mental nicht gut, hat viele, viele Stunden auf TikTok verbracht und dann wurden eben auch diese entsprechenden Inhalte angezeigt.

00:32:11: ja also von Menschen denen's nicht gut ging und das wurde immer mehr und immer mehr.

00:32:16: Und er hat das so beschrieben dass er sagt irgendwann hatte ich das Gefühl die ganze Welt ist traurig alles ist aussichtslos.

00:32:26: dann Social Media bestimmte Symptome wie jetzt in dem Fall bei einer Depression aber auch Angststörungen oder eben Essstörung, dass die dadurch verstärkt werden können.

00:32:36: Und da finde ich schon das muss man einfach wissen und da... Ich will jetzt auch nicht zu politisch werden, aber da sehe ich eben auch die Plattform Betreiber in der Pflicht.

00:32:48: Da muss sich etwas ändern.

00:32:49: denn aktuell ist es so, dass ein Algorithmus nicht bestimmt ob Inhalte für denjenigen gut oder schlecht sind, denen geht es nur darum, denjenigen maximal in dieser App zu halten und da sehe ich halt ein riesiges Problem drin.

00:33:08: Und das ist ja auch kein technischer Defekt sondern das ist eine bewusste

00:33:12: Entscheide.

00:33:15: Ich finde, du hast ja das Wort Vulnerabel gesagt.

00:33:17: Das musst du dann noch mal erklären?

00:33:19: Also dann wahrscheinlich Leute mit vielleicht einem geringen Selbstwertgefühl, volatile Menschen... Ganz

00:33:24: genau!

00:33:25: Es ist natürlich immer hochkomplex.

00:33:26: Das weißt Du auch.

00:33:27: Essstörungen sind hoch komplexes.

00:33:29: Das hängt vom Charakter an von anderen Prädispositionen, von irgendwie dem sozialen Umfeld oder oder oder.

00:33:36: Ja

00:33:36: absolut also ich merke nicht bei Handel nur Erwachsen aber ich kenne das genau.

00:33:40: Ich kenne auch die Studienessstörung so ein Top Beispiel dazu weil Na ja, vulnerabler heißt eigentlich verletzlich.

00:33:45: Das heißt Anfälligkeit und generell die Adolistenz.

00:33:48: also das junge Erwachsenalter ist per se ne Phase wo das Gehirn sich verändert, wo generell Chaos herrscht, wo gerade eine Anfältigkeit da ist.

00:33:57: und kommt da vielleicht noch eine familiäre Krise dazu.

00:34:00: so systemisch betrachtet dann ist das ein zweiter Verletzlichkeitsfaktor etc.

00:34:05: wie du sagst multifaktoriell.

00:34:07: Aber das ist ja ganz wichtig zu wissen.

00:34:09: Das finde ich immer in diesem Kontext auch körperbar zum Beispiel spannend, wir haben ja eigentlich nur Aufwärtsvergleiche.

00:34:15: also wie vergleichung ist ja immer nur was mit etwas krasseren, was schönerer und was dünnerer?

00:34:21: Also klar gibt es Bewegungen wie Body Positivity, Body Neutrality.

00:34:25: aber nichtsdestotrotz hat mir eben gesagt Instagram her es geht um Ästhetik, was Schönes!

00:34:31: Und das ist natürlich immer der Vergleichspunkt.

00:34:36: Heute schon ein Kindesalter sind Menschen damit irgendwie exponiert.

00:34:40: Früher hatten wir vielleicht mal einen Magazin oder so, wenn wir es kaufen durften und ich habe die Woche noch auch eine ganz spannende Meta-Analyse aus dem letzten Jahr gelesen.

00:34:50: Eine Forscherin in Harvard Laura Masiano forscht ganz viel dazu und die Studie ist das Social Media.

00:34:55: Make us happy!

00:34:56: Und ich fand's ganz cool dass es auch differenziert war.

00:34:59: Es wurde einmal betont, es ist ein sozialer Raum.

00:35:02: Gerade introvertierte Leute können sich da connecten.

00:35:05: Wir haben auch schon mal drüber gesprochen, dass man ruhig digitale Beziehungen ein Komponente sein kann.

00:35:11: Es geht um in der TTS-Bildung und vielleicht wen zu finden.

00:35:14: Dem geht es genauso wie mir!

00:35:16: Ich bin nicht alleine mit einem Thema – das ist ja auch irgendwie da.

00:35:19: Aber was ich auch nochmal total wichtig fand war ... Wenn wir das nie haben, so einen realen Bezug, kennen wir nicht sowas wie eine reichhaltig englischen Konversation als die Stimme oder die Mimik.

00:35:30: Dieses Ganze verbunden kann ja erst mal Social Media gar nicht so rübergebracht werden.

00:35:35: Selbst wenn wir im Video gucken ist es ja nicht dasselbe und das fand ich auch nochmal total wichtig in den Aspekt zu gucken.

00:35:41: Und eigentlich sagt sie so ein bisschen dasselben wie du... Es wird da sein, wir müssen damit umgehen, es ist ein Werkzeug, wie können wir's gut bedienen?

00:35:50: Tipps dazu.

00:35:51: Absolut, ich hab auch ein Beispiel von einem... Junge der extreme Angststörungen hatte, Schwierigkeiten hatte, soziale Kontakte aufzubauen im Reail-Leben.

00:36:03: Die Mutter hat mir auch gesagt, da hat er jetzt seine Peer Group online, den er sich öffnen kann und wo er einfach so ein bisschen sozialen Austausch lernen kann.

00:36:12: Also es hat viel Gutes.

00:36:13: oder eben wenn du eine seltene Krankheit hast dann kannst du dich mit anderen weltweit connecten denen es ähnlich geht oder oder also Es hat auch viel viel Gtes.

00:36:22: aber es geht eben um so ein Gleichgewicht, vielleicht auch eine Balance zwischen digitaler Welt und realer Welt.

00:36:30: Dass wir eben wissen – jetzt bin ich wieder bei Kindern, Kinder müssen das erstmal verstehen lernen – dass Online-Beziehungen und Onlineunterhaltungen die Echten nicht ersetzen und auch nicht gleichwertig sind.

00:36:47: Also so, das vermittel ich auch meinen Kindern.

00:36:50: Echte Freunde findest du nur im realen Leben ja?

00:36:53: Und echte Verbindungen.

00:36:54: also was Du gerade angesprochen hast auch... Was wir als Empathie verstehen!

00:36:59: Auch das müssen Kinder erst mal lernen.

00:37:01: Sowas lernst Du ja nur im Austausch mit anderen.

00:37:04: wenn Du jemandem in die Augen gucken kannst Wenn Du seine Reaktion ablesen kannst weißt oder Lerns zu verstehen, meinte das jetzt ernst, ironisch.

00:37:13: Das ist alles etwas was wir nur im realen Leben lernen und fühlen.

00:37:20: Und du hast jetzt Kinder oft erwähnt,

00:37:21: d.h.,

00:37:22: du managest das, bringest den das bei ihr sprecht darüber.

00:37:25: also es geht einfach auch drunter ins Gespräch zu kommen.

00:37:28: Es sind nicht so bei euch Social Media verbot... Also wie machst du das?

00:37:33: Einmal für deine Kids aber auch für dich persönlich, was hast du so etabliert?

00:37:38: Also, Social Media sehe ich noch mal so ein bisschen anders als digitale Geräte und Smartphones.

00:37:44: Ich habe es gerade schon ein bisschen angesprochen das Social Media wie wir's heute kennen finde ist kein Ort für Kinder- und Jugendliche wo man sie unbegleitet drauf loslassen sollte.

00:37:54: bei mir ist jetzt so meine älteste Tochter ist zehn Jahre alt ist auf der weiterführenden Schule.

00:38:00: natürlich möchte ich auch nicht dass die zum Außenseiter wird.

00:38:03: also es geht auch um diese Balance.

00:38:05: da haben wir jetzt die Regel Sie darf, wenn es irgendwie TikTok-Tänze Trends gibt.

00:38:10: Die darf sie sich angucken aber auf meinem Gerät, auf meinem TikTok begleitet das ich auch dabei bin.

00:38:16: Das ist übrigens auch immer eine gute Situation um eben auch so ein bisschen zu erklären wie Algorithmen funktionieren und wie Plattformen funktionieren.

00:38:27: Wir haben feste Medienzeiten, wo dann an einem Familiengerät bestimmte Apps erlaubt sind.

00:38:33: Also da gucke ich schon sehr drauf.

00:38:34: das ist auch wahnsinnig wichtig!

00:38:36: Ich weiß auch als Eltern es ist wahnsinnigt herausfordernd.

00:38:39: aber da sage ich dass eine zentrale Erziehungsaufgabe heute damit müssen wir uns auseinandersetzen.

00:38:45: so und wie mache ich das?

00:38:47: Ich muss sagen, ich habe auch während meiner Recherche jetzt sehr viel über mich und meinen Konsum gelernt.

00:38:53: Ich hab mich wahrscheinlich auch immer so ein bisschen selbst verarscht weil ich dachte naja wie gesagt ich brauche ja auch Instagram irgendwie für meinem Beruf Und hab eben doch gemerkt, wie mich das sehr beeinflusst hat.

00:39:07: Wie ich dann eben doch an die Apps gegangen bin wenn ich das nicht wollte und ich habe jetzt sozusagen Öffnungszeiten für mich definiert.

00:39:16: Wenn nachmittags die Kinder zu Hause sind, bin ich nicht auf Social Media unterwegs!

00:39:21: Ich nehme mein Smartphone nicht mehr mit ins Schlafzimmer.

00:39:27: Das war auch irgendwie so eine Entschuldigung für mich, dass ich dachte na da ist ja mein Wecker drauf.

00:39:32: Also ich brauche es in meinem Zimmer und auch da gibt es spannende Studien.

00:39:37: also man erkennt ja einen extremen Konsum von Smartphones und Social Media auch daran das man schlechten Schlaf hat.

00:39:44: die Schlafqualität leidet Man schläft zu wenig liegt eben vor allen Dingen auch daran wenn man dieses Gerät mit ins Bett nimmt wahnsinnige Schwierigkeiten hat, das kenne ich auch aus eigener Erfahrung.

00:39:57: Ihr kennt es vielleicht auch dann wirklich Schluss zu machen ja?

00:40:01: Dann scrollt man doch und vierzig Minuten sind rum.

00:40:04: Das kann man auch psychologisch sich erklären.

00:40:07: Das liegt daran dass diese Selbstdisziplin, das ist eine beschränkte Ressource Und wenn wir jetzt am Abend sehr diszipliniert sind, zum Beispiel auf Ernährung achten.

00:40:18: Da sind wir auch bei eurem Thema im Prinzip uns gesund ernähren und auch mit dem Gerät gut umgehen.

00:40:25: Irgendwann ist diese Ressource aufgebraucht ja?

00:40:28: Deswegen fällt es uns abends so schwer dann da diszipliniert zu sein.

00:40:32: das kennen viele dass es dann eben doch die Chips Packung ist, dass es doch die dritte Netflix-Folge ist obwohl man sich gesagt hat heute gehe ich mal früh ins Bett.

00:40:43: Das finde ich mega wichtig, das müssen wir noch mal festhalten.

00:40:47: Dass es auch wirklich was Natürliches oder dass es wirklich einfach abends schwerer ist und dass man's nicht immer so.

00:40:53: als Abends habe ich dann wieder verkackt.

00:40:55: Genau!

00:40:56: So

00:40:56: meine persönliche Schwäche.

00:40:58: Und deswegen einen ganzen Tag so viel versuchen gute Entscheidungen zu treffen.

00:41:02: Wir sprechen viel über Habit Stacking oder diese Lebensdiensollen zu verbinden uns leicht dazu machen und so verstehe ich dann auch deinen Tipp dabei sozusagen okay abends um meine Wine-Down-Routine sammeln und runterzukommen.

00:41:14: Einmal das Handy nicht da, dafür muss ich meinem Gehirn was anderes geben, wo ich nicht so viel Anstrengung mehr brauche

00:41:21: oder... Ja, weißt du, was ich jetzt mache?

00:41:23: Ich lese jetzt ein Buch!

00:41:25: Das ist ja ein Geheimtipp!

00:41:26: Wow!

00:41:27: Ich habe zehn Jahre kein einziges Buch lesen werden.

00:41:30: Wir

00:41:30: kommen im Innovationspodcast von vorne an.

00:41:34: Das mache ich jeden Abend.

00:41:35: Ich bin voll bei dir.

00:41:36: Das Beste zum Einschlafen lesen.

00:41:40: Also ich wusste, meine Mutter hat das immer gemacht.

00:41:42: Ich wusste es eigentlich auch aber ich dachte, ich habe gar keine Zeitenbuch zu lesen.

00:41:46: Ja!

00:41:46: Das Handy ist aus dem Schlafzimmer.

00:41:48: Plötzlich hab' ich seit zehn Jahren wieder Zeit Bücher zu lesern

00:41:51: und bin freud sich drauf.

00:41:52: Aber

00:41:52: bei deinem Mann auch?

00:41:54: Ja.

00:41:54: Weil das muss, ich finde es funktioniert nämlich nur in der Korrespondenz weil nicht ein auf dem Handy umspürt eine andere liest.

00:41:59: Stimmt, das stören dann ist man sowas machst du

00:42:01: nicht?

00:42:01: Das stimmt ja.

00:42:02: Nee das sind unsere Regeln.

00:42:04: also es gehört nicht ins Schlafzimmer.

00:42:05: und ja er leg ihm da immer schöne Bücher die mir gefallen haben auf seinen Nachtschirm.

00:42:14: Und dann merke ich eben auch wir haben ja schon über Devices gesprochen wenn ich ihn buch lese Wie ich in den Entspannungsmodus komme und wie schnell das geht.

00:42:23: Ich sehe dann so richtig diese Kurve, die geht nach unten und ich bin entspannt.

00:42:27: Ja

00:42:27: jetzt ist es witzig.

00:42:28: Die weißes Sagen haben das ja auch.

00:42:30: Also die fragen ja auch jetzt mach eine Atemübung oder lehst ein Buch um runterzukommen weil es offensichtlich wissenschaftlich so fundiert ist dass man das halt so macht.

00:42:40: Also ne?

00:42:41: Ich muss ja irgendeine Bilderbemerkung machen an diesem Bordgas.

00:42:43: Ich habe eine Zeit lang um runterzukommen, Nachrichten über die FDP gelesen.

00:42:48: Weil das so langweilig und so ruhig war.

00:42:50: Achso?

00:42:50: Okay!

00:42:51: Kannst du beruhigen dir?

00:42:52: Voll

00:42:52: wirklich ja.

00:42:54: Aber ich glaube auch, dass Buch ist tatsächlich auch... Schlecht

00:42:56: ein

00:42:56: bisschen mehr Quality-Time für dich als so.

00:42:59: Und es ist wirklich eine andere Müdigkeit, eine andere Bettschwere.

00:43:04: Ich liebe dieses Gefühl wenn ich einen Buch lese und dann fallen schon fast meine Augen

00:43:08: zu.

00:43:09: Ja, ein Video also ich lieb's auch nicht freue mich jedes Mal wieder mal Buch weiterzulesen, dann schafft man halt vielleicht.

00:43:15: nicht eine halbe Stunde, aber es ist ja dann egal.

00:43:17: Genau das ist schon richtig schön.

00:43:19: Das ist nämlich auch wichtig weil man hat Vorfreude und weiß genau was kommt.

00:43:22: Es ist halt nicht so einfach nur Smartphone aufmachen und du gibst die Kontrolle über jemand anderem was er entscheidet dir auszuspielen sondern du bist selbstbestimmt.

00:43:30: Was ist mir immer wichtig?

00:43:31: Wie viel Selbstwirksamkeit kann ich eigentlich heute an den Tag legen dass man genau weiß okay ich freue mich heute auf Kapitel XY und diesen Bereich.

00:43:39: also das finde ich jetzt auch noch mal ein großer Unterschied.

00:43:40: Genau

00:43:41: auch zu dem was Elisabeth sagte mit diesem Du weißt ja beim Scrolling gar nicht wann endet Und dann blätterst du immer sagst, hab ich die zwei Seiten noch?

00:43:47: Okay.

00:43:48: Die mache ich noch und dann entscheide ich für mich so

00:43:50: zack.".

00:43:50: Also es ist wirklich ein schönes Bild auch nochmal dafür wie man Content ... weil du weißt ja im Buch nicht was passiert.

00:43:56: Passiert auch mal dass man denkt oh Gott!

00:43:58: Das kann ja an Jama kurz aufwühlen aber nichtsdestotrotz ist das eine ganz... Es hat nicht dieses Time-Confetti sondern es ist so eine Sache und also das finde ich ein schönest Bild und auch und das liebe ich ja immer Torne Sehr gut umsetzbar für viele Menschen, relativ günstig.

00:44:15: Einfach

00:44:15: wirklich... Ich habe wieder so einen analogen Wecker an meinem Nachtisch und einfach das ist ein so einfacher Hack.

00:44:23: aber dieser Moment das wirklich zu machen der hat lange gedauert Aber ich kann es wirklich jedem nur empfehlen.

00:44:30: Das führt auch dazu, dass morgens der erste Blick... Ich meine das ist ja schon schrecklich.

00:44:35: Wenn man diesen Wecker auf dem Smartphone hat, der erste Blick am Morgen geht auf das Gerät um den Wecker auszustellen aber dabei bleibt es ja nicht.

00:44:43: Let's face it!

00:44:44: Dann checkt mal doch sofort wer hat mir geschrieben

00:44:47: oder was checkst du morgens als erstes?

00:44:51: Wie der Post abgegangen ist.

00:44:54: Ne

00:44:54: noch etwas vorher

00:44:56: also deine Device

00:44:58: Ja, also ich werde ja von meinem Band mit Vibrationen aufgeweckt.

00:45:03: Ach krass!

00:45:03: Das heißt das macht dann... Also das ist dein Wecker?

00:45:07: Meistens, wir haben ja noch die Kinder aber entweder dadurch auf weil mich jemand tritt oder so.

00:45:11: Aber sonst ist es tatsächlich bei anderen Terminen die Vibation in meinem Arm und dann ist tatsächlich das erste Und das ist schon der Running Gag meiner Tochter und ich glaube, es ist keine gute Sache die ich ihr mitgebe.

00:45:21: Ist zu sagen, und Papa?

00:45:22: Wie war deine Schlafdaten?

00:45:24: Weil ich gucke sofort auf meine Schlaftern... Ich bin richtig ganz schlimm da und weiß, dass Anne mir sagt, mach' es anders!

00:45:31: Erst mal auf dem Körper hören, mit sich selber einchecken in den Körper hineinspüren wie das ist.

00:45:38: Aber da ich jetzt zwei Sleeping-Apps hab,

00:45:41: guck ich die

00:45:43: erste App erst an.

00:45:45: Bin ich entweder zufrieden mit dem Ergebnis oder nicht, gleiche mit der anderen App ab?

00:45:49: Entscheidet mich dann für das bessere Ergebnis und ärgere mich dann warum die Daten nicht hundert Prozent übereinander stimmen.

00:45:55: Das ist glaube ich keine extrem gute Morgenroutine aber das ist so... Ich muss sofort Daten angucken!

00:46:01: Das ist es erst mal.

00:46:01: ich tue

00:46:02: Okay

00:46:04: Wo kein Veränderungswunsch da keine Veränderung Okay, aber das war so ein ... wo du sowohl ... mögen wir auch Datenbasiert merkst.

00:46:13: Für dich persönlich merkst du dieses am Abend und dass da auch noch mal wirklich gerade, wo wir so bisschen am Schwächsten sind, das wird da ganz klar uns Managen und

00:46:20: Grenzen setzen.

00:46:23: Ich hab drei Kinder, manche Dinge müssen morgens irgendwie nochmal abgeklärt werden.

00:46:28: Aber ich bin zum Beispiel nicht mehr, und das habe ich früher anders gemacht auf Social Media.

00:46:32: Sondern ich sehe das wirklich als mein Werkzeug, als mein Arbeitswerkzeug.

00:46:36: Und wenn ich anfange zu arbeiten, checke ich dann die Lage sozusagen.

00:46:41: Ich finde auch – das kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen – diese Fomo lässt auch nach!

00:46:46: Weil man weiß, dass sowieso ein ganzen Block nicht da ist.

00:46:48: Also ich kenne es, wenn ich früher saß vier am Computer beim Arbeiten, jetzt bin ich viel in der Klinik.

00:46:52: Das heißt wenig an einem Computer oder einem anderen Computer, nicht meinem.

00:46:57: Wenn du den Ganztag auf LinkedIn und Co.

00:46:58: bist, dann bist du so dabei.

00:47:00: Und es passiert ja doch immer die ganze Zeit was... Aber wenn du den ganzen Tag da auch gar nicht bist und da nur mal punktuell für dich reingehst oder nur aus einem bestimmten Grund ist das eine ganz andere Art des Konsums ...und das flacht auch ab dass man das Gefühl hat oh Gott ich krieg hierher gar nichts mehr mit.

00:47:15: Ich

00:47:15: finde das ist sogar fast leichter denn irgendwann wenn man das einmal verstanden hat als also das merke ich muss sich auch wieder selbst kritisch sagen als diese Balance zu finden wenn du diese Apps aus welchen Gründen auch immer nutzen muss.

00:47:29: Das habe ich nämlich jetzt vorletzte Woche mit Erschrecken festgestellt, also ich war quasi den ganzen Sommer über Offline.

00:47:36: Da hat mir es so gut... Man wird auch nach diesem Gefühl tatsächlich süchtig weil das eine immense Ruhe reinbringt.

00:47:45: und dann hatte ich wieder voll angefangen.

00:47:47: in der Woche hab ich wahnsinnig viel gepostet, weil in der Welt viel los war.

00:47:52: Ich habe das auch mental gemerkt, dass ich unter Stress einfach stand.

00:47:57: Und dann hab' ich mir mal meine Bildschirmzeiten angeguckt und gesehen, dass sich dreieinhalb Stunden im Schnitt auf Instagram bin.

00:48:03: Dann kann man natürlich sagen okay war auch arbeitstechnisch aber ehrlicherweise meine Arbeit hätte ich auch in einer Stunde hinbekommen Ja?

00:48:11: Das ist eben was wir uns bewusst machen müssen.

00:48:15: diese Apps sind darauf ausgerichtet uns maximal in ihnen zu halten und immer wieder reinzuziehen.

00:48:22: Und trotzdem wird man rückfällig, kann man sagen auf der einen Seite I failed.

00:48:27: Aber ich merke das jetzt eben viel, viel schneller weil ich in mich reinhöre, weil ich dieses negative Gefühl mittlerweile kenne und selbst kritisch dann hinterfrage was ist jetzt anders?

00:48:37: Aha!

00:48:37: Ich bin wieder zuviel auf Social Media unterwegs.

00:48:40: und dass sich das dann sofort ändert.

00:48:42: und auch ein Tipp hier an Eltern.

00:48:44: Das teile ich mit meinen Kindern die noch kein Social Media haben schon von klein auf mitbekommen, wie schwierig es ist auch als erwachsene Person da einen gesunden Umgang mitzulernen.

00:48:56: Find

00:48:56: ich sehr cool ne?

00:48:57: Weil das ist ja auch immer so ein ... Man hat Phasen und manchmal hat man generell mehr Ressourcen und mehr Freude daran Und das ist nicht immer so planbar.

00:49:05: Wie gut, wie positiv ist der Impact?

00:49:07: Wie gut läuft der Post?

00:49:09: Das kann mich total pushen mal ein paar Tage.

00:49:12: Ich find's auch mal wichtig, so'n Check-in mit sich zu machen.

00:49:14: Also ich finde einmal so digitales Fasten und sich so Grenzen zu setzen ist ja wahrscheinlich im Alltag das einfachste, um da überhaupt mal eine Routine reinzukriegen.

00:49:23: Aber sich auch zu fragen, okay, ist es wirklich immer nur Gewohnheit?

00:49:25: Warum ich hier bin oder habe ich wirklich einen Check-in zu machen?

00:49:28: Warum nutze ich das gerade aus Social Media?

00:49:30: Das sind wichtige

00:49:31: Fragen.

00:49:31: Ein schöner Begriff digitales Fasten.

00:49:33: also.

00:49:33: wir reden ja auch manchmal über Intervallfasten so dass man halt Zeitfenster hat wo man Zeit einfach nicht macht.

00:49:40: auf jeden Fall gute Routinen.

00:49:44: Teil der Stack

00:49:45: Absolut, oder was du gerade beschrieben hast.

00:49:47: Wenn du verfolgst ... Du postest etwas und checkst die ganze Zeit Und ich kenn das Gefühl auch wenn ein Post nicht gut performt dann frag man sich Was ist schief gelaufen?

00:49:57: Löschen Neuposten?

00:49:59: Entweder so.

00:50:00: Aber dass man da auch merkt Möchte ich das überhaupt?

00:50:03: Möcht ich davon abhängig sein?

00:50:05: Brauche ich diese ... Ist es gut, dass ich diese soziale Bestätigung von außen brauche?

00:50:11: Nein.

00:50:12: Danke!

00:50:13: Da habe ich jetzt einen guten... Das ist ja so das Thema des Jahres für mich gewesen, wie viel soziale Bestätigung oder Anerkennung und Validierung brauche ich von draußen.

00:50:22: Und weiß was ich jetzt mache?

00:50:26: Anders als früher, ich lass richtig schlecht performende Post einfach stehen und lebe damit So, dass ich quasi mir angewöhne.

00:50:33: Dass eben auch die schlecht performenden Post einfach dazugehören und das nicht alles immer heiß sind sondern es ist eher so die Mitte halt ist.

00:50:40: Und das hilft mir total weil es gibt immer einen Post der noch schlechter performed hat, der irgendwo da steht.

00:50:46: Das ist eigentlich für mich eine gute ... Dadurch habe ich auch so eine Distanz dazu aufgebaut.

00:50:50: Und dass man lernt, also das bringt ja quasi auch den Kindern bei.

00:50:54: Aber dass das nicht deinen eigenen Wert bestimmt.

00:50:57: Total!

00:50:57: Dass du dich davon frei macht, ne?

00:51:00: Aber eben... Du

00:51:00: musst wissen, dass es gut war, bis du Postet hast,

00:51:02: ja.

00:51:02: Stehe ich dahinter und wenn ja dann ist's gut.

00:51:05: und dass man sich selber sagt okay diese soziale Bestätigung von außen brauche ich nicht und irgendwie weiß ich nicht die Followerzahl oder Leitzahl bestimmt nicht meinen eigenen Wert.

00:51:13: Ich finde auch ein Perspektivwechsel da ganz witzig, wenn man mal so drauf guckt.

00:51:19: Du guckst natürlich deine Algorithmus und deine Posts und seine Sachen an.

00:51:22: Das macht keiner sonst, vielleicht noch jemand aus deinem Team wenn du ihn darauf ansetzt.

00:51:26: Aber das ist auch so ein Buch, dass ich gelesen hab des Folgen wie den Romanen Und dann sagt die Mutter zur Tochter am Ende you're not that important.

00:51:33: Also die anderen Menschen kreisen nicht die ganze Zeit um dich und gucken sich das genau

00:51:36: an.

00:51:37: Niemand schaut sich das an und das finde ich aber sehr entlastend

00:51:41: Total.

00:51:42: Und ich glaube, da hilft eben auch für diese Erkenntnis dass man es wirklich irgendwann fühlt.

00:51:48: Diese bewussten Social Media Auszeiten also zum Beispiel am Wochenende bin ich... Es ist wirklich wie Arbeitszeit, Freitag Mittag lasse ich den Stift halten oder mach die jetzt zu und ich mache mich davon komplett frei.

00:51:59: und das wenn man so einen Abstand gewonnen hat dann merkt man auch, Scheinwelt.

00:52:10: Also es ist ja alles nicht echt.

00:52:12: und wir wissen hier auch alle, das sind alles nur Ausschnitte, kuratierte vielleicht inszenierte Einblicke die jeder gewährt, die wir ja auch gewähren.

00:52:20: Ja wie wissen sie alle bei allen?

00:52:22: Wir wissen noch alle Alkohol und so.

00:52:24: Total.

00:52:24: aber ich finde wenn man diesen Abstand regelmäßig hat und sich bewusst rauszieht dann kann man das irgendwie viel leichter sehen weil man in der realen Welt wieder stattfindet und merkt eigentlich ist es viel wichtig jetzt wirklich präsent in dieser Unterhaltung zu sein oder bei meinen Kindern zu sein, ein Buch zu lesen oder Sport zu machen.

00:52:42: Und ich finde auch Inhalte die man postet, mitteilt, raus sendet werden besser wenn man Lust drauf hat.

00:52:49: also ich brauche das für Kreativität.

00:52:51: Also wenn ich nicht intuitiv Lust habe zu posten das mache ich einfach nicht mehr.

00:52:55: Natürlich ist es absolut das Gegenteil was hier jeder empfehlen würde.

00:52:58: hochfrequent mehrfach die Woche vorgeplant hab ich aber keinen Bock darauf.

00:53:03: der Preis ist natürlich kann ich so krass wachsen Aber das ist natürlich was, wo es mir viel besser mitgeht.

00:53:09: Und das kam aber nur, dem ich überhaupt dieses Gefühl erkennen kann ... Boah!

00:53:13: Das nimmt mega zu viel Energie.

00:53:14: Brauche

00:53:15: ich gerade nicht und das...

00:53:16: Ist ja immer

00:53:17: wieder eine freie Entscheidung.

00:53:18: und dann darf man drei Monate Pause machen über den Sommer.

00:53:21: Man darf auch wiederkommen, man darf auch mal ne Woche jeden Tag posten wenn man Bock hat.

00:53:25: Also diese Regeln sind ja so verrückt dass wir immer versuchen etwas zu hacken im System, dass uns ja sowieso die ganze Zeit entgleitet eigentlich.

00:53:33: Bittig Dass wir an der Stelle nämlich die Sachen nicht, das ist einem das nicht so wichtig.

00:53:37: Ich glaube es ist auch wichtig dass man genug andere Ressourcen hat, die einem wichtig sind, dass man den Selbstwert und seine Selbstbeschätzung auf vielen Sachen fußt.

00:53:45: Und damit beende ich nämlich den Spoiler weil ich weiß jetzt dieser Bett nämlich auch über andere Dinge nachdenken und ich jetzt schon weiß was wir jetzt nächste sprechen dann würde ich nochmal einladen.

00:53:54: So richtig cool!

00:53:56: Deswegen, Teaser-Trailer.

00:53:58: Was könnte es sein?

00:54:00: Aber ich glaube eine Abstandgewinne aus sich selber Dinge herausgedenken und fühlen und daran bestimmen wird eine Rolle davon spielen.

00:54:18: Du bist ja nicht nur Newsfluoränzerin, ne?

00:54:20: Die erste ihrer Art Besselator-Autorin.

00:54:23: Ich möchte das nochmal betonen, sondern woher wir uns ja kennen hat ich ja einfach gesagt, du bist ja auch Mutter von drei Kindern und du sitzt jetzt hier, du hast ein Aura Ring, wir haben schon im Vorgespräch alle,

00:54:34: ne?!

00:54:35: Ich mit zwei Bändern, ja!

00:54:36: Hier Ringconn und Aura... ...bist ja auch Mutter und auch so wie ich das wahrnehme, super interessiert an körperlichen Gesundheit und Kohne vielleicht nicht in gleichermaße wie ich Oder mehr?

00:54:48: Weiß ich nicht.

00:54:50: Deswegen, neben den ganzen mentalen Sachen die wir geschworen haben gibt es auch körperliche Hacks oder Sachen wie du durch den Tag kommst in Normal- oder in Hard Mode.

00:55:00: Ja gute Frage!

00:55:02: Ich glaube ich habe das jahrelang nicht so richtig priorisiert tatsächlich weil ich keine Zeit hatte und dachte wann soll ich im vollen Alltag noch Sport irgendwie unterkriegen?

00:55:12: Und ich hab mich selbst überlistet indem ich vor zwei Jahren Weil ich auch körperlich wirklich, also ... Ich dachte, ich muss jetzt was tun für mich.

00:55:23: Weil ich Rückenschmerzen hatte vom vielen Sitzen, weil ich schnell außer Atem war, ja?

00:55:30: Dass ich mich überlistet hab und gesagt habe, okay, Stundesport schaffst du nicht!

00:55:34: Es ist egal, du fängst jetzt einfach an Irgendwas zu machen.

00:55:37: Also auch Jim war für mich nichts, weil das dann doch der Weg war, der dann zu lang war.

00:55:42: Ich habe gesagt ich mache es zu Hause auf der Matte mit YouTube-Videos.

00:55:46: Es ist egal wie lange Hauptsache ich mache und ich hab am Anfang wirklich nur fünf Minuten.

00:55:51: Und wenn es die fünf Minuten Armübungen waren, habe ich mich gefeiert.

00:55:55: Das wurde sukzessive.

00:55:56: mehr, dass ich gesagt habe super!

00:55:57: Diese Woche habe ich es einmal fünf Minuten geschafft und jetzt mache ich das nächste Woche drei Mal die Woche.

00:56:02: Dann habe ich gedacht, wenn ich fünf Minuten schaffe, kriege ich vielleicht auch noch mal Pilates-Übungen hin.

00:56:07: Fünfzehn Minuten, zwanzig Minuten.

00:56:10: Mir nicht sagen, okay, ich muss es einmal in der Woche machen sondern lieber zwanzich Minuten viermal die Woche als gar nicht Und das hat mir total geholfen, da in eine Routine reinzukommen.

00:56:21: Mittlerweile kann ich voller Stolz sagen, ich laufe zweimal die Woche und sonst mache ich Matten-Sport, würde ich sagen ja mindestens viermal die Woche.

00:56:30: Das ist für mich der absolute Game Changer tatsächlich weil ich das in meiner Ausdauer merke.

00:56:35: Die Rückenschmerzen sind komplett weg!

00:56:37: Ich habe viel mehr Energie und auch gerade dieses Joggen.

00:56:40: Ey, ich hab Joggens Gehasst!

00:56:42: Ich habe es gehasst und ich brauche das jetzt.

00:56:45: Also auch gerade wenn ich irgendwie überlastet, überfordert bin, wenn mental mir alles zu viel wird, ich ziehe meine Schuhe an und gehe raus.

00:56:53: also dieses niederschwellige Angebot dieses einfach machen egal wie lange Das war für mich so ein

00:57:00: Heck Super cool.

00:57:03: Konsistenz ist ja sowieso so wichtig, diese kleinen Einheiten.

00:57:06: Ich finde es manchmal auch leichter an zehn Minuten und in fünfzehn Minuten wie die untereinander zu machen als in fünfundzwanzig Minuten, weil man ganz niedrig die Grenze setzt.

00:57:16: Es gibt ja auch einen Kollegen der sagt immer gerne jeden Tag eine Liegestütz.

00:57:21: Meistens machen mehr da oder eine Kniebeuge?

00:57:24: Und dass man einfach so ganz niederschwellig ist, ich find das ist auch immer so wichtig.

00:57:27: Weil das motivierend und das realistisch.

00:57:31: im Alltag da bleiben, weil sonst hat man oft diese ganz krassen irgendwie Rebound-Effekte.

00:57:38: Wie es von so Cresty Aten auch ist und beim Sport das genau so.

00:57:41: Und so kann man irgendwie auch verletzungsfrei stark und irgendwie auch sportlich durchs Leben kommen in der Alltagsbewegung.

00:57:49: Ja!

00:57:49: Und das wirklich so in die Routine zu integrieren was mir auch hilft.

00:57:53: ich war auch so eine schönen Wetterjoggerin bis vor eineinhalb Jahren.

00:57:58: Und jetzt sind bei mir die festen Tage immer Mittwochs und Sonntags, ich denke gar nicht mehr drüber nach, es sind halt meine Jogging-Tage und ich gehe halt einfach joggen.

00:58:09: Es gibt kein Scheißwetter, vielleicht eine Kleidung?

00:58:12: Diese ganzen Dinge.

00:58:13: Genau, aber ich glaube das passt auch zu dem was du heute viel erzählt hast.

00:58:17: Komplexität rausnehmen einfach ganz klar Dinge entscheiden und so machen Und so funktionieren wir Menschen ja auch mit Routinen.

00:58:25: Deswegen klappt ja unterwahlfasten für viele Menschen gut Weil es eine klare Regel ist.

00:58:29: bis dahin esse ich nichts.

00:58:30: Das heißt ich muss nicht überlegen was esse.

00:58:31: ich esse überhaupt dass wie trink ich mein Kaffee?

00:58:34: Ist das jetzt noch fasten an dem es einfach ganz klare Grenzen und Regeln gibt?

00:58:39: Das ist total entlasten.

00:58:40: Und

00:58:41: es nicht als Scheitern ansehen, wenn ich zum Beispiel mal eine Woche habe, wo ich keine die fünfundzwanzig Minuten Zeit hab für Pilates?

00:58:47: An so einem Tag, wo ihr's mir eigentlich vorgenommen habt und dann sag ich okay da mach' ich wenigstens fünf Minuten irgendwas.

00:58:51: Also einfach da so Konsistenz reinbringen kann.

00:58:54: Cool!

00:58:55: Hast du sonst auch Tipps?

00:58:57: In welcher Art?

00:58:58: Für... Dann sagt er aber auch Dopamin und Mental- und Entsuchtung.

00:59:04: Ich habe ja schon ein paar Sachen auch gesagt.

00:59:06: Ich bin ja ein großer Fan auch immer mit seinen Gefühlen sich zu verbinden bei der Nutzung.

00:59:11: Ich kenne auch dieses, boah das tat jetzt irgendwie gar nicht so gut.

00:59:13: aber was genau tat es nicht so good?

00:59:16: Und was ich auch total wichtig finde man darf Leuten auch entfolgen also oder Accounts oder Dingen wenn man einfach immer wieder merkt, dass irgendwie sollte ich folgen oder sollte ich wissen und man darf auch einfach mal sagen, das tut mir nicht gut die Person will ich nicht mehr sehen.

00:59:32: Das ist ja wie ein wahren Leben.

00:59:36: wenn ich mich mag würde ich den noch nicht treffen.

00:59:38: Und wieso muss ich mir immer an den Kli angucken?

00:59:40: Das find' ich auch total entlasten, dass man das auch wieder selbstwirksam ... hast du ja auch schon gesagt.

00:59:44: Selbstwirksamkeit ist so wichtig, so managed!

00:59:47: Ja und dass man halt glaube ich sich kein gefeinter Ding zu verteufeln sondern eher sich zur Frage okay was ist gerade die Herausforderung damit?

00:59:54: wie möchte ich da mit umgehen?

00:59:56: Ja das wäre nochmal etwas was wir vielleicht schon gut rausgearbeitet haben.

01:00:01: aber was mir auch wichtig isst ne, dass wir die Grenzen setzen dürfen.

01:00:07: Ich glaube, ich gehe auf das Thema Grenzen und schließe es dann auch an der Stelle halt ab.

01:00:12: Out of Office Reply.

01:00:13: also ein super gutes Tool!

01:00:15: Und dann tatsächlich hat mir auch schon einmal kurz angerissen... meine Handys so eingestellt, ich habe drei Handys.

01:00:21: Dass die automatisch auf nicht stören gehen je nachdem in welchem Ort ich bin.

01:00:25: Also je nach dem.

01:00:25: also bei uns ist es wirklich so wenn ich quasi mehr oder weniger in unsere Postleitzahl rein fahre.

01:00:29: damit ist eben nicht nur das Haus und auch der Garten und der Randerweg und sowas inkludiert.

01:00:33: dann geht's automatisch oft nicht stören, dass ich mich selber nicht machen.

01:00:36: Das gleiche ist auch im Fitnessstudio so ja?

01:00:38: Das heißt in einem Fitnessstudium bin ich erreichbar, an einem anderen bin ich nicht erreichbbar.

01:00:42: Also das sind bittes Tool was man kann messen, machen wirken oder sowas.

01:00:52: Ich finde guter in die Karte da fährt.

01:00:54: Das geht anders.

01:00:55: ja aber ist natürlich in meiner App über nachzugucken wie meine Herzfrequenz Varianz halt ist.

01:01:03: Daran erkenne ich tatsächlich was mir gerade Gute und was nicht.

01:01:05: tut das um das noch ein guter mal.

01:01:06: so war das jetzt irgendwie gute sechzig Minuten oder siebzig Minuten.

01:01:10: Dann erkennt man auch es vielleicht ja nicht so.

01:01:13: Und dann entsprechend versuchen was zu ändern?

01:01:15: Ja cool!

01:01:16: Wir haben dann auch ein paar praktische Low Key und Hightechs gehabt, dann noch zum kurzen Abschluss oder vielleicht auch nochmal den Bogen halt zu spannen.

01:01:27: Noch eine abschließende Frage an dich dieser Bett?

01:01:29: Ich meine wir haben jetzt so ein bisschen gesprungen im Thema.

01:01:31: aber gibt es nochmal irgendwas was du nochmal allen mitgehen wollen würdest, vielleicht allen Creator-Rinder draußen?

01:01:39: wo können die jetzt anfangen das Thema für sich zu beleuchten?

01:01:44: Gibt's irgendetwas was du sagst macht das auf jeden Fall!

01:01:46: Du meinst jetzt im Konsum oder im Veröffentlichen

01:01:50: Zuholt als auch aber ich glaube vielleicht sogar eher im Konsum.

01:01:53: Also ganz klar für sich eben das mal zu reflektieren, wohin tut es mir gut?

01:01:58: Wann bin ich nicht mehr her oder Frau meiner Lage sondern lass mich dazu sehr verleiten und ich finde es irgendwie auch ganz wichtig.

01:02:05: Ich glaube wir alle wissen mittlerweile welche Inhalte vom Algorithmus gepusht werden.

01:02:10: Das sind er die die emotionalisieren skandalisieren oder oder oder dass man sich das auch bewusst macht und überlegt muss ich das wirklich tun oder versuche nicht erst mal innezuhalten und zu überlegen, okay, will ich jetzt nur Effekteischerei?

01:02:25: Also ich finde auch wir stehen so ein bisschen in der Verantwortung dieses ganze System.

01:02:28: So ein bisschen zur Hinterfragen.

01:02:30: die Welt ist aufregend genug Und ich finde Wir haben da auch eine Verantwortung das nicht mehr so mitzuspielen.

01:02:37: Möchtest du noch was?

01:02:38: Nein, das war wunderschön!

01:02:41: Gut, dann herzlichen Dank dass du da warst.

01:02:42: Ich glaube wir hätten noch ganz viel fragen können.

01:02:44: das ein super cooles Thema in dem du unterwegs bist.

01:02:46: auch danke dafür und Zeitner werde ich ja nochmal mit Toren einschicken wie sein Digital Fasting und Detox so läuft.

01:02:57: Also ohne WhatsApp finde ich habe es gut gemacht aber gut gut gut.

01:03:02: Das

01:03:02: ist nur wichtig wie du das für dich allen ordnest.

01:03:04: Ich werde dich da nicht kontrollieren.

01:03:07: Danke für die

01:03:14: Einladung.

01:03:16: Ja Spaß gemacht!

01:03:18: In dem Sinne, stay happy.

01:03:27: Stay nerdy!